China-News: SHEIN verliert in Europa an Dynamik – globaler E-Commerce wächst weiter rasant
Der globale Onlinehandel bleibt in Bewegung. Während einige Plattformen in Europa an Wachstumsgrenzen stoßen, expandieren andere aggressiv in neue Märkte. Gleichzeitig treiben künstliche Intelligenz, Logistikinnovation und geopolitische Veränderungen den digitalen Handel in China voran. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen im China E-Commerce.
Inhaltsverzeichnis
- SHEIN verliert in Europa an Dynamik
- Globaler E-Commerce soll bis 2026 auf 8,1 Billionen Dollar wachsen
- eMAG will bis 2028 rund 20.000 chinesische Händler anziehen
- JD.com meldet 51,1 Milliarden Dollar Umsatz
- Ozon beendet Zusammenarbeit mit UNI Logistics
- ShopeePay integriert Alipay+ Netzwerk
- Chinesische Unternehmer erobern Russlands Onlinehandel
- TikTok Shop steigt zum Top-Beauty-Händler in den USA auf
- Ant Digital baut KI-Teams in Südostasien aus
Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.
SHEIN verliert in Europa an Dynamik
Der Fast-Fashion-Händler SHEIN meldete laut seinem neuesten Transparenzbericht durchschnittlich rund 156 Millionen monatlich aktive Nutzer in der Europäischen Union im Zeitraum von August 2025 bis Januar 2026.
Das Wachstum liegt damit bei 6,9 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings bedeutet das eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem vorherigen Zeitraum: Zwischen Februar und Juni 2025 hatte das Wachstum noch 11,6 % betragen.
Frankreich bleibt weiterhin der wichtigste Markt der Plattform nach Traffic. Deutschland verzeichnete jedoch das stärkste Nutzerwachstum, mit rund 2,3 Millionen neuen Nutzern.
Quelle: https://shein.com
Globaler E-Commerce soll bis 2026 auf 8,1 Billionen Dollar wachsen
Der weltweite Onlinehandel wird laut aktuellen Prognosen bis 2026 ein Volumen von rund 8,1 Billionen US-Dollar erreichen.
Damit würde E-Commerce mehr als 21 % des globalen Einzelhandels ausmachen.
Der Wachstumsschub wird vor allem durch drei Faktoren getrieben:
- Generative KI, die neue Konsumausgaben von rund 10 Milliarden Dollar erzeugen soll
- Logistikinnovation, insbesondere schnellere Liefermodelle und Drohnenzustellung
- Nachhaltigkeit, die für Konsumenten zunehmend kaufentscheidend wird
Zwei Drittel der US-Verbraucher geben inzwischen an, dass sie bereit sind, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen.
Quelle: https://chwang.com
eMAG will bis 2028 rund 20.000 chinesische Händler anziehen
Die osteuropäische Marktplatzplattform eMAG positioniert sich zunehmend als alternative Plattform für chinesische Händler.
Im Rahmen einer neuen „China-Strategie“ verfolgt das Unternehmen ein ehrgeiziges Ziel: 20.000 chinesische Händler bis 2028.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt eMAG auf umfangreiche Anreize:
- kostenlose Lagerung
- Werbeguthaben
- intensive Betreuung in den ersten 120 Tagen
Die Plattform versucht damit gezielt, Händler von überfüllten Marktplätzen wie Amazon oder Temu abzuwerben.
Quelle: https://chwang.com
JD.com meldet 51,1 Milliarden Dollar Umsatz
Der chinesische E-Commerce-Konzern JD.com meldete Quartalsumsätze von rund 51,1 Milliarden US-Dollar (352,3 Milliarden RMB).
Das entspricht zwar einem moderaten Wachstum gegenüber dem Vorjahr, lag jedoch unter den Erwartungen des Marktes.
Während die Bereiche Retail und Werbung expandierten, bleibt die Konsumstimmung in China gedämpft.
