Amazon hat kürzlich in einer BETA-Phase die Möglichkeit für Händler frei geschaltet, eigene Blitzangebote zu erstellen.

Was sind Blitzangebote?

Blitzangebote sind zeitlich begrenzte Angebote, die prominent dargestellt und besonders günstig angeboten werden. Bisweilen lieferte Amazon eigene solcher Schnäppchen aus. Vergleichbar ist das mit den eBay WOW-Angeboten.

Wie geht das nun?

In einem 3-Stufen-Prozess kann der Händler seine Blitzangebote bei Amazon einreichen. Dort werden sie geprüft und er erhält ggf. Handlungsanweisungen, diese zu bearbeiten. Nach Freigabe erscheinen die Angebote dann im Reiter „bevorstehend und aktiv“.

Und wo ist der Haken?

Im Moment kann ich keinen Haken sehen. Amazons „Kundenbrille“ aufgesetzt und dann erklärt sich der Spaß: Für den Konsumenten ist es natürlich nur vorteilhaft, wenn er „Sonderangebote“ kaufen kann. Und über den Erfolg solcher Incentivierungen braucht ja keiner zu meckern: Da geht was. Und das wissen wir ja alle durch die ganzen „Black Fridays“ dieser Welt.

Blitzangebote bald für alle Händler möglich!

Warum Blitzangebote?

Amazon selber ist sehr erfolgreich mit seinen Blitzangeboten. Andere kürzlich ausprobierte „Schnapsideen“, Händler zu reduzierten Preisen zu bewegen, gingen in die Hose. Und natürlich schaut Amazon auch was eBay macht. Also ist es nur konsequent, dass nun auch die „Blitzangebote“ den Merchants zur Verfügung gestellt werden.

Monetarisierung?

Zur Zeit kostet die Teilnahme an den Blitzangeboten nichts, ABER: Es wird wohl nicht lange auf sich warten lassen, dass Amazon sich ein Gebührenmodell für dieses Feature einfallen lässt.

Also mitmachen?

Das hängt von der Strategie des einzelnen Händlers ab. Pauschal kann ich weder eine Empfehlung noch eine Warnung aussprechen. PLJ’ler haben mit Sicherheit hier die Möglichkeit eine Awarness fürs Brandbuilding (Aufmerksamkeit für die Markenbildung) zu bekommen. Aber auch für Überbestände sind Blitzangebote eine Idee, genauso wie für die Erfüllung von Boni-Verträgen. Für eine kurzfristige Liquiditätsbeschaffung denken viele vielleicht auch darüber nach, aber aus kaufmännischer Sicht rate ich dann davon ab. Allenfalls kann das im Endeffekt eine „Ultima Ratio“ sein.