Händler waren schon immer auf der Suche nach günstigen Einkaufsquellen und gut verkäufliche Ware. Schade, dass bei vielen der Begriff Restposten negativ besetzt, da mit Ramsch assoziiert, ist. Dabei handelt es häufig um Qualitätsware, die aus guten Gründen abverkauft werden muss. Unser kostenloses Webinar wird Online-Händlern sehr praxisnah aufzeigen, wie man lukrative Restposten sourcen und so, mit Aktionsware, hohe Margen erzielen kann.

Attraktive Einkaufskonditionen, Aktionswaren und Randsortimente werden für Händler immer wichtiger. Gerade Online- und Marktplatz-Händler suchen daher attraktive Waren, die sich schnell abverkaufen lassen und Marge bieten – Restposten sind hier vielfach interessante Margenbringer, die der Wettbewerb nicht kopieren kann.

Die Warenqualität ist dabei der entscheidende Faktor zur Bewertung der preislichen Attraktivität eines Restpostens bzw. eines Produktangebotes. Nachfolgend stellen wir die häufigsten Handelsumstände vor, bei denen Restposten entstehen, die dann nicht mehr regulär angeboten werden. Denn merke, Restposten hat nichts mit Ramsch und Ladenhüter zu tun.

Restposten aus saisonalen Überhängen, vor allem dem Bereich Fashion, Accessoires & Mode

Eine der bekanntesten Gründe für die Entstehung von Restposten ist der saisonale Sortimentsüberhang, wie er im Handel und den Markenartikelherstellern z.B. der Fashion-Welt entsteht. Hier werden saisonale Handelsthemen abgebildet und der Händler bzw. Markenhersteller steht vor der Realität, dass z.B. Weihnachtskugeln im Januar und Bademode im November sehr schlecht laufen und lieber die neue Farbe x oder das neue Modell y in den Handel soll, alte Ware aber noch da ist.

MHD Gefährdung/Verpackungsschaden/Fehlgrammatur Lebensmittelgroßhandel und Industrie

Diese Art von Restposten werden sehr oft zu unverschämt günstigen Preisen angeboten, insbesondere bei gekühlter oder TK-Ware (tiefgekühlte Lebensmittel). Sie sollten als Händler aber schon vorher wissen, was und wie sie diese Ware schnell verkaufen können. Im B2C Onlinehandel sind viele Lebensmittel und vor allem kurze MHD kaum anzubieten.

Technischer Wandel – Modellwechsel – gesetzliche Vorschriften

Diese Art von Restposten werden in der Regel nur von der Industrie, von Importeuren und großen Großhändlern angeboten. Regelmäßig werden die gesetzlichen Anforderungen an den Energieverbrauch/die Energieeffizienz vieler Produkte strenger, weshalb vor allem in der EU einige Lagerbestände noch vor bestimmten Stichtagen abverkauft werden müssen.


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 Falschproduktion/Fehlcharge

Diese Art der Restposten werden nicht selten als die „Pralinen“ des Restpostenhandels bezeichnet. Solche Restposten kommen vorwiegend als Großposten bei Importeuren und der Industrie vor. Diese Posten sind deshalb so beliebt, da es sich zwar für den Auftraggeber um eine Fehlproduktion handelt, aber der fremde Dritte in den meisten Fällen keinen Fehler feststellen kann. Ein solcher Restposten entsteht beispielsweise wenn im Katalog ist eine grüne Vase abgebildet, produziert wurde aber „aus Versehen“ ein blaue. Bei diesen RESTPOSTEN handelt es sich in den meisten Fällen um absolut fehlerfreie 1A Ware und der Kunde, der nicht weiß, dass die Vase eigentlich grün sein sollte, wird die Ware gar nicht als Restposten identifizieren.

 Nicht abgenommene Bestellungen / Auftragsstorno

Dieser Fall kommt auch vorwiegend bei der Industrie, Importeuren und Großhandel vor. Das Schiff hat Verspätung, der Auftraggeber ist insolvent oder nicht mehr kreditwürdig, die Lieferung war nicht pünktlich. Viele dieser Typ Restposten teilt sich viele Faktoren mit den gerade behandelten „Fehlproduktion/Fehlcharge“, da diese Waren sehr häufig auftragsbezogen Produziert werden.

