Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im März 2026 auf 86,4 Punkte gefallen – nach 88,4 Punkten im Februar. Haupttreiber ist ein starker Einbruch bei den Erwartungen. Die aktuelle Geschäftslage blieb hingegen stabil. Das ifo Institut sieht den Iran-Krieg als entscheidenden Belastungsfaktor.

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Stimmung dreht – Iran-Konflikt als Auslöser

Die Erwartungen der deutschen Unternehmen sind von 90,2 auf 86,0 Punkte gesunken – der stärkste monatliche Rückgang seit mehr als drei Jahren. Auslöser ist die Eskalation am Persischen Golf: Der Krieg im Iran hat die Energiepreise nach oben getrieben. Energieintensive Industrien sind laut ifo besonders stark betroffen. „Die Unsicherheit unter den Unternehmen hat spürbar zugenommen“, sagte ifo-Präsident Clemens Fuest.

Die aktuelle Lage wird von den befragten Unternehmen dagegen unverändert bewertet – der Wert blieb bei 86,7 Punkten. Die Schere zwischen Lage und Erwartungen ist ein bekanntes Muster, das in der Vergangenheit oft auf eine sich verschlechternde Konjunktur hindeutete.

Handel: Inflationssorgen belasten Groß- und Einzelhandel

Im Handel ist der ifo-Index ebenfalls gesunken. Ursache sind pessimistischere Erwartungen. Inflationssorgen der Verbraucher trüben die Aussichten sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel ein. Die laufenden Geschäfte wurden von Händlern allerdings etwas besser bewertet als im Vormonat.

Wenn Konsumenten zunehmend sparsamer werden, drückt das auf die Nachfrage – gerade in nicht-preissensiblen Segmenten. Online-Händler sollten die Konsumentenstimmung weiter im Blick behalten.

Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen unter Druck

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der ifo-Index nach zwei Anstiegen in Folge wieder gesunken. Die Erwartungen haben sich merklich eingetrübt, und auch die aktuelle Lage wird schlechter bewertet. Energieintensive Branchen tragen die Hauptlast.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima ebenfalls verschlechtert. Die aktuelle Lage wurde leicht besser eingeschätzt – die Erwartungen sind jedoch regelrecht eingebrochen.

Bauhauptgewerbe: stärkster Erwartungsrückgang seit vier Jahren

Das Bauhauptgewerbe verzeichnete im März den stärksten Rückgang bei den Erwartungen seit März 2022. Die aktuelle Lage wurde hingegen positiver beurteilt als im Vormonat.

Aufschwung vorerst abgesagt

Der ifo-Geschäftsklimaindex basiert auf rund 9.000 monatlichen Unternehmensmeldungen aus Verarbeitendem Gewerbe, Dienstleistungen, Handel und Bauhauptgewerbe. Die vollständige Pressemitteilung ist auf der Website des ifo Instituts verfügbar.

Die Hoffnung auf einen konjunkturellen Aufschwung ist vorerst gescheitert. Ob die Erwartungen sich in den Folgemonaten wieder erholen, hängt maßgeblich davon ab, wie sich der Iran-Konflikt entwickelt – und ob die Straße von Hormus für den Energietransport wieder passierbar wird.

Reagiert auf die Signale und steckt bitte nicht den Kopf in den Sand

Der Einbruch beim ifo-Index ist eine Warnung: 2026 wird für den Handel spürbar härter, ein Rückgang der Konsumnachfrage ist sehr wahrscheinlich. Entscheidend ist jetzt aber nicht Panik, sondern Anpassung. Viele Händler schöpfen ihr Potenzial in der EU noch längst nicht aus – entweder sind sie gar nicht auf relevanten Marktplätzen präsent oder ihre Listings und Services sind schwach umgesetzt. Hier liegt die Chance: Wer schnell skaliert, saubere Listings aufsetzt und gezielt in wachstumsstärkere EU-Märkte expandiert, kann Nachfrageverschiebungen aktiv nutzen. Auch neue Accounts auf Plattformen wie eBay können helfen, Bewertungsprobleme in einzelnen Ländern zu umgehen. Kurz: Der Markt wird schwieriger – aber für agile Händler nicht kleiner, sondern nur anders verteilt.

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