Von Erik Meierhoff | diconium. Im Zusammenhang mit #staythefuckhome wird der Online Handel immer wichtiger. Die Frage, wie das Online-Shopping-Erlebnis weiter verbessert werden kann, ist aktueller denn je. In dieser Zeit sollten Unternehmen nicht zögern, neue Wege zu erproben, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Hier kommt Contextual Commerce ins Spiel. Contextual Commerce ist mehr als nur ein Trend. Es ist ein möglicher Game Changer im digitalen Handel, bei dem der Einkaufswagen zum Kunden kommt. Contextual Commerce ermöglicht es Unternehmen, Kaufoptionen in den Alltag ihrer Kunden zu integrieren – außerhalb des herkömmlichen Geschäfts. Die gute Nachricht? Es lässt sich bereits jetzt ohne großen Aufwand schnell umsetzen.

Was ist Contextual Commerce?

Beim Contextual Commerce wird der Transaktionsort flexibilisiert, unabhängig von dem Online Shop des Verkäufers. Der Kaufimpuls, ob auf Inspirationsplattformen, sozialen Medien oder anderen Kanälen von Dritten, kann unmittelbar zum Checkout überführt werden. Der Nutzer muss dabei nicht sein Umfeld verlassen. Die klassische Customer Journey könnte sich mit Contextual Commerce also deutlich verkürzen.

 Unterschiedliche Inhaltsformate können über verschiedene Plattformen veröffentlicht werden, aber alle kontextbezogenen Handelsinitiativen haben drei Merkmale gemeinsam:

  1. Der Benutzer befindet sich in der Inspirations- und Awareness-Phase.
  2. Der Kontext des Kunden triggert den passenden Produktpool
  3. Der Inhalt ist shoppable.

Wie passt Social Commerce dazu?

Social Commerce ist dank Instagram, Facebook & Co. auch in Deutschland in aller Munde und ist ein Teil von Contextual Commerce. Wie man oben sehen konnte, beschränkt sich diese neue Art des Online Shoppings nicht nur auf die Sozialen Medien, sondern kann auch Nachrichtenseiten und sonstige Content-Portale zu Einkaufsorten machen.
So gibt eBay z.B. mit seiner „Buy API“ theoretisch jedem Affiliate-Partner die Möglichkeit, das eBay Inventar in seiner Umgebung direkt zu verkaufen – auch für nicht-eBay Mitglieder bzw. ohne einen eBay Log-In!

Was sind die Potenziale für Online-Händler?

Wenn Kunden überall und jederzeit erreicht werden, entstehen neue Vertriebskanäle. Social-Media-Kanäle bergen ein großes Potenzial, da die Besuchsfrequenz hoch ist. Der Pionier Facebook hat vor Jahren den Buy-Button eingeführt. Der Nutzer kann den Kauf direkt auf der Plattform tätigen und danach weiter surfen. Instagram führte „Shoppable Stories“ ein und fügte damit die Dringlichkeit hinzu, die beworbenen Produkte zu kaufen. Diese neuen Verkaufskanäle können neue Kundengruppen erschließen. Ein weiterer Bereich mit großem Potenzial ist der User Generated Content (UGC). Viele Inhalte werden bereits erstellt – mit Contextual Commerce Funktionen können diese Inhalte shoppable werden. Damit geht Contextual Commerce über den Begriff des Social Shopping hinaus. Beispiele sind die eBay Buy API oder die Inspirations-App Combyne. Letzteres ermöglicht das Erstellen von Millionen von Looks durch Modebegeisterten, die dann einfach shoppable sind.

Aber es gibt nicht nur finanzielle Vorteile, wenn es um den Contextual Commerce geht. Durch die allgegenwärtige Sichtbarkeit der Produkte und die direkte Kundenansprache können Markenbekanntheit und Markentreue erhöht werden. Darüber hinaus liefern neue Kanäle auch neue Daten. Diese Daten können zur Weiterentwicklung des Sortiments und der Produkte genutzt werden. Inhalte und Kampagnen können effektiv gemessen werden, wodurch der Prozess der Inhaltserstellung und -auslieferung optimiert wird.

Jetzt mal Klartext – was kannst Du machen?

Es gibt Initiativen, die mit geringem Aufwand schnell umgesetzt werden können und dennoch einen sehr hohen Kundenmehrwert schaffen. In der gegenwärtigen Situation sollte das hohe Erfolgspotential dieser Initiativen genutzt werden. Im „DO IT“- Quadranten unseres WHITEPAPERS (Download Link am Ende des Artikels) haben wir Beispiele beschrieben, die sich dieser Eigenschaft zuordnen lassen. Beispiele sind Google Discovery Ads oder die interaktiven Werbevideos von Nike, die den Betrachter direkt in den Videofluss einbinden. Hier ist unsere Empfehlung: Potential nutzen und direkt umsetzen.

Wir haben viele weitere Beispiele mit langfristiger Planung („PLAN IT“) oder noch unklarem Kundenmehrwert („TEST IT“) in unserem Whitepaper (Download Link am Ende des Artikels) bewertet. Nutze bitte auch hierfür die „Corona Zeit“ und bewerte diese für Dich selber.  

Wie geht es weiter?

Die Transaktion rückt immer näher an den Kunden heran und verlangt von den Unternehmen, das Schlagwort „Kundenorientierung“ weiter zu forcieren. Nicht die eigene Organisation, nicht der eigene (Web-)Shop, sondern der Kunde steht im Mittelpunkt.

Es führt kein Weg an Contextual Commerce vorbei, und doch gibt es nicht nur einen Ansatz. In unserem Whitepaper haben wir 30 verschiedene Beispiele analysiert, um einen tiefen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten zur Umsetzung von Kontext-bezogenen Kampagnen zu erhalten. Von einfachen Links über integrierte Kauf-Buttons bis hin zu AR- und VR-Technologien.

Wenn Du Dich für weitere Informationen über Contextual Commerce interessierst, schau mal in das Whitepaper unter diesem Link