 Aktionsüberhänge des Handels – Discounter und Einzelhandelsware/Anbieterwechsel im Handel

Die Überhänge aus dem Aktionsgeschäft der Discounter und Filialisten, sowie die Ausräumungen der Regalmeter des Herstellers „A“ in einem stationären Filialunternehmen, damit der Anbieter „B“ seine Ware einräumen kann, gehören zu den hauptsächlichen Quellen für Restposten. Täglich finden neue Aktionsverkäufe oder Werbeaktionen statt, die selbst bei bester Disposition natürlich auch Überhänge hinterlassen. Aus diesen Bereichen kommen regelmäßig tausende Paletten Restposten zusammen, die sich natürlich auch bei Online-Händlern großer Beliebtheit erfreuen, da es in der Regel gute und aktuelle Produkte aus dem Mittelpreissegment oder dem Discountbereich mit hohen Abschlägen zu kaufen gibt.


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 Restposten aus Inventur- & Lagerbereinigungen

Dieser Vorgang wird in fast jedem Handelsbetrieb regelmäßig wiederkehrend durchgeführt. Besonders bei der Industrie, Importeuren und beim Großhandel werden zu regelmäßigen Zeitpunkten, in der Regel aber immer in der Vorbereitung oder Nachbereitung der Inventur die aktuellen Lagerbestände geprüft. Während dieses Vorgangs der Bestandsprüfung und Bestandsbereinigung wird gerne in den Betrieben „ausgemistet“ und Kleinmengen, die wieder aufgetaucht sind, Überbestände und kleinere Restbestände zusammengefasst, da die Bewertung als einzelne Inventurpositionen zu aufwändig und kostenintensiv ist. Die für den Abverkauf freigegebenen Bestände werden nicht selten in Mischpaletten zusammengefasst, die sehr häufig dann auch noch mit Kundenretouren und Halbfertigwaren angereichert werden.

 C-Ware, ungeprüfte Kundenretouren, Mischpaletten, Mixpaletten, B-Ware Mischangebote

Die Kundenretoure, die Mischpaletten und B-Waren sind die am häufigsten gehandelten Produkte. Mit steigendem Anteil des E-Commerce am Einzelhandelsumsatz nimmt die Zahl der angebotenen „gemeinen Retourpaletten“ kontinuierlich zu. In diesem Fall ist der zuvor beschriebene Sonderfall der Regelfall. Produkte werden zu Mischpaletten gepackt, in der Regel sortiert nach Kategorie wie z.B. Damen Textilien, Damen Schuhe, Haushaltswaren, Handy-Zubehör, Modeschmuck & Uhren usw. Diese Mischpaletten können unterschiedliche Produkte einer Warenqualität beinhalten, sehr oft werden jedoch tatsächlich „ungeprüfte Retouren“ angeboten, das heisst der Grund der Warenrücksendung wird vom Anbieter weder geprüft noch berücksichtigt.

 Insolvenzverwertung, Geschäftsauflösung, Versteigerung, Verwertung von Waren aus dem Vermieter Pfandrecht, Verwertung aus Pfandrechten oder Sicherungsrechten von Banken, Verwertung von Versicherungsschäden (Havarien – LKW umgefallen, Wasserschaden im Container)

Der „wirkliche“ und „echte“ Handel mit Havarien, Restposten und Sonderposten. Nur für echte Handelsprofis mit viel Erfahrung und ausreichend flüssigem Kapital geeignet, da hier nur gegen sofortige Zahlung und wie gesehen und ohne jede Gewährleistung verkauft wird – bzw. klar ist, dass gegen den Verkäufer keine Rechte aus einer mangelhaften Lieferung geltend gemacht werden können. Rückgriff auf der Hersteller von Waren fällt regelmäßig auch aus, wenn der betreffende Hersteller oder Importeur gerade vom Insolvenzverwalter verwertet wird.

Mit Restposten bzw. Verwertungen dieser Art lassen sich die größten Gewinne erzielen, aber natürlich können Händler auch einen Totalverlust einkaufen, der sogar noch teuer entsorgt werden muss.


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Bildquelle: mspoint @ bigstockphoto