Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland zu Jahresbeginn noch leicht verbessert hatte, zeigt sich im März erneut eine Eintrübung. Das geht aus dem aktuellen HDE-Konsumbarometer hervor. Damit gelingt es der Konsumstimmung bislang nicht, im Jahr 2026 nachhaltig an Fahrt aufzunehmen.

Anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten dämpfen weiterhin den Optimismus der Verbraucher. Eine klare Trendwende beim privaten Konsum ist derzeit nicht erkennbar. Und die aktuellen Geschehnisse rund um den Iran werden nicht dazu führen, dass eine baldige Besserung zu erwarten sein wird.

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Anschaffungsneigung und Sparneigung bleiben verhalten

Im Vergleich zum Vormonat zeigen sich bei den geplanten Konsum- und Sparaktivitäten keine grundlegenden Veränderungen. Die Anschaffungsneigung geht leicht zurück, ebenso die Sparneigung. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist damit kurzfristig nicht in Sicht.

Ausschlaggebend sind laut HDE insbesondere pessimistischere Einkommenserwartungen. Viele Verbraucher rechnen offenbar nicht mit deutlichen finanziellen Verbesserungen in den kommenden Monaten. Das führt zu einer doppelten Zurückhaltung: Es wird weder verstärkt konsumiert noch deutlich mehr gespart.


Skepsis beim Blick auf Konjunktur und Einkommen

Beim Blick auf die eigene finanzielle Situation zeigt sich weiterhin große Skepsis. Die Einkommenserwartungen sinken im Vergleich zum Vormonat und liegen nun wieder auf dem Niveau des Vorjahres.

Auch der konjunkturelle Ausblick trübt sich leicht ein. Zwar bewerten die Verbraucher die wirtschaftliche Lage etwas positiver als zum Jahreswechsel, im Monatsvergleich ist jedoch erneut ein Rückgang zu verzeichnen. Der von der Bundesregierung angekündigte wirtschaftliche Aufschwung ist aus Sicht vieler Konsumenten bislang nicht spürbar.

Hinzu kommt ein weiterhin volatiles internationales Umfeld. Handelskonflikte und geopolitische Unsicherheiten – etwa im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik – belasten zusätzlich die Stimmung.


Der private Konsum bleibt Wachstumstreiber – aber ohne Dynamik

Der private Konsum gilt als wichtigste Kraft der Binnenwirtschaft und zentraler Wachstumstreiber für die Gesamtwirtschaft. Umso bedeutender ist die Entwicklung der Verbraucherstimmung.

Dass sich diese im März erneut verschlechtert, verpasst der Hoffnung auf eine zeitnahe Erholung einen weiteren Dämpfer. In den kommenden Wochen und Monaten ist daher nicht mit einer deutlichen Stärkung des privaten Konsums oder des gesamtwirtschaftlichen Wachstums zu rechnen.


Was ist das HDE-Konsumbarometer?

Das HDE-Konsumbarometer erscheint jeweils am ersten Montag eines Monats. Es basiert auf einer monatlichen Befragung von rund 1.600 Personen zu:

  • Anschaffungsneigung
  • Sparneigung
  • finanzieller Situation
  • konjunkturellen Erwartungen
  • weiteren konsumrelevanten Faktoren

Erstellt wird das Barometer vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung für die kommenden drei Monate und hat damit eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum.

Das Barometer wird seit vielen Jahren kontinuierlich veröffentlicht. Die Kurzberichte sind monatlich abrufbar und dokumentieren die Entwicklung der Verbraucherstimmung über einen langen Zeitraum – von 2017 bis heute. Damit lässt sich die Konsumstimmung im historischen Kontext einordnen.


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