Das ifo Institut meldet für Februar 2026 eine Aufhellung der wirtschaftlichen Stimmung in Deutschland. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg von 87,6 Punkten im Januar auf 88,6 Punkte. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate verbesserten sich. Nach Einschätzung der Konjunkturforscher zeigt die deutsche Wirtschaft damit erste Anzeichen einer Belebung. Nur der Onlinehandel tut sich noch schwer und schwächelt weiterhin.
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Geschäftsklima steigt – Lage und Erwartungen im Plus
Der ifo Geschäftsklimaindex basiert auf rund 9.000 monatlichen Unternehmensbefragungen aus Industrie, Dienstleistungen, Handel und Bauwirtschaft. Die Unternehmen bewerten dabei sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Im Februar fiel die Entwicklung in beiden Komponenten positiv aus:
- Geschäftslage: Anstieg auf 86,7 Punkte
- Erwartungen: Anstieg auf 90,5 Punkte
Damit setzt sich der leichte Aufwärtstrend fort, nachdem der Index zum Jahreswechsel auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau verharrt hatte.
Verarbeitendes Gewerbe: Bessere Lage, vorsichtigere Erwartungen
In der Industrie verbesserte sich das Geschäftsklima erneut. Treiber waren vor allem deutlich positivere Bewertungen der aktuellen Lage. Die Auftragslage entwickelte sich günstiger, und viele Unternehmen korrigierten ihre Produktionspläne nach oben.
Gleichzeitig trübten sich die Erwartungen leicht ein. Das deutet darauf hin, dass die Unternehmen zwar kurzfristig von stabileren Geschäften profitieren, mit Blick auf die kommenden Monate aber weiterhin vorsichtig bleiben.
Dienstleistungssektor mit spürbarer Aufhellung
Im Dienstleistungsbereich verbesserte sich das Geschäftsklima deutlich. Sowohl die laufenden Geschäfte als auch die Erwartungen wurden positiver eingeschätzt.
Auffällig war der Anstieg in der Logistikbranche. Hier legte der Geschäftsklimaindikator spürbar zu, was auf eine zunehmende Belebung der Warenströme und eine stabilere Nachfrage hindeutet.
Handel bleibt verhalten – Einzelhandel unter Druck
Im Handel zeigte sich ein differenziertes Bild. Insgesamt gab der Index leicht nach:
- Die aktuelle Lage wurde etwas schlechter bewertet
- Der Ausblick auf die kommenden Monate hellte sich geringfügig auf
Während es im Großhandel leichte Aufwärtstendenzen gab, trübte sich die Stimmung im Einzelhandel merklich ein. Das deutet darauf hin, dass der Konsum weiterhin unter Druck steht – trotz erster wirtschaftlicher Erholungssignale in anderen Bereichen.
Bauhauptgewerbe setzt Erholung fort
Im Bau setzte sich die schrittweise Erholung fort. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen verbesserten sich.
Allerdings verläuft der Abbau der schwachen Auftragslage weiterhin nur langsam. Die Branche stabilisiert sich, befindet sich aber noch nicht in einer klaren Wachstumsphase.
Zaghafte Erholung mit Unterschieden
Die aktuellen ifo-Zahlen zeigen eine vorsichtige Stimmungswende in der deutschen Wirtschaft. Vor allem Industrie und Dienstleistungen senden positive Signale, während der Handel – insbesondere der Einzelhandel – weiterhin schwächelt. Das bedeutet auch, dass der Onlinehandel immer noch etwas schwach auf der Brust ist.
Für den E-Commerce und die Logistikbranche ist die Entwicklung im Dienstleistungssektor relevant. Die verbesserte Stimmung dort deutet auf zunehmende Aktivität in Lieferketten und Warenbewegungen hin, auch wenn der private Konsum noch keine Dynamik entfaltet.
Insgesamt bleibt das Niveau des Geschäftsklimas trotz des Anstiegs niedrig.





