Unter Repricing wird meistens fälschlicherweise verstanden, dass man nur dem Preis der Konkurrenten hinterher läuft. Richtiger ist der Begriff Dynamic Pricing und der ist wie folgt beschrieben: „Dynamic Pricing, auch dynamisches Preismanagement ist eine Preisstrategie bei der Unternehmen die Preise für Produkte oder Dienstleistungen auf Basis des aktuellen Marktbedarfs anpassen. Es handelt sich dabei um ein Modell, welches Preise anhand automatischer Algorithmen berechnet. Dabei werden Faktoren wie die Preisgestaltung der Konkurrenten, Angebot und Nachfrage und andere externe Faktoren mit einbezogen.“ (Quelle: Wikipedia.de)

Entscheidend ist der Umstand, dass Repricing Tools einen bei der eigenen Strategie unterstützen. Besser noch, sie sollten Strategie Pakete mit integrieren.

In der Vergangenheit hatte ich ja bereits 2 Repricing Tools vorgestellt. Nun ist ein weiterer Repricer getestet. Das SellerLogic Amazon Repricing Tool zeichnet sich zunächst dadurch aus, dass es von einem Unternehmen mit eigener Handelserfahrung entwickelt worden ist. Das ist gut und selten.

Auf welchen Plattformen bietet das Tool Repricing an?

Derzeit bietet SellerLogic das Tool für die Amazon Marktplätze: Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, UK, USA, Kanada, Japan und Indien. Geplant ist auch eine Erweiterung für eBay.

Kommt das Tool aus Deutschland, und unterliegt damit der „deutschen Haftung“?

Ja, die Betreiberfirma sitzt in Deutschland. Somit ist jeder Händler durch das deutsche Gesetz geschützt. Der Gerichtsstand ist natürlich auch Deutschland.

Wie ist die Kommunikationskultur des Anbieters?

Der CEO von SellerLogic ist zum einen sehr aktiv in der Wortfilter Facebook Gruppe, zum anderen unterhält er auch eine eigene Gruppe bei Facebook. SellerLogic pflegt eine offene und konstruktive Kommunikationskultur.

Bietet das Tool Strategie Pakete?

Ja, und das unterscheidet SellerLogic von vielen Marktbegleitern. Händler brauchen lediglich einen Min/Max-Preis anzugeben und das Tool arbeitet dann mit selbst entwickelten Algorithmen um z.B. die BuyBox zu gewinnen. Marktbegleitende Tools erwarten, dass eigene Regeln von den Händlern angelegt werden. SellerLogic hat bereits eigene Strategie-Pakete konfiguriert. Die unterschiedlichen Strategien möchte ich im Einzelnen vorstellen:

BuyBox gewinnen: Ziel ist es die BuyBox so oft zu gewinnen wie möglich. Einmal in der BuyBox gelandet, lassen sich wesentlich höhere Preise für den Artikel erzielen. Viel versprechend sind da die Auswertungen die ich im Live-betrieb gesehen habe.

Die Strategie Position:

Ziel dieser Strategie ist es eine bestimmte Position mit dem eigenen Artikel zu halten. Damit Preisrutsche gegenüber Konkurrenten eingedämmt werden können, macht es zum Beispiel Sinn immer auf den 2. Platz zu setzen.

Das Push Paket:

Der Artikelpreis wird an Hand der Abverkaufszahlen gesteuert. Das bedeutet es wird der optimale Preis gesucht mit dem die höchste Abverkaufszahl erzielt wird. Bei dieser Strategie legt ihr neben dem Min./Max.-Preis auch die gewünschte Abverkaufszahl pro Tag/Woche fest.

Die Sales-Strategie zielt auf die Marge bei gleichbleibender Abverkaufszahl ab. Sprich der Preis erhöht sich maximal bei gleichbleibendem Absatz.

Auto Profit oder auch die Reibachmaschine ist eine Lösung die ich bei den meisten Repricern vermisse. Hier wird neben dem Angebotspreis und der Absatzmenge auch der Einkaufspreis und die Kosten mit einbezogen. Unabhängig von den Marktbegleiterangeboten wird hier der Verkaufspreis über die Marge gesteuert.

Die Detail Profit Strategie denkt den Profit noch etwas weiter. Hier könnt ihr alle Kostenbestandteile selber festlegen.

Manufacturer Optimierung: Etwas umfassender ist diese Strategie. Hier werden auch Trends und Historien mit einbezogen den optimalen Preis zu finden.

Das waren nun die Strategie Ansätze. Klar ist, dass sich auch alles manuell und mit eigen angelegten Regeln einstellen und steuern lässt.

Welche Funktionen hat das Tool denn noch?

Viele, sehr viele. Ich beschreibe nur die wichtigsten Features. Alle Artikel lassen sich in Produktgruppen zusammenfassen und so gebündelt bearbeiten. Regeln können einzelnen Gruppen zugewiesen werden.

Mit der Preis Historie lässt sich eine großartige Datenbank aufbauen. Ihr könnt exakt die Entwicklung eurer Produkte sehen. Mit dem Monitoring habt ihr einen Überblick über die wichtigsten Aktionen und Ereignisse.

Wie sind die Preise?

Günstig! Zu der Preisliste geht es hier entlang. Grandios finde ich die Nutzungsmöglichkeit „on demand“. Bietet so was ein anderer Repricer? Die Meisten Händler werden, wenn sie keine Dropshipper sind, so zwischen 10.000 und 50.000 Artikel am eigenen Lager führen. Der monatliche Preis liegt dann bei 119.- Euro (Laufzeit 12 Monate). Das ist preiswert (Im wahrsten Sinne des Wortes).

Beta Tester gesucht?

SellerLogic läuft bereits mit mehreren Millionen Artikeln und mit über 50 Händler Accounts seit vielen Monaten stabil, ohne Bugs, und SICHER. Ich selber verfolge die Entwicklung seit über einem Jahr.

Es werden jetzt noch einmal 80 Beta-Tester gesucht. Die Nutzung von SellerLogic ist für die Händler für den Testzeitraum kostenlos und unverbindlich. Wer also testen möchte kann sich hier anmelden.

slo2

Meine Meinung:

Ich habe mir ja schon einige Repricer angeschaut, auch einige wo mir die Haare zu Berge gestanden haben. Es gibt viel Schrott auf dem Markt und die Risiken auf einen schlechten Repricer zu setzen sind hoch und können die eigene Existenz bedrohen. Ihr erinnert euch zum Beispiel an den Preisfehler von notebooksbilliger.de. Nbb ist zwar mit einem „blauen Auge“ davongekommen, aber das auch wahrscheinlich nur wegen seiner Größe. Andere hätte so was das Genick gebrochen.

Neben der Sicherheit spricht für SellerLogic die Bedienerfreundlichkeit und die Unterstützung durch die verschiedenen Strategie-Ansätze.

Mit BuyBox-Garantie und Haftungsübernahme habe ich vielleicht etwas übertrieben, aber nur etwas 🙂

Unterm Strich, unkompliziert und man merkt: Da hat jemand eigene Händler-Erfahrung die mit in das Tool geflossen ist. Also Daumen noch oben.