Russland Sanktionen Onlinehandel: Die EU hat ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet, das insbesondere den Export von Drohnen, Controllern und weiterer Elektronik untersagt. Während große Plattformen wie eBay, Amazon, Kaufland, Otto, Mediamarkt, Conrad, Rebuy und Medimops die Sanktionen konsequent umsetzen und den Versand nach Russland ausgeschlossen haben, gibt es erhebliche Defizite bei Hood.de. Hood.de, ein Marktplatz der The Platform Group, hat offenbar keine wirksamen Maßnahmen ergriffen. Dadurch könnten Händler unwissentlich gegen geltendes Recht verstoßen – mit potenziell schwerwiegenden Konsequenzen.

Russland Sanktionen Onlinehandel: Was gilt?

Mit den aktuellen EU-Sanktionen ist es Händlern untersagt, bestimmte Technologieprodukte nach Russland zu liefern. Dazu gehören unter anderem:

  • Drohnen und Drohnenteile
  • Controller und Steuerungseinheiten
  • Elektronische Bauteile mit potenzieller militärischer Nutzung

Händler, die gegen diese Vorgaben verstoßen, riskieren hohe Strafen. Doch eine Untersuchung von Wortfilter zeigt: Die meisten Plattformen setzen die Sanktionen ausreichend um.

Plattformen im Test: Wer hält sich an die Regeln?

Wortfilter hat die Umsetzung der Sanktionen bei mehreren großen Marktplätzen und Online-Händlern geprüft. Das Ergebnis zeigt eine klare Trennung zwischen verantwortungsbewussten Plattformen und Hood.de:

Plattform/Shop Umsetzung der Sanktionen
eBay Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Amazon Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Kaufland Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Otto Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Mediamarkt Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Conrad Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Rebuy Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Medimops Versand nach Russland ausgeschlossen ✅
Hood.de Versand nach Russland weiterhin möglich ❌

eBay macht es gut: Der Versand nach Russland ist ausgeschlossen. Das Unternehmen verweist in seinen Richtlinien explizit darauf, dass zahlreiche Länder – darunter auch Russland – vom internationalen Versand ausgeschlossen sind. Die entsprechenden Informationen finden sich unter: eBay Versandrichtlinien.

Hood.de hingegen ignoriert die Sanktionen weiterhin. Produkte, die unter das Embargo fallen, können über diese Plattform immer noch nach Russland geliefert werden. Diese Lücke stellt ein enormes Risiko für Händler dar, die sich möglicherweise in rechtliche Schwierigkeiten begeben, ohne es zu wissen.

Hood.de als Risiko für Händler

Hood.de gehört zur The Platform Group, die sich selbst als fortschrittlichen Online-Plattform positioniert. Doch anstatt Verantwortung zu übernehmen, ignoriert das Unternehmen offenbar die Sanktionen. Händler, die über Hood.de verkaufen, laufen Gefahr, unwissentlich gegen EU-Recht zu verstoßen – und das kann teuer werden.

Strafen für den Export sanktionierter Produkte können gravierend sein:

  • Hohe Geldstrafen oder wirtschaftliche Sanktionen gegen Händler
  • Strafrechtliche Konsequenzen für Verantwortliche
  • Imageverlust und Vertrauensverlust bei Kunden

Jeder Händler muss sich bewusst sein: Die Plattform ist kein Schutzschild. Wer über Hood.de verbotene Produkte nach Russland verkauft, haftet selbst für Verstöße.

Auch Onlineshop-Betreiber sind betroffen

Nicht nur Marktplätze, sondern auch Onlineshop-Betreiber müssen aktiv werden. Händler mit eigenen Shops dürfen nicht davon ausgehen, dass Plattformen oder Zahlungsanbieter automatisch verhindern, dass sanktionierte Produkte nach Russland verkauft werden. Jeder Shop-Betreiber muss selbst sicherstellen, dass:

  1. Die Bestelloption für Russland deaktiviert ist.
  2. Produkte mit Exportbeschränkungen nicht an russische Kunden verkauft werden können.
  3. Ein funktionierendes System zur Einhaltung von Sanktionen implementiert ist.

Viele Zahlungs- und Logistikdienstleister haben bereits Vorkehrungen getroffen, um problematische Exporte zu verhindern. Doch wenn eine Bestellung durchgeht, haftet am Ende immer der Händler.

Was Händler jetzt tun müssen

  1. Eigene Angebote prüfen: Gibt es Produkte im Sortiment, die unter die Sanktionen fallen? Dann müssen diese umgehend entfernt oder der Versand nach Russland ausgeschlossen werden.
  2. Plattformen kritisch hinterfragen: Wer bei Hood.de oder anderen fragwürdigen Marktplätzen verkauft, sollte sich bewusst machen, dass er sich damit selbst in Gefahr bringt.
  3. Eigene Online-Shops überprüfen: Händler mit eigenen Shops müssen sicherstellen, dass keine verbotenen Produkte nach Russland verkauft werden können.
  4. Sich über aktuelle Vorschriften informieren: Die EU passt ihre Sanktionen regelmäßig an. Händler müssen auf dem neuesten Stand bleiben, um keine Risiken einzugehen.

Fazit: Hood.de gefährdet Händler, Onlineshops müssen handeln

Während eBay, Amazon, Kaufland, Otto, Mediamarkt, Conrad, Rebuy und Medimops Verantwortung übernehmen und den Versand nach Russland strikt unterbinden, zeigt sich Hood.de als massives Sicherheitsrisiko für Händler. Das Unternehmen versagt dabei, die Sanktionen der EU umzusetzen, und setzt damit Verkäufer potenziellen Strafen aus.

Doch auch Onlineshop-Betreiber sind nicht aus der Verantwortung entlassen. Wer einen eigenen Shop betreibt, muss selbst sicherstellen, dass verbotene Produkte nicht nach Russland verkauft werden.

Warum können Marktplätze wie Hood.de Russland Sanktionen Onlinehandel einfach ignorieren? Die Händler tragen die Verantwortung – doch es braucht dringend strengere Auflagen für Plattformen, die sich nicht an die Vorgaben halten.