Zudem investiert JD.com stark in neue Geschäftsbereiche:
- Instant-Retail
- Schnelllieferungen
- neue Serviceangebote
Diese Investitionen belasten derzeit die Margen. Das Management erwartet jedoch eine Stabilisierung, sobald höhermargige Dienstleistungen stärker skalieren.
Quelle: https://jd.com
Ozon beendet Zusammenarbeit mit UNI Logistics
Die russische E-Commerce-Plattform Ozon hat ihre Partnerschaft mit dem Logistikdienstleister UNI Logistics beendet.
Die Folge: In Moskau haben sich zahlreiche Retourensendungen internationaler Händler angesammelt.
UNI teilte mit, dass nicht abgeholte Pakete nach dem 10. März zerstört werden, ohne Entschädigung.
Betroffene Händler müssen entscheiden, ob sie ihre Ware:
- nach China zurückführen lassen
- oder an russische Adressen umleiten
Die Bearbeitungsgebühren liegen zwischen 10 und 100 Yuan (ab 1,24€) pro Artikel.
Quelle: https://amz123.com
ShopeePay integriert Alipay+ Netzwerk
Der Bezahldienst ShopeePay erweitert seine globale Reichweite durch eine Integration in das Alipay+-Ökosystem von Ant International. Die Partnerschaft wurde am 5. März angekündigt. ShopeePay-Nutzer können damit künftig bei über 150 Millionen Händlern in mehr als 100 Märkten bezahlen.
Der Fokus liegt zunächst auf Reisenden aus Singapur, die über QR-Codes auch lokale Systeme wie:
- DuitNow (Malaysia)
- ZeroPay (Südkorea)
nutzen können.
Digitale Wallets sollen bis 2030 rund 44 % aller Offline-Zahlungen in Singapur ausmachen.
Quelle: https://techinasia.com
Chinesische Unternehmer erobern Russlands Onlinehandel
Der russische Markt erlebt derzeit eine massive Zunahme chinesischer Händler.
Daten von T-Business zeigen, dass im Jahr 2025 monatlich über 400 neue chinesische Unternehmen registriert wurden.
Das entspricht einem Wachstum von 25 % gegenüber 2024.
Mehr als die Hälfte dieser neuen Firmen ist im E-Commerce tätig.
Mittlerweile stammt jedes fünfte neue Onlineunternehmen in Russland aus chinesischer Hand.
Quelle: https://forbes.com
TikTok Shop steigt zum Top-Beauty-Händler in den USA auf
TikTok Shop hat sich laut NielsenIQ inzwischen zum sechstgrößten Onlinehändler für Beauty- und Gesundheitsprodukte in den USA entwickelt.
Die Kategorie macht rund 80 % des gesamten Plattformumsatzes von 1,34 Milliarden Dollar aus.
Während der Black-Friday-Phase erreichte TikTok Shop sogar Platz vier im Markt.
Bemerkenswert ist auch ein demografischer Wandel:
Rund 34,5 % der Beauty-Käufer sind inzwischen über 55 Jahre alt – fast so viele wie jüngere Nutzergruppen.
Für Marken entwickelt sich Live-Streaming damit zunehmend zu einer Pflichtstrategie im Vertrieb.
Quelle: https://beautymatter.com
Ant Digital baut KI-Teams in Südostasien aus
Ant Digital Technologies, die Technologiesparte der Ant Group, baut derzeit ihre Präsenz in Südostasien massiv aus.
Neue Stellen entstehen vor allem in:
- Singapur
- Malaysia
- Thailand
- den Philippinen
Gesucht werden insbesondere Experten für:
- KI-Architektur
- Produktentwicklung
- lokale Marktintegration
Ein neuer Operations-Hub wurde bereits in Kuala Lumpur eröffnet.
Damit positioniert sich Ant als wichtiger Infrastrukturpartner für den wachsenden Enterprise-KI-Markt in Südostasien.
Quelle: https://theaiinsider.com





