Google Ads, Amazon Advertising, Meta Ads – und künftig auch ChatGPT Ads? Für Onlinehändler könnte sich gerade ein weiterer interessanter Werbekanal entwickeln. Denn dort, wo Nutzer nach Produkten suchen, Angebote vergleichen und Kaufentscheidungen vorbereiten, ergeben sich zwangsläufig neue Möglichkeiten für Werbetreibende.

Bei ChatGPT ist die Ausgangslage allerdings eine andere als bei klassischen Suchmaschinen. Nutzer geben hier häufig nicht nur zwei oder drei Suchbegriffe ein, sondern beschreiben ziemlich genau, was sie eigentlich suchen. Statt „Laufschuhe Herren“ könnte eine Anfrage beispielsweise lauten: „Ich suche Laufschuhe für dreimal Training pro Woche, wiege 90 Kilogramm und laufe überwiegend auf Asphalt. Welche Schuhe eignen sich?“

Für Werbung ist dieser zusätzliche Kontext durchaus interessant.

ChatGPT wird zum digitalen Einkaufsberater

Die klassische Produktsuche beginnt längst nicht mehr zwangsläufig bei Google oder Amazon. Verbraucher nutzen KI-Systeme inzwischen auch, um sich vor einem Kauf zu informieren. Sie lassen Produkte vergleichen, fragen nach Vor- und Nachteilen, suchen Alternativen oder schildern ein konkretes Problem und erwarten eine passende Produktempfehlung.

ChatGPT übernimmt damit zunehmend eine Rolle, die bislang Suchmaschinen, Vergleichsportale, Ratgeberseiten und teilweise auch die Beratung im stationären Handel übernommen haben. Für Händler stellt sich deshalb eine neue Frage: Wie erreicht man potenzielle Kunden, wenn ein Teil der Recherche und Kaufentscheidung direkt innerhalb einer KI stattfindet? ChatGPT Ads könnten darauf eine Antwort liefern. Besonders spannend ist dabei, dass die Werbung nicht nur auf einem einzelnen Suchbegriff basieren muss. Innerhalb einer Unterhaltung liegen möglicherweise deutlich mehr Informationen darüber vor, was ein Nutzer tatsächlich möchte.

Was unterscheidet ChatGPT Ads von klassischen Suchanzeigen?

Nehmen wir Google Ads. Ein Händler bietet beispielsweise auf den Suchbegriff „Bürostuhl kaufen“. Dahinter kann sich allerdings vieles verbergen. Sucht der Nutzer einen günstigen Stuhl fürs gelegentliche Homeoffice? Ein ergonomisches Modell für acht Stunden tägliche Nutzung? Oder einen hochwertigen Bürostuhl für 1.000 Euro und mehr?

Im Dialog mit einer KI kann der Nutzer solche Anforderungen unmittelbar formulieren. Er kann erklären, dass er 1,90 Meter groß ist, täglich acht Stunden am Schreibtisch sitzt, maximal 500 Euro ausgeben möchte und Wert auf eine verstellbare Lordosenstütze legt.

Damit entsteht ein wesentlich konkreteres Bild der Kaufabsicht.

Sollte Werbung passend zu solchen Gesprächskontexten ausgespielt werden können, wäre das für Onlinehändler ein interessanter Unterschied zu vielen bisherigen Werbeformaten. Nicht allein das Keyword wäre entscheidend, sondern die Situation, in der sich der potenzielle Kunde gerade befindet.

Ein neuer Touchpoint statt Ersatz für Google und Amazon

Trotzdem wäre es verfrüht, ChatGPT Ads bereits als Ablösung etablierter Werbekanäle zu betrachten. Google, Amazon, Meta und andere Plattformen werden im E-Commerce weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Viel wahrscheinlicher ist, dass ein zusätzlicher Touchpoint innerhalb der Customer Journey entsteht. Ein Kunde entdeckt ein Produkt vielleicht zunächst auf Instagram, recherchiert anschließend mit ChatGPT verschiedene Lösungen, besucht danach einen Onlineshop und schließt dort den Kauf ab.

Damit wird gleichzeitig die Frage nach der richtigen Erfolgsmessung wichtiger. Wer nur den letzten Klick betrachtet, bildet eine solche Customer Journey nur unzureichend ab. Für Händler bedeutet das auch: Eine Anzeige allein macht noch keine funktionierende Strategie. Produktdaten, Landingpages, Tracking, Shop-Performance und Conversion-Optimierung bleiben entscheidend.

eBakery positioniert sich frühzeitig als ChatGPT Ads Agentur

Genau in dieser frühen Phase positioniert sich eBakery als ChatGPT Ads Agentur. Die E-Commerce-Agentur beschäftigt sich bereits mit den Möglichkeiten des neuen Werbekanals und möchte Händler dabei unterstützen, ChatGPT Ads in ihre bestehenden Marketingaktivitäten einzubinden.

Das ist insofern interessant, weil bei neuen Werbeformaten zunächst Erfahrungswerte fehlen. Was kostet ein qualifizierter Besucher? Welche Produkte funktionieren besonders gut? Welche Anzeigen führen tatsächlich zu Käufen? Wie unterscheiden sich die Ergebnisse von Google Ads oder Social Ads?

Viele dieser Fragen lassen sich nicht am Reißbrett beantworten. Daten entstehen erst, wenn Kampagnen tatsächlich getestet und anschließend ausgewertet werden.

eBakery setzt deshalb nicht nur bei der eigentlichen Anzeigenschaltung an. Das Leistungsspektrum umfasst strategische Beratung, Kampagnenkonzeption und Anzeigenerstellung ebenso wie Landingpage-Optimierung, Tracking und die laufende Optimierung der Kampagnen. Weitere Informationen zu diesem neuen Werbekanal und den angebotenen Leistungen finden Händler bei der ChatGPT Ads Agentur eBakery .

Früh anfangen heißt vor allem: Früh lernen

Ob ChatGPT Ads in einigen Jahren einen ähnlich hohen Stellenwert wie Google Ads erreichen werden, lässt sich heute kaum seriös vorhersagen. Für Onlinehändler dürfte es dennoch sinnvoll sein, die Entwicklung frühzeitig zu verfolgen.

Denn gerade am Anfang eines neuen Werbekanals geht es nicht ausschließlich um unmittelbaren Umsatz. Unternehmen sammeln Erfahrungen, lernen neue Anzeigenformate kennen und können herausfinden, welche Produkte und Zielgruppen überhaupt funktionieren.

Wer erst einsteigt, wenn sich ein neuer Kanal vollständig etabliert hat, findet dagegen meist bereits deutlich mehr Wettbewerb vor.

Die spannendere Entwicklung findet deshalb möglicherweise gar nicht bei den Anzeigen selbst statt. Entscheidend ist vielmehr, dass sich die Art der Produktsuche verändert. Kunden suchen nicht mehr ausschließlich nach Keywords, sondern führen Gespräche über ihre Bedürfnisse und lassen sich auf dieser Grundlage Produkte und Lösungen vorschlagen.

Google und Amazon werden dadurch nicht verschwinden. Aber ChatGPT könnte sich einen Platz daneben sichern – genau dort, wo ein Nutzer noch nicht gekauft hat, aber bereits ziemlich genau weiß, was er eigentlich haben möchte.

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