Amazon kauft humanoide Roboter Hersteller: Zwei Deals in einem Monat — und das ist erst der Anfang. Innerhalb weniger Wochen hat Amazon zwei Robotik-Startups übernommen. Wer glaubt, der Konzern habe sich vom Hardware-Geschäft verabschiedet, liegt falsch.

Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.

Fauna Robotics: Der humanoide Roboter für zuhause

Amazon hat die Übernahme von Fauna Robotics bestätigt — einem gerade mal zwei Jahre alten Startup, das von ehemaligen Meta- und Google-Ingenieuren gegründet wurde und kindgroße humanoide Roboter entwickelt.

Fauna hat Anfang 2026 sein erstes Produkt auf den Markt gebracht: einen 59 Pfund (rund 27 kg) schweren zweibeinigen Roboter namens Sprout, der ausgewählten Forschungs- und Entwicklungspartnern zugänglich gemacht wurde. Die Gründer und das gesamte Team wechseln zu Amazon nach New York.

Amazon selbst äußerte sich in einem Statement dazu, dass man gemeinsam mit Faunas Robotik-Kompetenz und Amazons jahrelanger Erfahrung im Heimbereich neue Wege suche, das Leben der Kunden einfacher zu machen.

Rivr: Der Treppen-Kletterer für die Haustür

Nur wenige Wochen zuvor hatte Amazon einen ersten Deal bekanntgegeben. Das Züricher Startup Rivr ist für seinen autonomen, treppensteigenden Lieferroboter bekannt — ein vierrädriges Gerät, das von seinem Gründer als „Hund auf Rollschuhen“ beschrieben wurde.

Der Amazon Industrial Innovation Fund und Bezos Expeditions hatten Rivr bereits 2024 in einer Seed-Runde über 22,2 Millionen Dollar mitfinanziert. Die Akquisition war das Ergebnis einer bereits bestehenden strategischen Beziehung.

Sehr ihr das auch?

Zwei Robotik-Übernahmen in einer Woche — das ist kein Zufall. Amazon baut sich systematisch ein Portfolio auf, das zwei verschiedene Einsatzszenarien abdeckt: die letzte Meile der Lieferung (Rivr) und den Einsatz im Haushalt oder kommerziellen Umfeld (Fauna/Sprout).

In Amazons eigenen Logistikzentren werden bereits seit Jahren Roboter eingesetzt — das Unternehmen hat dort Betriebserfahrung gesammelt. Jetzt geht es darum, diese Kompetenz nach draußen zu tragen: zu den Haustüren der Kunden und in deren Wohnzimmer.

Amazon greift an — aber ein entscheidender Baustein fehlt noch

Wer gedacht hat, Amazon sei nach dem Fire-Phone-Debakel aus dem Hardware-Geschäft ausgestiegen, der wird gerade eines Besseren belehrt. Gerüchte über ein neues Amazon-Smartphone machen die Runde. Und jetzt Robotik — gleich zwei Deals in einem Monat. Amazon gibt Gas.

Das wahrscheinlichste Szenario für Rivr: Ein autonom fahrendes Fahrzeug hält vor dem Haus, ein Roboter steigt aus und legt das Paket vor die Tür. Kein Fahrer, keine Klingel. Fauna/Sprout dagegen könnte sowohl im Haushalt als auch in Lagern oder Produktionsbetrieben zum Einsatz kommen.

Der Robotermarkt wird in den kommenden Jahren zu einem Multimilliarden-Markt wachsen — vergleichbar in seiner Größe mit der Automobilindustrie. Die großen Tech-Konzerne müssen Positionen besetzen, sonst ist der Zug abgefahren.

Was bei Amazon trotzdem noch fehlt: ein eigenes KI-Modell für den Endverbraucher. Meta hat Meta AI, OpenAI hat ChatGPT. Amazon hat Alexa — aber das ist eine andere Gewichtsklasse. Erst wenn ein leistungsfähiges Large Language Model mit der Robotik-Hardware wirklich eng verknüpft ist, ergibt das Ganze seinen vollen Sinn. Das ist die Lücke, die Amazon schließen muss.

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