Der chinesische E-Commerce-News-Artikel fasst regelmäßig die wichtigsten Entwicklungen rund um TikTok Shop, Temu, Shein und Co. zusammen. Die aktuelle Ausgabe hat einiges zu bieten.

Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.

TikTok Shop sieht Europa und Japan als nächste Wachstumsmärkte

TikTok Shop hat auf einer Händlerkonferenz in Shenzhen konkrete Zahlen zu seinem Europa- und Japan-Geschäft präsentiert. Der kombinierte Einzelhandelsmarkt in diesen Regionen lag 2025 bei 4,68 Billionen US-Dollar, davon entfielen rund 770 Milliarden auf E-Commerce. Die monatlich aktiven Nutzer in Europa und Japan übersteigen inzwischen 200 Millionen – damit ist die Region in etwa so groß wie das US-Geschäft der Plattform.

Das Ökosystem wächst rasant: Die Zahl der Cross-Border-Händler in UK, Europa und Japan hat sich im Jahresvergleich versiebenfacht. Auf den jeweiligen Plattformen sind aktuell rund 300.000 Händler, fast 2 Millionen Creator und 1.500 Service-Anbieter aktiv.

Quelle: Chinesellers / Pai

Temu muss in Usbekistan rund 46 Milliarden UZS Steuerschulden begleichen

Temu darf in Usbekistan erst dann wieder voll operieren, wenn rund 46 Milliarden usbekische Sum (UZS) an ausstehenden Steuern beglichen sind. Das geht aus Angaben der usbekischen Nationalagentur für Zukunftsprojekte hervor. Die Steuerschulden stammen aus der Zeit, bevor sich Temu lokal registriert hatte.

Das Transaktionsvolumen der Plattform im Land ist seit den Restriktionen um etwa 95 Prozent eingebrochen. Temu hat sich inzwischen als lokale juristische Person registriert, das Geschäft bleibt aber de facto eingefroren. Einzelne Nutzer greifen noch per VPN und internationale Zahlungssysteme auf die Plattform zu – die Behörden warnen aber, dass viele Bestellungen nicht zugestellt werden könnten.

Quelle: Chinesellers / Kun

EU macht Plattformen wie Temu und Shein zu Importeuren

Die EU hat neue Zollregeln beschlossen, die Online-Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress künftig als Importeure einstufen. Das macht sie direkt verantwortlich für Zollabgaben und Produktsicherheit. Bei wiederholten Verstößen drohen Bußgelder von 1 bis 6 Prozent des jährlichen EU-Umsatzes.

Gleichzeitig fällt die bisherige Zollbefreiung für Pakete unter 150 Euro weg. Ab Juli 2026 wird eine Gebühr von 3 Euro pro Paket fällig, ab November kommt eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr hinzu. 2025 wurden 5,8 Milliarden Pakete aus dem E-Commerce in die EU eingeführt. Eine neue EU-Zollbehörde in Lille sowie ein digitales Zolldaten-Hub sollen ab 2028 die Durchsetzung unterstützen.

Quelle: Chinesellers / European Commission

Vietnam: TikTok Shop führt nach Umsatz, Lazada nach Ticket-Größe

Im vierten Quartal 2025 hat sich der vietnamesische Beauty-E-Commerce klar aufgeteilt. TikTok Shop hält 50 Prozent Marktanteil nach Umsatz, knapp vor Shopee mit 48 bis 49 Prozent. Lazada liegt mit 2 bis 4 Prozent weit abgeschlagen.

Bemerkenswert: Lazada erzielte mit durchschnittlich 385.000 VND den höchsten Warenkorbwert – deutlich über Shopee (262.000 VND) und TikTok Shop (237.000 VND). Insgesamt erwirtschafteten Vietnams vier größte Plattformen 2025 rund 429 Billionen VND, ein Plus von fast 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Shopee und TikTok Shop zusammen kommen auf rund 97 Prozent Marktanteil. Tiki spielt kaum noch eine Rolle.

Quelle: Chinesellers / Vietdata

Shopee streicht Quanzhou-Lager aus Schnelllieferung für drei Märkte

Ab dem 1. April 2026 akzeptiert Shopee keine Sendungen mehr aus seinem Quanzhou-Lager über den N-Day-Delivery-Kanal für die Philippinen, Malaysia und Taiwan. Bereits vor dem Stichtag erstellte Bestellungen werden normal ausgeliefert.

Händler, die ausschließlich auf Quanzhou und N-Day Delivery setzen, müssen bis dahin alternative Versandkanäle aktivieren – sonst wechselt Shopee die Produkte automatisch in den Standardkanal.

Quelle: Chinesellers / CHWang

AliExpress verspricht der EU strengere Compliance

AliExpress hat gegenüber EU-Gesetzgebern angekündigt, die Plattformaufsicht zu verschärfen. Im Gespräch mit europäischen Parlamentariern räumte der Alibaba-Marktplatz ein, dass bei der Verhinderung von Relisting illegaler Produkte und bei Strafen für Verstöße noch Nachholbedarf besteht.

Der Kontext: Die EU klassifiziert Plattformen wie AliExpress, Temu und Shein künftig als Importeure – mit voller Haftung für Zölle und Produktsicherheit.

Quelle: Chinesellers / Reuters

Temu auf Platz 7 in Finnland – chinesische Plattformen holen 10 % der Online-Ausgaben

Temu ist in Finnland auf Platz 7 der meistbesuchten Online-Shops vorgedrungen. Acht der Top-10-Shops sind laut Finnish Commerce Federation aber weiterhin einheimische Anbieter. Der entscheidende Trend: Zehn Prozent aller Online-Ausgaben in Finnland fließen inzwischen zu chinesischen Plattformen – primär wegen der niedrigen Preise. Amazon landet in der Umfrage auf dem letzten Platz der Top 10.

Quelle: Chinesellers / Finnish Commerce Federation

Shanghai baut sich zum Drehkreuz für chinesische Auslandsexpansion aus

Shanghai baut seine Unterstützungsinfrastruktur für chinesische Unternehmen mit Auslandsambitionen aus: eine stadtweite Serviceplattform und eine Allianz spezialisierter Dienstleister sollen entstehen. 2025 stammten mehr als 80 Prozent des chinesischen Investitionsvolumens in Shanghais Auslandsprojekten von Privatunternehmen. Deren Anteil am gesamten Außenhandel der Stadt überstieg erstmals die 40-Prozent-Marke.

Quelle: Chinesellers / China News

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