JTL erhöht ab 1. April 2026 die Preise – geheime Partner-Mail zeigt neue Tarifstruktur

Während Händler offiziell noch im Dunkeln gelassen werden, sind die JTL-Servicepartner bereits informiert: JTL-Software-GmbH stellt zum 1. April 2026 ihre komplette Preis- und Paketstruktur um – und zwar spürbar.

wortfilter.de liegt die interne Mail vor, die am 6. Februar 2026 an alle Servicepartner verschickt wurde. Einen Tag zuvor hatte JTL die Partner in einem Call vorinformiert. Öffentlich kommuniziert wird das Ganze erst in Kalenderwoche 7 – inklusive Landingpage und FAQ-Bereich, der aktuell noch hinter einem Passwortschutz verborgen ist.

Kurz gesagt: Es wird teurer.

JTL verkauft die Preiserhöhung als „Struktur-Update“. In Wahrheit ist es eine systematische Verteuerung auf allen Ebenen, clever verpackt in neue Editionen, Zwangsbundles und automatische Umstellungen.


Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.


JTL Mail
Geleakte Mail an alle JTL Partner | Klick aus das Bild vergrößert es

Zur FAQ

Link zu den FAQ: https://www.jtl-software.com/uploads/2026/02/Partner-FAQ.pdf Passwort: jtlservicepartner2026


(Klick auf die einzelnen Slides öffnet neues Fenster & ihr könnt besser auf Handys lesen)


Angebotsseite, erst ab KW7

Link: https://www.jtl-software.com/de/angebotsgestaltung-ab-april-2026


Vertraulichkeit? Für wortfilter.de kein Hindernis

Die Mail enthält einen ausdrücklichen Hinweis, dass eine Veröffentlichung nicht gestattet sei. Genau solche Hinweise zeigen regelmäßig, wie sensibel Unternehmen Preiserhöhungen behandeln – und wie wenig man möchte, dass Händler frühzeitig vergleichen, rechnen und Alternativen prüfen. wortfilter.de tut genau das Gegenteil.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen JTL-Partner, die mich heute informiert haben. Liebes JTL: Das lässt tief blicken in die nicht mehr vorhandene Loyalität eurer Service-Partner.


JTLs neue Tarifstruktur ab April 2026: Preiserhöhung mit Autopilot

Was JTL intern als „präzisere Abgrenzung der Editionen“ bezeichnet, ist faktisch eine breit angelegte Preisanhebung – kombiniert mit automatischer Migration, stiller Zustimmung und wachstumsabhängiger Mehrbelastung.

Kurz: Du wirst umgestellt. Du zahlst mehr. Und wenn du nichts machst, gilt es als Zustimmung.


Automatische Hochstufung – Widerspruch kostet Funktionen

JTL stellt Kunden automatisch auf die Edition um, die den aktuell genutzten Funktionsumfang abbildet.

👉 Keine aktive Zustimmung nötig
👉 Nutzung oder Rechnungszahlung gilt als Annahme
👉 Widerspruch bedeutet: Funktionsverlust ab spätestens 01.04.2026

Das ist kein freundliches Angebot. Das ist ein Opt-out-Modell mit wirtschaftlichem Druck.


Grundgebühren steigen deutlich – der eigentliche Kostentreiber

ERP/WaWi:

  • Advanced: von 99 € → 119 € (Monat)
  • Pro: von 299 € → 369 € (Monat)
  • mit Jahresvertrag minimal günstiger, aber Vertragsbindung

WMS:

  • Advanced: 99 € → 129 €
  • Pro: 199 € → 379 €

Das ist kein Inflationsausgleich. Das ist eine massive Neukalkulation nach oben. Gier ist das.


Wachstum wird zur Dauergebühr

Die Auftragspakete bleiben – werden aber feiner gestaffelt.

Klingt harmlos, bedeutet aber:

✔ schnelleres Erreichen der nächsten Kostenstufe
✔ kaum noch Volumenpuffer
✔ permanente Zusatzkosten pro Auftrag

Nach Überschreitung zahlst du pro Order extra – bis runter auf 0,03 € bei sehr hohen Volumen.

Ergebnis: Je erfolgreicher du wirst, desto mehr kassiert JTL dauerhaft mit.


Versand wird „integriert“ – und damit kontrolliert

Neues JTL-Shipping:

  • Zentrale Versand- & Trackingplattform direkt in JTL
  • Für Start-Kunden künftig kein eigener Versandvertrag mehr
  • Labels kommen über JTL-Konditionen

Heißt: Du wirst in die Plattform gedrückt. Kleine Händler profitieren vielleicht minimal. Alle mit guten DHL/DPD-Verträgen verlieren Flexibilität.


Kostenlos bleibt Start – aber kastriert

JTL Start bleibt gratis – aber nur auf dem Papier:

  • keine lokalen Shop-Connectoren mehr (WooCommerce, Prestashop etc.)
  • keine erweiterten Shipping-Funktionen
  • App-Nutzung entfällt
  • viele Funktionen wandern in Advanced

Fazit: Start wird zur Demo-Version.


Packtisch+ wird limitiert

Advanced: max. 3 Nutzer
Pro: max. 7 Nutzer

Mehr? → Enterprise oder Sonderlösung.

Auch hier: Skalierung kostet.


Ninepoint-Connectoren jetzt „inklusive“ – aber über Auftragskosten bezahlt

Marktplätze wie: Autodoc, Bauhaus, bol.com, Carrefour, Check24, OBI, TikTok Shop, XXXLutz u.v.m. sind künftig ohne Extragebühr integriert – aber:

Du zahlst über die Auftragspakete.

Also nicht kostenlos, sondern transaktionsbasiert.


Jahresverträge: Rabatt gegen Knebelung

Neu:

✔ optionaler Jahresvertrag
✔ Preis bleibt 12 Monate stabil
❌ Downgrade erst nach Laufzeitende (!!)
❌ Upgrade startet neue 12 Monate

Klassisches SaaS-Sklaven-Bindungsmodell.


JTLs offizielle Begründung (übersetzt aus Marketingdeutsch)

„Gestiegene Kosten, mehr Features, transparente Struktur.“

Übersetzung: Wir haben gemerkt, dass wir mehr verdienen können – und quetschen euch jetzt aus wie eine Zitrone.


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