1990 entwickelten Stefan Klingberg und Andy Reiter – damals noch als Schüler – ihr erstes Hausaufgabenheft. Was als Projekt für die eigene Schule begann, ist heute ein Unternehmen mit rund 50 Mitarbeitenden, einem breiten Papeterie-Sortiment und einem Amazon-Geschäft von rund 10 Millionen Euro Bruttoumsatz pro Jahr. Dabei ist das Hausaufgabenheft längst nur noch ein Teil der Geschichte. Der Häfft-Verlag verkauft heute Kalender, Papeterie-Produkte und weitere Artikel über Amazon, den eigenen Onlineshop und ein breites Netz aus stationären Handels- und Drogeriepartnern.
Besonders spannend für Amazon Verkaufspartner: Andy & Stefan zeigen, wie sie Amazon als wichtigsten Einzelkanal in ein bewusst breit aufgestelltes Multichannel-Geschäft integrieren – und warum sie ihre Amazon Infrastruktur weitgehend selbst entwickelt haben.
„Amazon war bei uns eigentlich schon immer Chefsache.“
– Andy Reiter, Co-Geschäftsführer Häfft-Verlag GmbH
🎯 Darum lohnt sich diese Folge:
- Wie Häfft aus einem Hausaufgabenheft eine breite Papeterie-Marke entwickelt hat
- Wie das Unternehmen rund 1.100 Amazon SKUs mit eigener System- und API-Infrastruktur steuert
- Warum Amazon für den Häfft-Verlag zugleich Wachstumskanal und Sprungbrett in internationale Märkte ist
🏗️ So steuert Häfft 1.100 Amazon SKUs mit eigener Infrastruktur
Bei rund 1.100 SKUs wäre es kaum möglich, Produktdaten, Abverkäufe und Bestände manuell zu steuern. Der Häfft-Verlag hat deshalb über Jahre eine eigene Systemlandschaft entwickelt, die über die Amazon API unter anderem Titel, Bullet Points, Bilder und Attribute überträgt und gleichzeitig Verkaufsdaten zurück ins Unternehmen holt. Besonders wichtig ist die datenbasierte Bestandsplanung: Weil Kalender und Schulprodukte starken saisonalen Schwankungen unterliegen, müssen Verfügbarkeit und Lagerbestand kontinuierlich angepasst werden.
Deine Key Takeaways:
- Produktdaten bei großen Sortimenten möglichst automatisiert an Amazon übertragen
- Abverkaufsdaten direkt in die eigenen Systeme integrieren
- Saisonale Nachfrage in die Forecasts einbeziehen
- Out-of-Stock-Situationen vermeiden, ohne unnötig hohe Bestände aufzubauen
- Amazon Prozesse mit der eigenen Warenwirtschaft verzahnen
- Bei großen Sortimenten möglichst nah an den eigenen Datenströmen arbeiten
👬🏻 Andy & Stefan: Vom Schülerprojekt zur internationalen Papeterie-Marke
Stefan Klingberg und Andy Reiter kennen sich seit ihrer Schulzeit in München. 1990 entwickelten sie gemeinsam ein eigenes Hausaufgabenheft – zunächst als Alternative zum langweiligen Pflichtheft an ihrer Schule. Aus dem Schulprojekt entstand zunächst ein regionales Geschäft und später eine breit aufgestellte Papeterie-Marke. Heute vertreibt der Häfft-Verlag seine Produkte über Amazon, den eigenen E-Commerce-Kanal, Buch- und Schreibwarenhandel, Drogerieketten und weitere Handelspartner.
Die wichtigsten Facts:
- 1990: Entwicklung des ersten Häfft-Hausaufgabenhefts als Schüler
- Verbreitung zunächst über weitere Schulen in München, Bayern und Baden-Württemberg
- Aufbau des Unternehmens während des Studiums
- Ende der 1990er: Start von Online-Community und eigenem Onlineshop
- Nach der Dotcom-Krise: Konzentration auf das Kerngeschäft und Ausbau des E-Commerce
- Schrittweise Entwicklung eines Multichannel-Vertriebs über Schulen, Buchhandel, Schreibwarenhandel, Großhandel und Drogerieketten
- Ausbau des Sortiments um Kalender und umfangreiche Papeterie-Produkte
- Heute rund 50 Mitarbeitende und ca. 1.100 Amazon-SKUs
- Amazon als wichtigster Einzelkanal mit rund 10 Mio. Euro Bruttoumsatz pro Jahr
Im Fokus von „Unternehmer:innen der Zukunft – Der Amazon Podcast zum Marketplace“ stehen alle 14 Tage persönliche Erfolgsstories, Tipps und Tricks sowie nützliches Expertenwissen für Unternehmer:innen rund um den Amazon Marketplace. Hörer:innen finden den Podcast auf allen gängigen Streamingdiensten von Spotify über Apple bis Deezer und auf Amazon Music .
🌐 So nutzt Häfft Amazon für die internationale Expansion
Für Häfft ist Amazon nicht nur ein zusätzlicher Vertriebskanal, sondern auch ein vergleichsweise einfacher Weg, neue europäische Märkte zu testen. Das Unternehmen hat deshalb ausgewählte Produkte über die Amazon-Marktplätze in Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden und weiteren Ländern aufgebaut. Dabei gilt allerdings: Nicht jedes Produkt funktioniert international. Während sprach- und kulturunabhängige Papeterie-Produkte relativ einfach übertragen werden können, müssen Hausaufgabenhefte stark an die jeweiligen Schulsysteme angepasst werden.
Was du mitnehmen kannst:
- Amazon kann einen vergleichsweise niedrigschwelligen Einstieg in neue Länder ermöglichen
- Zuerst Produkte mit möglichst wenig lokalem Content für die Expansion auswählen
- Nicht jedes Produkt lässt sich einfach übersetzen und internationalisieren
- Lokale kulturelle und strukturelle Besonderheiten bei der Produktentwicklung berücksichtigen
- Internationale Marktplätze nutzen, um erfolgreiche Produkte gezielt in weiteren Ländern zu testen
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Amazon für Gründer:innen und Kleine Unternehmen
Amazon will noch mehr Gründer:innen sowie kleinen und mittleren Unternehmen helfen ihren Traum zu leben: Das kostenfreie digitale Wissensportal Quickstart Online unterstützt KMUs in Deutschland beim Einstieg in den Onlinehandel, egal ob bei Amazon oder anderswo. Zudem können Kund:innen seit letztem Jahr unter Amazon & Kleine Unternehmen gezielt Produkte von kleinen Unternehmen, wahlweise auch aus der eigenen Region, entdecken. Jetzt mehr erfahren, wie Amazon Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützt unter www.unternehmerinnenderzukunft.de .




