Das GfK Konsumklima März 2026 sendet ein Warnsignal: Der Iran-Krieg hat die Verbraucherstimmung in Deutschland spürbar eingetrübt. Für April 2026 prognostiziert der Konsumklima-Indikator einen Wert von -28,0 Punkten – ein Rückgang von 3,2 Punkten gegenüber dem revidierten Vormonatswert von -24,8 Punkten. Besonders die Einkommenserwartungen brechen ein, während Anschaffungsneigung und Sparverhalten noch kaum reagieren.
Inhaltsverzeichnis
Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.
Was ist passiert?
Die Einkommenserwartungen der deutschen Verbraucher sind im März um 12,6 Punkte eingebrochen und rutschten damit wieder in den pessimistischen Bereich – auf -6,3 Punkte. Dabei lagen sie zu Jahresbeginn noch im positiven Terrain.
Zwei Faktoren treiben diesen Rückgang: Zum einen die deutliche Eintrübung der Konjunkturerwartungen, zum anderen gestiegene Energiepreise, die Inflationsängste schüren und die Preiserwartungen massiv in die Höhe treiben.
Die Anschaffungsneigung blieb mit -10,9 Punkten noch weitgehend stabil, zeigte aber moderate Verluste. Die Sparneigung, die im Februar den höchsten Stand seit 2008 erreichte, hält sich vorerst auf einem sehr hohen Niveau von 18,5 Punkten.
Was sagen die Konjunkturerwartungen?
Auch die Konjunkturaussichten für die nächsten zwölf Monate leiden: Der entsprechende Indikator verlor 11,2 Punkte und fiel auf -6,9 Punkte – einen Tiefstand, der zuletzt im Dezember 2022 mit -10,3 Punkten unterschritten wurde.
Viele Verbraucher fürchten offenbar, dass der zaghafte Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Rückschlag erleiden könnte – vor allem, wenn der Konflikt länger andauert.
Was denken die Deutschen über den Iran-Krieg?
Die parallele NIM-Studie liefert ernüchternde Zahlen: Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM, erklärt, dass 60 Prozent der Deutschen davon ausgehen, die Preise für Öl, Gas und Benzin würden dauerhaft hoch bleiben – was die Verbraucherstimmung spürbar belastet.
Zudem zeigt die Studie eine wachsende allgemeine Verunsicherung: Mehr als 90 Prozent derjenigen Befragten, die eine deutliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erwarten, gehen davon aus, dass die Welt infolge des Krieges in den kommenden Jahren unsicherer werden wird.
Was bedeutet das für den Konsum?
Noch hält sich der direkte Effekt auf das Kaufverhalten in Grenzen. Aber die Richtung ist klar: Steigen die Energiepreise weiter, dürfte die Kaufzurückhaltung zunehmen. Wer als Händler auf Großanschaffungen setzt – Möbel, Elektronik, Haushaltsgeräte – sollte die nächsten Monate genau beobachten. Das Konsumklima ist ein Frühindikator, kein Lagebericht.





