Die chinesische Logistikbranche hat im vergangenen Jahr eine bemerkenswerte Reife erreicht. Gleichzeitig treibt TikTok Shop seine internationale Expansion weiter voran – mit neuen Modellen für Händler in Mexiko und den USA. Maersk reagiert derweil auf steigende Nachfrage mit angepassten Aufschlägen auf mehreren Routen.

Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.

Maersk: Neue Aufschläge auf Asien-Nahost- und China-Ostafrika-Routen

Maersk hat seinen Peak Season Surcharge auf ausgewählten Routen von Asien-Pazifik in den Nahen Osten angepasst. Seit dem 30. März 2026 gilt der aktualisierte Tarif für Sendungen aus China, Nordostasien und Südostasien – konkret aus China, Hongkong, Taiwan, Macau, Japan, Südkorea und verschiedenen ASEAN-Ländern. Zielports sind Salalah, Sohar, Khor Fakkan und Dschidda. Der Aufschlag gilt für alle gängigen Containergrößen, was auf eine breit angelegte Kapazitätssteuerung hindeutet.

Zusätzlich hat Maersk die Aufschläge für Sendungen von Festlandchina und Hongkong nach Kenia sowie Daressalam überarbeitet. Der neue Tarif gilt ab dem 13. April 2026 bis auf Weiteres.

(Maersk )

TikTok Shop: Mexiko-Launch mit US-Lagermodell, E-Mail-Kampagnen für US-Händler

TikTok Shop öffnet Händlern einen neuen Weg in den mexikanischen Markt. Ab April startet das Unternehmen das sogenannte „US-to-Mexico“-Cross-Border-Modell: Händler mit chinesischen oder US-amerikanischen Gesellschaften können Bestellungen künftig aus US-Lagern nach Mexiko versenden. Das reduziert die Abhängigkeit vom Direktversand aus China und senkt den Einstiegsaufwand für Mexiko-Neulinge erheblich. Schnellere Lieferzeiten sollen dabei ein zusätzliches Argument sein.

Für den US-Markt hat TikTok Shop zudem am 25. März einen neuen Managed-E-Mail-Service gestartet: Den sogenannten „Exclusive Email Campaign“-Dienst, der es der Plattform erlaubt, im Namen von Cross-Border-Händlern E-Mails an Käufer zu versenden. Das Ziel ist mehr automatisierte Reichweite und bessere Conversion – ohne dass Händler selbst eine E-Mail-Infrastruktur aufbauen müssen.

(Sina )

J&T Express: 30 Milliarden Pakete, Gewinn mehr als verdoppelt

J&T Express hat 2025 erstmals die Marke von 30 Milliarden Paketen überschritten: 30,13 Milliarden Sendungen wurden weltweit ausgeliefert, ein Plus von 22,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 18,5 Prozent auf 12,16 Milliarden US-Dollar. Besonders bemerkenswert: Der bereinigte Nettogewinn legte auf 425 Millionen US-Dollar zu – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

J&T setzt damit nicht mehr allein auf Mengenwachstum. Verbesserte Betriebseffizienz und stärkere Ergebnisse in internationalen Märkten treiben die Profitabilität.

(J&T Express )

YTO International: Umsatz bricht um 40 Prozent ein

Während J&T zulegt, kämpft YTO International mit massiven Einbrüchen: Der Umsatz fiel 2025 um rund 40 Prozent auf HK$ 3,191 Milliarden. Der den Anteilseignern zurechenbare Verlust weitete sich von rund HK$ 40,8 Millionen im Vorjahr auf rund HK$ 145,6 Millionen aus. Mehrere Geschäftsbereiche entwickelten sich schwächer als erwartet.

(YTO )

SF Holding: Erstmals über 300 Milliarden Renminbi Umsatz

SF Holding, Chinas führender Expressdienstleister, hat 2025 erstmals die Marke von RMB 300 Milliarden überschritten: Der Umsatz stieg um 8,4 Prozent auf RMB 308,23 Milliarden. Der Nettogewinn legte um 9,3 Prozent auf RMB 11,12 Milliarden zu. Besonders das Paketvolumen wuchs stark: 16,7 Milliarden Sendungen bedeuten ein Plus von 25,4 Prozent – ein Tempo, das über dem Branchendurchschnitt liegt.

(SF Holding )

Sinotrans: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Sinotrans meldet für 2025 einen Umsatzrückgang von 8,34 Prozent auf RMB 96,809 Milliarden. Gleichzeitig stieg der Nettogewinn um 2,66 Prozent auf RMB 4,022 Milliarden. Ein klassisches Effizienzprogramm: weniger Umsatz, aber sauberere Margen.

(Sinotrans )

Alibabas 1688 startet in Japan mit Kleinmengen-Einkaufsmodell

Alibabas B2B-Plattform 1688 geht in Japan an den Start. Die Tochtergesellschaft 1688Japan, gemeinsam betrieben von HHO und Goldbach, richtet sich an japanische KMU und E-Commerce-Händler, die in kleinen Mengen direkt bei chinesischen Lieferanten einkaufen wollen. Das Modell bündelt Beschaffung, Zahlung, Konsolidierung, Qualitätsprüfung und Versand in einem Service – und macht damit komplexe Importprozesse für kleinere Anbieter zugänglich.

(PR Times )

Chinas Außenhandel im Februar: 3,93 Billionen Renminbi

China hat im Februar 2026 Waren und Dienstleistungen im Wert von RMB 3,9349 Billionen international gehandelt. Exporte: RMB 2,1476 Billionen (ca. 309,2 Mrd. US-Dollar). Importe: RMB 1,7873 Billionen (ca. 257,3 Mrd. US-Dollar). Handelsbilanzüberschuss: RMB 360,3 Milliarden bzw. 51,9 Milliarden US-Dollar. Wichtigste Dienstleistungskategorien waren Tourismus, Unternehmensdienstleistungen, Transport sowie Telekommunikation und IT.

(Chinesisches Devisenamt SAFE )

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