Teure Turbo Lister-Probleme
Ein Fehler in Version 2 des kostenlosen eBay-Tools Turbo Lister kommt die Benutzer teuer zu stehen: Es wird ungewollt die knapp 80 Euro teure Option "Top-Angebot auf der Startseite" ausgewählt.
Neben den verschiedenen bereits länger bekannten Problemen mit dem Turbo Lister 2 gibt es offenbar auch einen folgenschweren Bug: Importiert man mit dem Turbo Lister 2 Dateien, die mit dem Turbo Lister 1 erstellt wurden, dann wird gelegentlich automatisch die Zusatzoption "Top-Angebot auf der Startseite" für 79,95 Euro ausgewählt.
Außerdem kann diese Zusatzoption sehr leicht versehentlich ausgewählt werden: Zur Auswahl muss man keineswegs in das Auswahlkästchen direkt klicken, sondern es reicht auch ein Klick unmittelbar neben der Bildlaufleiste (in diesem Bild durch ein rotes Kreuz kenntlich gemacht).
Passiert einem die versehentliche Auswahl durch eine der beiden beschriebenen Möglichkeiten, dann sollte man sich an eBay wenden und um eine Erstattung der Gebühren bitten - nachdem man das Angebot beendet hat. eBay kennt die Problematik und hat in einigen Fällen die Kosten für die ungewollte Zusatzoption erstattet. Natürlich muss man eBay das Versehen auch plausibel machen: Es ist beispielsweise glaubhaft, dass man ein gebrauchtes Taschenbuch nicht mit einer knapp 80 Euro teuren Zusatzoption bewerben will und so ein Vielfaches des zu erwartenden Erlöses ausgibt.
Leider erstattet eBay die Gebühren nicht immer. Mir ist ein Fall bekannt, wo die mehrfache Buchung der teueren Option erst bei eBays Rechnungslegung auffiel. In dem Fall weigerte sich eBay, die für zwölf Startseitenangebote angefallenen knapp 960 Euro zu erlassen.
Grundsätzlich empfehle ich, nie die automatische Gebührenberechnung abzuschalten: Die verlangsamt zwar das Einstellen, verhindert aber derart teure Pannen.
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