Da waschen sich die großen Marktplätze ja schön ihr Gewissen rein. Passend zur Weihnachtszeit wird hier und da medienwirksam etwas gespendet und schon leuchten die Lichter in Dreilinden und München etwas heller. Man zeigt ein wenig soziale und gesellschaftliche Verantwortung, lässt drüber schreiben und schon hat man seinen Pflichtteil überobligatorisch erfüllt. Ja, falscher kann das karitative Bemühen nicht beschrieben werden!

Die Bedürftigen im Fokus

Die Gründe, warum ihr spendet, interessieren die Bedürftigen nicht. Sie sind dankbar, denn sie sind bedürftig und wollen sich daher nicht den – falschen – Luxus leisten, über die Motivation der Spender zu urteilen. Diesen leisten sich diejenigen, die voller Missgunst und Unzufriedenheit mit sich selbst und den eigenen Umständen durch ihr Leben laufen.

Die Initiativen der großen Zwei

Da gibt es die eBay Charity Auktionen, Amazon Smile und natürlich die vielen kleinen und größeren Events.

Amazon spendet an die Tafeln, eBay an die Bahnhofsmission. Hier die aktuelle Pressemitteilung:

Dreilinden/Berlin, 2. Dezember 2019 – Bis zum 15. Dezember unterstützt eBay die Bahnhofsmissionen mit einer Kampagne zum Thema „Wärme spenden“: Für jedes verkaufte Aktionsprodukt, das Wärme spendet – beispielsweise Decken, Schals und Handschuhe –, spendet eBay wiederum 1 Euro an die Bahnhofsmissionen. 100 Prozent der Spendenerlöse gehen an die Hilfsorganisation. 

Jeden Freitag helfen eBay-Mitarbeiter ehrenamtlich in der Bahnhofsmission Berlin – Zoologischer Garten beim Einlass, der Essensausgabe oder beim Spüldienst. Um auch darüber hinaus zu helfen und sich nicht nur gegen die witterungsbedingte, sondern auch gegen die soziale Kälte in der Gesellschaft einzusetzen, startet eBay jetzt die Aktion „Wärme spenden“ zugunsten der Bahnhofsmissionen in ganz Deutschland.

Bereits seit 125 Jahren sind die Bahnhofsmissionen bei akuten Nöten und existenziellen Notlagen für ihre Gäste einfach da. Hier erhalten hilfsbedürftige Menschen, was sie dringend brauchen: Nahrung, Kleidung, ein offenes Ohr oder einen guten Rat. Zwei Millionen Gästen helfen die Einrichtungen unter dem Motto „Nächste Hilfe“ bundesweit jährlich. 42 Prozent der Gäste der Bahnhofsmissionen sind erwerbslos, 56 Prozent von Armut betroffen und leben von weniger als 500 Euro im Monat. 26 Prozent der Gäste geben an, keinen festen Wohnsitz zu haben. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern sind es sogar 36 Prozent – also mehr als jede/r Dritte –, die die Unterstützung der Bahnhofsmissionen in Anspruch nehmen.*

* Quelle: NutzerInnenbefragung der Bahnhofsmissionen von 2017

Über die Bahnhofsmissionen

Die Bahnhofsmissionen sind mit rund 2.400 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden zentrale Knotenpunkte des sozialen Netzes in den Städten und an den Bahnhöfen. Sie helfen jedem – sofort, gratis und ohne Anmeldung oder Voraussetzungen, häufig dann, wenn andere Hilfe nicht erreichbar ist. Das tun sie seit inzwischen 125 Jahren und an derzeit mehr als hundert Orten in Deutschland. Die Bahnhofsmissionen sind Einrichtungen der Evangelischen und der Katholischen Kirche. Ihre Arbeit lebt von dem Engagement der Festangestellten und der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. In zunehmendem Maß.

Aber auch die Dienstleister und Händler können etwas

Sicherlich erinnert ihr euch an die großartige AMZcare! Was für eine fantastische Leistung von Patrick Kriebel und seinen Unterstützern. Es war mir eine unwahrscheinliche Ehre, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen. 60.000€ kamen zusammen. Oder erinnert ihr euch an Mohamed Ali Oukassis Spendenaufruf für krebskranke Kinder? Hier konnten über 10.000€ eingesammelt werden.

Am Ende bleibt nur eins …

Und zwar danke zu sagen. Für euer Engagement, danke aber auch für eure Inspiration und vor allem auch danke, dass ihr uns so tolle Plattformen wie innatura vorgestellt habt.

Innatura ist eine Spendenvermittlungsplattform. Ihr habt Ware, die ihr spenden wollt. Innatura kennt den Bedürftigen oder die Organisationen, die sich über eure Spende freuen.

Und das Learning?

Spenden bedeutet nicht immer, dass ihr viel finanziellen Aufwand erbringen müsst. Die Tafeln freuen sich auch, wenn ihr einmal mit euren Mitarbeitern ein kleines Projekt durchzieht, z. B. das Anstreichen eines Raums. Wie viel Ware entsorgt ihr? Nicht viel, das ist klar, jedoch kann auch diese wenige Ware andere Menschen glücklich machen.

So mache ich es

Wer mit mir schon einmal unterwegs war, der weiß, dass ich jedem Bedürftigen auf der Straße Geld gebe. Mittlerweile nehme ich geplant aus meinem Kleingeldvorrat im Auto eine Handvoll Münzen mit, um sie dem nächsten Bedürftigen in die Hand zu geben.

Recap AMZcare 2019 – Das war die erste Amazon Charity-Konferenz
AMZcare 2019

Am Flughafen: Dort sehe ich oft Pfandsammler. Bevor ich mein Kleingeld nun bei der Security aufs Band lege, gebe ich es meistens den Pfandsammlern.

Im täglichen Allerlei begegnen mir oft – gerade auf Facebook – Spendenaufrufe. Diese sind äußerst bequem zu bedienen. In weniger als einer Minute könnt ihr so 1, 2, 5, oder 10 € spenden. Ich finde das fantastisch!

Und ihr so?

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, auf eurer Seite eine Landingpage zu bauen?

Dort könnt ihr ein Projekt, für das ihr euch engagieren möchtet, vorstellen, und zum Spenden nutzt ihr den PayPal-Donate-Button. Nur eine Idee.

(Bild: Shutterstock)