Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. Was macht eBay im Augenblick? Vermutete Urheberrechtsverstöße? Gefakte Bestätigungen? Und mitten in der Hauptsaison für viele Händler eine Rolle rückwärts bei der neuen Bilderrichtlinie? Muss das sein?

Die Rolle rückwärts

Aus mehreren eBay-internen Quellen war zu vernehmen, dass morgen ein Newsletter an die Händler versendet werden soll. In diesem soll bekannt gegeben werden, dass ein Wasserzeichen in den Bildern doch nicht verboten sein wird. Als Begründung wurde kolportiert, dass diese Änderung den Händlern nicht zuzumuten wäre, weil der Marktplatz ja bis vor kurzem selbst noch eine Möglichkeit zur automatischen Einblendung eines Wasserzeichens den Händlern zur Verfügung gestellt hat.

Rein in die Kartoffeln…

Mit den eBay-Herbst-News wurde die Verwendung eines Wasserzeichens verboten. Der Bildergrundsatz wurde verändert:

Neue Anforderung an Bilder: Wasserzeichen entfernen

Wir ändern im September 2017 unseren Grundsatz zu den eBay-Bilderstandards, in dem wir die Einbindung von Wasserzeichen in Bildern nicht länger erlauben. Damit wollen wir die Kauferfahrung für unsere Nutzer klarer und einheitlicher gestalten.

[…]

Entfernen Sie Wasserzeichen von Ihren Bildern, damit Ihre Angebote dem Grundsatz zu den eBay-Bilderstandards entsprechen.

Bitte denken Sie daran, dass die Einbindung von Logos und anderen grafischen Elementen bereits heute nicht gestattet ist. (Quelle: eBay Verkäuferportal)

Einige Händler kritisierten nach Veröffentlichung der News bereits, dass eBay ja selbst den Händlern Wasserzeichen empfohlen hätte und ihnen sogar die technische Möglichkeit zur Verfügung gestellt habe.

…raus aus den Kartoffeln

Und jetzt munkelt man, dass am morgigen Tag ein Newsletter versendet werden soll, der die Verwendung des Wasserzeichens wieder gestattet. Die Verwendung wird zwar nicht empfohlen, aber hinsichtlich des gerade erst zum Herbst veröffentlichten Grundsatzes macht man eine Kehrtwende um 180 Grad.

Es ist ja grundsätzlich zu begrüßen, dass eBay auch in der Lage ist, seine Entscheidungen zu revidieren, zumal dann, wenn sie Händler belasten oder kaum umsetzbar sind. Aber: Kann sich das der Plattformbetreiber nicht vorher einmal überlegen? Nö, erst einmal ausrollen, Händler verärgern, verunsichern und dann schnell mal wieder alles zurück, Marsch Marsch. Ein No-Go.

In den Allerwertesten sind doch jetzt alle Händler gekniffen die sich dran gemacht haben, den Grundsatz fristgerecht umzusetzen.

Was könnte eBay besser machen?

Ihr versteht die Händler nicht. Teilweise wisst ihr nicht, was die rechte Hand macht. Das ist nicht gut und bedeutet unnötigen Ärger, Unruhe und Vertrauensverlust. Könnt ihr den gebrauchen? Nein, das glaube ich nicht. Aber warum macht ihr das dann nicht besser?

Bildet doch einen Händlerbeirat oder ladet, BEVOR ihr Änderungen plant und ausrollt, 4 Hände voll Händler ein und diskutiert mit ihnen eure Vorhaben.

Im Rahmen des Sellercouncils macht ihr doch so etwas bereits. Warum installiert ihr nicht eine dauerhafte Gruppe aus Händlern? Ja, ich weiß, es gibt die Frankfurter Gruppe, aber ihr wisst auch, dass etliche Händler so groß sind, dass die GF nicht mehr im operativen Geschäft ‚firm‘ sind.

Kommt, los jetzt, gebt euch einen Ruck. Einfach mal machen. ‚Allways day 1‘

Update

Wie angekündigt ging dann folgende Meldung am 30. November an alle Händler: