Berichte über einen weiteren massiven Stellenabbau bei Amazon machen in den Medien die Runde – der Konzern widerspricht. Amazon-Sprecher bezeichneten die Berichte gegenüber dem Magazin India Today als „falsch und nicht faktenbasiert.“ Hintergrund ist ein Bericht des Branchenportals Asia Business Outlook , der einen Abbau von rund 14.000 Stellen weltweit bis Mai 2026 kolportiert.
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Was wurde berichtet?
Laut Asia Business Outlook soll Amazon bis Mai 2026 rund 14.000 Stellen streichen – betroffen wären Corporate-Rollen, darunter mittleres Management und White-Collar-Beschäftigte in den Bereichen Amazon Web Services (AWS), Retail und Human Resources. Das chinesischsprachige Technologiemagazin Lei Feng Network berichtete ebenfalls über entsprechende Pläne.
Auf der Plattform Blind, einem anonymen Netzwerk für Beschäftige, bestärkten als Amazon-Mitarbeitende ausgebende Nutzer Gerüchte über Entlassungen im Mai. Ein Beitrag sprach von „mehr als 10.000 betroffenen Personen“ und einem größeren Konzernumbau. Einige Mitarbeitende beklagten zudem unklare Leistungskriterien als Grundlage für Entlassungsentscheidungen.
Was hat Amazon bisher abgebaut?
Sollten die Berichte zutreffen, wäre es der dritte größere Stellenabbau bei Amazon innerhalb eines Jahres. Im Januar 2026 hatte das Unternehmen bereits 16.000 Mitarbeitende entlassen. Ende 2025 waren rund 14.000 weitere Stellen weggefallen.
Amazon ist damit nicht allein: Oracle soll zuletzt rund 30.000 Stellen gestrichen haben, Microsoft, TCS und Accenture führten ebenfalls größere Entlassungsrunden durch. Meta plant Berichten zufolge einen Abbau von bis zu 15.000 Stellen.
KI statt Köpfe: Amazons Investitionsstrategie
Amazon plant für 2026 Investitionsausgaben von rund 125 Milliarden US-Dollar – der höchste Wert unter allen Konzernen. Der Großteil fließt in KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Der Konzern investiert massiv, aber vorwiegend in Technologie, nicht in Personal.
Einordnung für Onlinehändler
Für Onlinehändler, die auf Amazon als Vertriebskanal setzen, sind solche Nachrichten zunächst Hintergrundrauschen. Relevanter ist das Investitionsmuster: Amazon verschiebt Ressourcen in Richtung KI und Infrastruktur.
Solange Amazon das Gerücht aktiv dementiert und keine offiziellen Ankündigungen vorliegen, bleibt die Nachrichtenlage unbestätigt. Aber die Plattform blind ist eine gute Quelle. Meistens bestätigen sich dort platzierte Gerüchte. In der einen oder anderen Weise.





