In der aktuellen Verfügung des Freistaates, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, ist zu lesen, welche Geschäfte oder Unternehmen zu schließen sind. Explizit ausgenommen hiervon ist der Onlinehandel.

Auszug aus der bayerischen Verfügung

„4. Untersagt wird die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels jeder Art. Hiervon ausgenommen sind der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen und der Online-Handel. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden können auf Antrag Ausnahmegenehmigungen für andere für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendige Geschäfte erteilen, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Die Öffnung von Einkaufszentren und Kaufhäusern ist nur für die in Ziffer 4 genannten Ausnahmen erlaubt. Dies gilt ab 18. März bis einschließlich 30. März 2020“, so die Landesregierung.

Onlinehandel gehört zur Grundversorgung

Damit demonstriert das südliche Bundesland, dass es die Wichtigkeit des Onlinehandels für die Grundversorgung verstanden hat. Betroffene Händler sollten sich nun bei ihren Kreisämtern melden, um dort zu erfahren, wie und ob sie einen Ausnahmeantrag stellen können.

„Die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen sind drastisch und weitreichend. Es ist gut zu sehen, dass die Vorhaben nun nach und nach nachzulesen sind. Es ist auch beruhigend, dass die Landesregierung Bayern explizit den Online-Handel als wichtig für die Grundversorgung ansieht. Denn das ist er auch, in einer Krisensituation wie dieser“, so der Präsident vom Bundesverband Onlinehandel, Oliver Prothmann in einer Stellungnahme gegenüber Wortfilter.

Meinung

Diese Bewertung der Stellung des Onlinehandels für die Versorgung der Bevölkerung kann auch als Indiz dafür angesehen werden, wie sehr alle darum bemüht sein werden, auch die eng mit dem Onlinehandel verbundenen Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Das bedeutet wahrscheinlich, dass auch versucht werden wird, den >Versand< aufrechtzuerhalten.

Tipp

Sprecht mit stationären Händlern, die gerade besonders betroffen sind. Ruft sie an und fragt, ob sie euch mit Mitarbeitern aushelfen können oder ob ihr Ware – z. B. mit Provisionierung – für sie online verkaufen könnt.