Bloomberg News: Einst loyale eBay-Händler wandern mit ihrem Geschäft zu Amazon

So jedenfalls sieht es BloombergBusiness heute in seinen News.

Die Anzahl der Amazon-Marketplace Händler sei auf über 2Mio. gestiegen, während die Zahl der eBay-Händler bei 25Mio. stagnieren würde.

Die größere Kundenbasis und die Möglichkeit über FBA zu versenden, stellt für eBay eine Bedrohung dar.

Zum Beispiel konnten Kunden im Weihnachtsgeschäft bei Amazon ein paar Tage länger bestellen und hatte noch die Garantie die Geschenke vor Weihnachten zu erhalten.

Im amerikanischen eBay-Forum wird der Artikel eifrig diskutiert. Hier ein Beitrag:

„When JD was [active] CEO, Bloomberg could say no wrong about the company. Article after article made the company look good and the stocks look better. Every time I read an article, I thought to myself, „How many shares do these guys have?“ because it didn’t feel like journalism, it felt like spin.

So… now that eBay is being split up and the debt has being loaded from PayPal onto eBay, it’s interesting to see Bloomberg do a 180. Did they dump their eBay stocks and invest elsewhere?“

Viele Diskussionsteilnehmer hinterfragen auch die Aussage wie eBay die 25Mio Verkäufer-Accounts gezählt hat.

Neben dem Umstand das ausgerechnet Bloomberg kritisch über eBay berichtet, bewerten viele Verkäufer den Artikel ähnlich: Schlechte Zeit für eBay

Sie stimmen damit dem Tenor des Artikels zu.

Meine Meinung:

Ja, eBay hat eine schlechte Zeit. eBay leidet unter der Herausforderung das Angebote bei Google nicht mehr gut gefunden werden. Und ja die eBay eigene Suchmaschine Cassini ist nicht gut. Katalogdatenbasiertes wurde nicht ordentlich umgesetzt.

Aber ist das etwas Neues ?

Nein, alle diese Themen wurden bereits bei der Vorstellung der letzten Quartalszahlen verarbeitet und diskutiert.

Ich habe mich schon damals gefragt warum der CEO vieles, in meinen Augen übertrieben, schwarzsieht. Eine Antwort habe ich leider nicht gefunden.

Natürlich bin ich ein Verfechter von Plattformvielfallt, aber deswegen eBay den Rücken zu kehren. Nein. Ich begrüße es, dass immer mehr Verkäufer Ihre Angebote auf immer mehr Plattformen listen. Dazu gehört natürlich auch Amazon.

Aber ist mir ein eBay nicht lieber als ein Amazon, wo ich damit rechnen muss, dass Amazon meine Artikel kopiert und sich mir als Wettbewerber in den Weg stellt?

Amazon ist nicht gut, eBay wenigstens ein bisschen. Ich hoffe der Plattformwettbewerb, der ja auch noch durch Alibaba und Rakuten angeheizt werden kann, bringt nicht nur für die Käufer-Kunden, sondern auch für die Online-Händler Vorteile.