Der Marktplatzkonzern eBay steht nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld vor einer erneuten weltweiten Reorganisation mit Stellenabbau. Im Zuge der Umstrukturierung sollen Stellen abgebaut werden. Die Maßnahmen betreffen demnach auch Deutschland.
Eine Größenordnung der möglichen Entlassungen ist offenbar über die Insider-Plattform teamblind.com geleakt worden. Dort heißt es wörtlich:
As the SOTU address was in progress, eBay decided to layoff 6% or 800 roles globally
Trotz starker Geschäftszahlen im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2025 hat CEO Jamie Iannone offenbar ein weiteres Sparprogramm angestoßen.
Aus gut informierten Kreisen heißt es, dass erste Gespräche mit Mitarbeitenden bereits heute beginnen. Auf Anfrage von wortfilter.de hat eBay bis zur Veröffentlichung noch keine Stellungnahme abgegeben.
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Sparprogramm trotz starker Geschäftszahlen
Komisch ist der Zeitpunkt der angekündigten Umstrukturierung. eBay hatte sowohl für das vierte Quartal als auch für das Gesamtjahr 2025 solide Geschäftszahlen vorgelegt und in mehreren Bereichen Wachstum ausgewiesen. Dennoch hat CEO Jamie Iannone dem Unternehmen offenbar ein weiteres Sparprogramm auferlegt.
Aus gut informierten Kreisen heißt es, dass die Reorganisation Teil eines umfassenderen Kostenoptimierungsprogramms sei, mit dem Strukturen verschlankt und Ausgaben reduziert werden sollen – unabhängig von der aktuellen operativen Entwicklung.
Gespräche mit Mitarbeitenden beginnen offenbar umgehend
Nach Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens sollen erste Gespräche mit betroffenen Mitarbeitenden bereits heute beginnen. Erfahrungsgemäß gehen solche Reorganisationen bei internationalen Konzernen häufig mit individuellen Trennungsgesprächen, Neuordnungen von Teams und dem Wegfall ganzer Funktionen einher.
Der Autor rechnet damit, dass in den kommenden Tagen und Wochen vermehrt Abschiedspostings auf LinkedIn zu sehen sein werden.
Auch Deutschland wohl betroffen
Nach den vorliegenden Hinweisen ist auch der deutsche eBay-Standort von Stellenstreichungen und organisatorischen Veränderungen betroffen. So ist es jedenfalls in eBays Flurfunk zu hören.
Für die hiesige E-Commerce-Branche würde das bedeuten, dass bekannte Ansprechpartner, Projektverantwortliche und langjährige eBay-Mitarbeitende das Unternehmen verlassen könnten.
Kostendisziplin statt Expansion
Reorganisationen dieser Größenordnung werden in der Regel nicht aus einer Position aggressiven Wachstums heraus vorgenommen. Vielmehr deuten sie auf einen strategischen Fokus auf Effizienz, Kostenkontrolle und Margenstabilisierung hin.
Dass eBay trotz guter operativer Zahlen erneut zu strukturellen Einschnitten greift, spricht dafür, dass der Konzern aktuell keine offensive Expansionsstrategie verfolgt. Stattdessen scheint der Fokus auf Konsolidierung und interner Optimierung zu liegen.
Für Händler und Partner ist das ein wichtiges Signal: Wachstum, neue Services und größere Innovationssprünge stehen offenbar nicht im Zentrum der aktuellen Unternehmensphase.
Warten auf offizielle Stellungnahme
Bislang hat eBay die Reorganisation nicht öffentlich kommentiert. Ob Umfang, betroffene Bereiche und konkrete Zahlen zu Stellenstreichungen folgen werden, bleibt abzuwarten.
Sobald eine Stellungnahme des Unternehmens vorliegt oder weitere Details bekannt werden, wird wortfilter.de darüber berichten.





