Der Händlerbund hat in seiner aktuellen Umfrage 261 Händler befragt um eine Stimmungslage einzufangen:

„Jeder Vierte rechnet mit Schwierigkeiten während des Weihnachtsgeschäfts

Die politischen Entwicklungen scheinen auch den Online-Handel nicht unberührt zu lassen. Rund 23 Prozent der befragten Händler gaben an, dass sie mit Schwierigkeiten während des Weihnachtsgeschäfts rechnen. Dabei befürchten die Händler unter anderem eine geringere Kauflust der Kunden durch die politischen Entwicklungen. Zu den weiteren erwarteten Schwierigkeiten zählen unter anderem Lieferprobleme, erhöhte Retourenquote, technische Schwierigkeiten bei Marktplätzen/Handelsplattformen sowie Beschwerden von Last-Minute-Kunden. Bundesvorsitzender Andreas Arlt: „Unsere Weihnachtsstudie zeigt deutlich, dass die politischen Entwicklungen nicht spurlos am Online-Handel vorbeigehen und Unsicherheiten entstehen. Umso wichtiger ist es, dass alle am Online-Handel Beteiligten sich dafür einsetzen, diesen Unsicherheiten entgegenzustehen!“

Umsatzerwartung: 71 Prozent erwarten mehr Umsatz im Vergleich zum Rest des Jahres

Die Erwartungen der Online-Händler an das Weihnachtsgeschäft sind groß: So erwarten 71 Prozent der Händler mehr Umsatz im Vergleich zum Rest des Jahres. Den größten Umsatz erwarten die Händler dabei in der zweiten Dezemberwoche. Last-Minute-Shopping scheint aus der Mode zu geraten, denn nur jeder fünfzigste Händler glaubt, dass die Kunden ihre Geschenke nach dem 21. Dezember kaufen. Die meisten Verkäufe werden dabei nach den Erwartungen der Händler am Abend (51 %) und am Wochenende (35 %) durchgeführt. 59 Prozent der Händler haben dabei ihre Lager in Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft bereits gefüllt.

Verkaufsplattformen hoch im Kurs

64 Prozent der Händler rechnen mit dem meisten Gewinn über Verkaufsplattformen wie z. B. eBay oder Amazon. Jeder Vierte setzt aber auch das größte Vertrauen auf den eigenen Online-Shop. Auch das stationäre Geschäft ist bei den Erwartungen dabei: Rund 8 Prozent rechnen hier mit dem größten Gewinn. Die Hälfte der Befragten gab an, dass sie sich Hilfestellung für das Weihnachtsgeschäft im Bereich Marketing wünschen.“ (Quelle: Mitteilung des Händlerbunds)

Die vollständige Umfrage könnt ihr hier downloaden.

Meine Meinung:

Mit dem Begriff Studie wird ja sehr inflationär umgegangen, daher finde ich Umfrage die bessere Wahl. Die Meinungen von 261 Händlern können kaum einen Rückschluss auf die Gesamtheit zulassen. Trotzdem sind einige Zahlen durchaus spannend.

Nur 64% der Händler erwarten den größten Gewinn über Plattformen. Da hätte ich mehr erwartet. Nicht beantwortet worden ist, welche Plattform denn die größte Rolle spielt. Das ist schade.

Während 39% der Händler nichts an Ihrem Marketing ändern wollen, wünschen sich auf der anderen Seite 50% mehr Unterstützung beim Marketing. Diese Zahlen werfen Fragen auf.

Interessant ist auch, dass immerhin 23% der Befragten Schwierigkeiten sehen. Es scheint mir das da wohl noch eine Herausforderung bei den Partnern zu sehen ist. Technische Defekte und Lieferprobleme hätte ich nicht auf dem Schirm gehabt.

Da ich mir noch nicht die Studie des ECC und eBay angesehen habe, kann ich die Zahlen leider noch nicht gegenüberstellen. Das werde ich aber die Tage nachholen.