Amazon zieht neuen KI-Lagerroboter „Blue Jay“ nach wenigen Monaten wieder zurück

Amazon hat ein erst kürzlich vorgestelltes Automatisierungsprojekt in seinen Logistikzentren eingestellt. Der Lagerroboter mit dem Namen „Blue Jay“, der aus mehreren Roboterarmen bestand und durch ein KI-System gesteuert wurde, wurde wenige Monate nach seiner öffentlichen Präsentation aus dem Betrieb genommen.

Amazon hatte das System im Oktober 2025 als technologischen Fortschritt vorgestellt. Ziel war es, repetitive Arbeitsprozesse zu automatisieren, die Sicherheit für Mitarbeiter zu erhöhen und gleichzeitig die Effizienz in den Warenlagern zu steigern. In der ursprünglichen Ankündigung wurde Blue Jay als produktive Lösung beschrieben, die zehntausende Artikel in hoher Geschwindigkeit sortieren und bewegen könne. Nun wurde das Projekt beendet.

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Interne Informationen sprechen von gescheitertem Praxiseinsatz

Wie aus internen Quellen hervorgeht, zog Amazon den Roboter aus seinen Lagerhallen zurück, nachdem sich das System im realen Betrieb offenbar nicht bewährt hatte. Offiziell erklärte das Unternehmen, es habe sich um einen Prototypen gehandelt, dessen Kerntechnologien künftig in anderen Projekten weiterverwendet werden sollen.

Konkrete Gründe für das Aus des Systems nannte Amazon nicht. Auffällig ist jedoch, dass in der ursprünglichen Unternehmenskommunikation keine Rede von einem reinen Testlauf war. Vielmehr wurde der Roboter als einsatzfähige Lösung präsentiert, die unmittelbar zur Effizienzsteigerung beitragen sollte.

Schwierige Übertragung von KI in reale Arbeitsumgebungen

Der Vorfall zeigt ein Problem vieler KI- und Robotikprojekte: Systeme, die in Simulationen oder kontrollierten Umgebungen gut funktionieren, stoßen in realen Arbeitsprozessen schnell an ihre Grenzen. Lagerhallen sind dynamisch, unvorhersehbar und voller Variationen bei Produkten, Verpackungen und Abläufen.

Algorithmen müssen permanent nachjustiert werden, um mit diesen Bedingungen zurechtzukommen. Kleine Abweichungen, beschädigte Verpackungen oder ungewöhnliche Artikel können ausreichen, um automatisierte Prozesse ins Stocken zu bringen.

Blue Jay reiht sich damit in eine wachsende Zahl Robotikprojekte ein, die in der Praxis deutlich komplexer sind als in der Entwicklungsphase angenommen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis die ersten Roboter erfolgreich einsetzbar sind.

Automatisierung bleibt Amazon-Strategie

Trotz des Rückschlags hält Amazon weiterhin konsequent an der Automatisierung seiner Logistik fest. Bereits heute setzt der Konzern in seinen Verteilzentren weltweit mehrere hunderttausend Roboter ein, die beim Transport von Waren, beim Kommissionieren und bei Sortierprozessen unterstützen.

Berichte über interne Planungen deuten zudem darauf hin, dass Amazon langfristig einen erheblichen Teil der manuellen Lagerarbeit durch Robotik ersetzen will. Parallel dazu investiert das Unternehmen massiv in KI-Infrastruktur und Automatisierungstechnologien.

Der Rückzug von Blue Jay wird daher nicht als strategischer Kurswechsel verstanden, sondern als gescheiterter Einzelversuch innerhalb einer umfassenden Automatisierungsoffensive. Und wer Amazon kennt der weiß, dass das kein Hindernis ist.

Die Kluft zwischen KI-Versprechen und Realität

Weltweit wird derzeit intensiv an vollautomatisierten Fabriken und humanoiden Robotern gearbeitet, die menschliche Tätigkeiten übernehmen sollen. Zwar gibt es beeindruckende Demonstrationen und Pilotprojekte, doch der stabile Dauerbetrieb in komplexen Umgebungen bleibt eine große Herausforderung.

Über den Rückzug des Roboters berichtete unter anderem das US-Technologiemedium Futurism , das sich auf interne Quellen und Unternehmensstatements berief.


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