Otto will Lebensmittel online verkaufen
Der Otto-Versand will seine Investitionen in das Internet als Vertriebskanal weiter ausbauen. Außerdem überlegt Otto, ob man künftig auch wieder Lebensmittel online anbieten soll.
In den Jahren 2000 bis Juni 2003 hatte Otto schon einmal Lebensmittel über das Internet angeboten. Damals hieß es: "angesichts des negativen gesamtwirtschaftlichen Marktumfeldes mit einem ruinösen Preiswettbewerb im Lebensmittelhandel" sei auf absehbare Zeit "kein betriebswirtschaftlich sinnvolles Absatzvolumen zu erreichen".
Die Lebensmittelzeitung berichtet, für den Aufbau eines Onlinesupermarkts führe der Konzern derzeit Gespräche mit Unternehmen aus der Lebensmittelbranche. Als Vorbild diene der britische Konzern Tesco, der in diesem Bereich sehr aktiv ist: "Tesco macht ein großartiges Geschäft. Mit dem richtigen Konzept geht das auch in Deutschland. Wir glauben an den Markt", erklärt Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group.
Otto ist hinter Amazon der zweitgrößte Onlinehändler der Welt. Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 war der E-Commerce-Umsatz bei Otto mit einem Plus von 20 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro größer als der aus dem regulären Kataloggeschäft.
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