„Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sieht anders aus“, beschreibt ein Händler die Partnerschaft mit der The Platform Group (TPG) Tochter schuhe24.de gegenüber einem Branchenblatt.

Mehrere Händler berichten derzeit über erhebliche Probleme mit Auszahlungen durch die Plattform Schuhe24, einer Beteiligung von The Platform Group (TPG) von Dr. Dominik Benner. Dem Branchenmagazin Schuhkurier zufolge warten einige Händler seit Monaten auf Gelder aus Verkäufen über den Marktplatz. Schuhe24 gehört zur Düsseldorfer Plattformgruppe The Platform Group, die verschiedene spezialisierte Online-Marktplätze betreibt, unter anderem auch hood.de.

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Händler berichten von monatelangen Verzögerungen

Wie mehrere Händler gegenüber dem Branchenmagazin Schuhkurier schildern, sollen Auszahlungen teilweise seit August 2025 ausbleiben. Die Betroffenen stammen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und wollten anonym bleiben.

Eine Händlerin berichtet demnach, dass sie ihre Zusammenarbeit mit Schuhe24 inzwischen beendet habe, nachdem mehrfach Zahlungen ausgeblieben seien. In einem Fall habe sie über vier Monate auf einen vierstelligen Betrag warten müssen. Erst nachdem sie rechtliche Schritte angedroht habe, sei das Geld schließlich in Raten ausgezahlt worden.

Nach einer Phase regulärer Abrechnungen seien später erneut Gelder offen geblieben. Auf Anrufe habe sie teilweise keine Rückmeldung mehr erhalten. Ein Mitarbeiter habe ihr schließlich geraten, sich an einen Anwalt zu wenden, da er selbst keine Lösung mehr herbeiführen könne.

Fünfstellige Beträge offen

Ein anderer Händler berichtet, dass verspätete Zahlungen bei Schuhe24 für ihn nichts Neues gewesen seien. In der Vergangenheit habe er Geld zwar häufig verspätet, aber letztlich immer erhalten.

Dieses Mal sei die Situation jedoch anders: Seit August 2025 habe er keine Auszahlung mehr erhalten, obwohl weiterhin Abrechnungen erstellt würden. Nach seinen Angaben steht inzwischen ein fünfstelliger Betrag aus.

Ein Teil der Forderung sei bereits anwaltlich geltend gemacht worden. Nach Aussage des Händlers habe The Platform Group dem Anspruch jedoch widersprochen. Eine offizielle Stellungnahme habe er bislang nicht erhalten.

Klagen und Mahnverfahren

Ein weiterer Händler schildert eine ähnliche Entwicklung. In seinem Fall habe die Zusammenarbeit zunächst problemlos funktioniert – zumindest während einer sechsmonatigen Testphase.

Nachdem sich diese in einen Zwei-Jahres-Vertrag umgewandelt habe, hätten die Schwierigkeiten begonnen. Der Händler habe bereits zweimal klagen müssen, um offene Forderungen einzutreiben.

Während nach der ersten Klage eine Auszahlung erfolgt sei, stehe nach der zweiten Klage weiterhin eine niedrige fünfstellige Summe aus. Der Händler habe inzwischen von einem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und warte weiterhin auf die Zahlung.

Händler sprechen von Vertrauensverlust

Auch ein weiterer Händler berichtet gegenüber Schuhkurier, seit Monaten auf eine Auszahlung im vierstelligen Bereich zu warten. Verzögerungen bei Zahlungen seien zwar bereits früher vorgekommen, doch in diesem Fall sei über längere Zeit überhaupt keine Zahlung erfolgt.

Nachdem mehrere Kontaktversuche ohne Antwort geblieben seien, habe er ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet und schließlich Klage eingereicht. Der Händler formuliert seine Kritik deutlich:

„Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sieht anders aus. Wir haben es hier mit einer krassen Form des Vertragsbruchs zu tun.“

Stellungnahme blieb aus

Das Branchenmagazin Schuhkurier hat nach eigenen Angaben Fragen zu den geschilderten Fällen an Schuhe24 gerichtet. Konkrete Antworten auf die einzelnen Vorwürfe lagen bis zum Redaktionsschluss jedoch nicht vor.

Stattdessen habe das Unternehmen vorgeschlagen, dass sich betroffene Händler direkt melden sollen, um mögliche Probleme individuell zu klären.

Sensibles Thema bei The Platform Group und Schuhe24

Der Fall zeigt ein grundlegendes Risiko im E-Commerce: Händler liefern Ware und generieren Umsätze über einen kleinen Marktplatz, während die Plattform die Zahlungsabwicklung übernimmt.

Kommt es dabei zu Verzögerungen, kann dies für Händler zu einem Liquiditätsproblem werden – insbesondere wenn größere Summen über längere Zeit nicht ausgezahlt werden.

Ob es sich bei den aktuellen Berichten um Einzelfälle handelt oder um ein strukturelles Problem, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen.


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