Wer von euch nutzt schon TikTok? Eure Kinder tun es.  Mit fast einer Milliarde monatlich aktiven Nutzern ist die Kurzvideo Plattform ein echtes Brett. Aber es gehen Gefahren von ihr aus. Etliche Berichte finden sich im Netz die von TikTok-Fraud oder BelĂ€stigungen berichten. Das Unternehmen, welches die Plattform betreibt stand schon öfters in der Kritik, dass gefĂ€hrdende Inhalte ausgespielt werden. Erst kĂŒrzlich wurden deshalb die Nutzungsbedingungen angepasst. Nun geht der Betreiber noch einen Schritt weiter und fĂŒhrt den >Begleitete Modus< ein.

Begleitete Modus

TikTok, die fĂŒhrende Plattform fĂŒr mobile Kurzvideos, hat heute den Begleitenden Modus in Europa eingefĂŒhrt. Mit diesem In-App-Feature können Eltern ihren Kindern helfen, in einer sicheren Umgebung kreative Inhalte zu erstellen, zu teilen und mit der Community zu interagieren. Nach dem Download der TikTok-App und dem Aktivieren des Begleiteten Modus stellen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die Bildschirmzeit, Kontaktmöglichkeiten und Filterung des „For You“-Feeds ein. Aus DatenschutzgrĂŒnden erhalten Eltern nur Zugriff auf die aufgefĂŒhrten Funktionen. Sie können nicht einsehen, welche Inhalte Teenager ansehen oder welche Nachrichten und Kommentare sie erhalten und senden.

TikTok muss sowohl auf dem Smartphone der Jugendlichen als auch dem der Eltern installiert sein. Der Begleitete Modus findet sich in den „Digital Wellbeing“-Einstellungen unter „PrivatsphĂ€re und Einstellungen“. Mit dem GerĂ€t des Nachwuchs wird ein QR-Code eingescannt, der auf dem Smartphone der Eltern angezeigt wird. Sie willigen damit ein, dass ihre Eltern die Nutzung nachverfolgen dĂŒrfen.

  • Nutzungszeit festlegen: Eltern legen gemeinsam mit ihren Kinder eine Nutzungszeit von 40, 60, 90 oder 120 Minuten pro Tag fest. Wenn die Zeit aufgebraucht ist, muss ein Passwort eingegeben werden, um TikTok weiter zu nutzen.
  • Kontaktmöglichkeiten festlegen: Hier wird festgelegt, wer den Kindern private Nachrichten senden darf: Jeder oder nur Freunde. Wer das gar nicht möchte, kann den Erhalt von Privatnachrichten auch deaktivieren.
  • EingeschrĂ€nkter Modus: Im eingeschrĂ€nkten Modus werden bestimmt Inhalte, die fĂŒr Erwachsene bestimmt sind, herausgefiltert – so werden nur altersgerechte Videos angezeigt.

TikTok wird die EinfĂŒhrung des Begleiteten Modus in der App mit einer Hashtag Challenge unter dem Motto #DigitalWellbeing begleiten. Bekannte Creator werden die Funktion mit kurzen Videos erklĂ€ren. Die Challenge ist auf der „Discovery“-Seite zu finden.

Screen Time-Management im Feed

Im April 2019 hatte TikTok eine Funktion eingefĂŒhrt, mit Hilfe derer Nutzer*innen technisch ihre tĂ€gliche Bildschirmzeit auf maximal zwei Stunden begrenzen können. Um diese Selbstkontrolle weiter zu unterstĂŒtzen, hat sich das Unternehmen mit beliebten Creator zusammengetan, die in einzigartigen Videos dazu ermuntern, sich nach einer gewissen Nutzungsdauer eine Auszeit von der App zu nehmen. Die Videos tauchen automatisch nach 60 Minuten im Feed auf und sind gesammelt im Account @tiktoktips zu finden.

Eine ErgÀnzung zu den bestehenden Sicherheits-Werkzeugen

In einer globalen Community, die durch KreativitĂ€t und Ausdruck gedeiht, ist es wichtig, dass Benutzer sich in dieser Gemeinschaft sicher und gut aufgehoben fĂŒhlen. Daran arbeitet TikTok fortlaufend, indem das Unternehmen folgende Einstellungen anbietet:

  • Nutzer*innen können kontrollieren, wer hochgeladene Inhalte sehen, ihnen folgen und Nachrichten senden kann, indem das Konto auf ‚privat‘ gestellt wird. Mit einem privaten Konto können Nutzer*innen Follower genehmigen oder ablehnen und hochgeladenen Inhalte sowie eingehenden Nachrichten auf Follower beschrĂ€nken.
  • Auch mit einem öffentlichen Konto können nur zugelassene Follower einem Benutzer eine Nachricht senden.
  • GeschĂŒtzter Modus: Über diese optionale Kontoeinstellung können Nutzer*innen Inhalte einschrĂ€nken, die nicht fĂŒr alle Zielgruppen geeignet sind. Die Funktion wird ĂŒber ein Passwort aktiviert, das 30 Tage lang gĂŒltig ist. Das ermöglicht Nutzer*innen die Kontrolle ĂŒber die Inhalten.
  • Bildschirm-Zeitmanagement: TikTok unterstĂŒtzt seine Nutzer*inne dabei, optional die Nutzungszeit auf tĂ€glich maximal zwei Stunden zu begrenzen.
Weitere Initiativen fĂŒr einen souverĂ€nen Umgang mit digitalen Inhalten

TikTok hat kĂŒrzlich zusammen mit populĂ€ren Creatoren eine Video-Reihe im Rahmen seiner fortlaufenden Initiativen fĂŒr eine sichere Umgebung in der App veröffentlicht. Damit will TikTok seine Nutzer dafĂŒr sensibilisieren, im digitalen Alltag bewusst darĂŒber zu entscheiden, wo sie sich bewegen und mit wem sie interagieren. Links zu den einzelnen Videos finden Sie in unserem Blog-Post.

TikTok hat außerdem einen Leitfaden fĂŒr Eltern und Jugendliche zur Navigation digitaler Medien veröffentlicht, der zum kostenlosen Download zur VerfĂŒgung steht und laufend aktualisiert wird. (Quelle: Pressemitteilung TikTok)

FĂŒr euch als HĂ€ndler wichtig

Mittlerweile lassen sich auch Werbekampagnen ĂŒber die Plattform schalten. Jedoch ist das noch nicht einmal unbedingt nötig. Wer in der Lage ist smarten Content an die Zielgruppe auszuspielen, der darf sich ungeahnter Reichweite erfreuen. Hier das Beispiel von >Herr Anwalt<. Etwas böszĂŒngig Titelte ich vergangenes Jahr >Verdammt frĂŒh an der Zielgruppe<.

Mit mittlerweile ĂŒber 580.000 Followern zeigt es das Potential der Plattform. Im Dezember 2019 waren es ĂŒbrigens >nur< 136.000 Folger. Sein Kanal ist aber auch ein großartiges Beispiel wie Inhalte prĂ€sentiert werden können.