🚨 Shopware Fair Usage Policy: Shopware dreht auf – und du zahlst die Rechnung!

Na, hast du auch gedacht, du wärst mit der kostenlosen Shopware Community Edition (CE) auf der sicheren Seite? Schön naiv. Shopware zeigt gerade eindrucksvoll, wie man Händler hinterrücks entmündigt, zur Kasse bittet – und dabei auch noch „Fair Usage“ ins Logo schreibt. Willkommen im blau lackierten Selbstbedienungsladen Shopware.

“Ich sehe das wie eine einseitige Änderung der AGB oder eines Vertrags. Hier wird das Pferd nur durch die Hintertür hineingelassen und man muss schauen wie es wieder hinauskommt oder gibt ihm den Hafer, den es will. Entweder friss oder stirb.”, so ein Shopware-Nutzer

Dieser Beitrag ist eine klare Ansage an alle, die Shopware nutzen: Wach auf, bevor dir dein Shop unterm Hintern weggezogen wird.


Was passiert da gerade?

Ab dem 24. März 2025 – also ab heute –  gelten neue AGB bei Shopware. Und die haben es in sich.

Wenn dein Shop mehr als 1 Mio Euro GMV (Gross Merchandise Volume) pro Jahr umsetzt und du noch auf der kostenlosen CE-Version sitzt, dann gilt für dich bald:

  • Kein Zugang mehr zum Shopware Store
  • Kündigung deiner Plugin-Mieten
  • Shopware-Account auf Eis
  • Upgrade-Zwang ab 600 € monatlich (!)

Nennt sich dann „Fair Usage Policy“. Was daran fair ist? Nichts. Wirklich gar nichts.


GMV-Plugin: Dein Shop wird ausspioniert – rückwirkend

Und jetzt kommt’s dicke: Damit du dich auch ja nicht rausreden kannst, hat Shopware gleich selbst die Schnüffel-App installiert. Die „GMV Reporting App“ wurde bei vielen Händlern automatisch im Account eingebucht.

Diese Erweiterung liefert nicht nur aktuelle Umsatzzahlen – sondern auch „historische Daten“, also Daten vor Inkrafttreten der neuen AGB.

“Da die CE ein armseliger Nix-Könner ist, und für jeden Kleinkram ein überteuertes Mietplugin benötigt wird, ist das defacto ein Zwang zu einem Plan, da kein größerer Shop mit der CE alleine irgendetwas abbilden kann.”, so ein weiterer Nutzer.

➡️ Mit anderen Worten: Du wirst rückwirkend an den Pranger gestellt – basierend auf Daten, die du nie freiwillig gesendet hast.

Hier die offizielle Doku:
🔗 docs.shopware.com: Technische Funktionsweise der Shopware GMV Reporting App


Fair? Eher ein blaues Wunder!

Shopware nennt das Ganze „fair“. Was genau daran fair ist, weiß vermutlich nur die Marketingabteilung. Und selbst da wackelt wahrscheinlich der Kaffee im Becher, wenn sie diesen Satz tippen müssen.

Das Ganze fühlt sich eher an wie ein Erpressungsschreiben mit CI-gerechter Verpackung.

600 Euro pro Monat – dafür, dass man weiterhin das nutzen darf, was jahrelang kostenlos war?

Man könnte es ja wenigstens ehrlich kommunizieren:

➡️ „Liebe CE-Nutzer, wir brauchen Geld. Bitte wechselt zu einem Plan.“

Stattdessen:

➡️ „Wir tracken euch heimlich, drohen mit Account-Sperrung und nennen das Fairness.“


Der Vergleich mit JTL hinkt – weil Shopware drüber springt

Manche Händler dachten schon, JTL sei frech. Aber Shopware macht’s gerade vor:

Warum mit Händlern sprechen, wenn man auch einfach das Geschäftsmodell ändern und dabei gleich die Monetarisierung der Daten mitnehmen kann?

Besonders pikant:

Die CE-Version ist eigentlich Open Source. Und doch wird über Umwege die Nutzung eingeschränkt, weil Store-Zugang, Plugins und Account gekappt werden – ohne das Produkt direkt einzuschränken.

➡️ Klingt wie ein billiger Taschenspielertrick. Ist aber cleveres Lizenz-Mikado auf dem Rücken der Nutzer. Nein. Es ist ein Taschenspielertrick


Was kannst du als Händler tun?

  1. Aktiviere die GMV-Reporting-App nicht!
    Nutze lieber das Formular zur Datenübermittlung (wenn du musst).
  2. Wechsle frühzeitig, wenn du auf kostenpflichtige Features angewiesen bist. Nicht, weil Shopware das so will – sondern weil du sonst ohne Plugins dastehst.
  3. Bewerte Alternativen.
    Auch wenn’s wehtut: Vielleicht ist es Zeit, Shopware den Rücken zu kehren.
  4. Sprich mit anderen Händlern.
    Vernetze dich – z. B. im Shopware-Forum oder in der Wortfilter-Händlergruppe auf Facebook.

Fazit: Shopware – oder Shopwar?

Die neue „Fair Usage Policy“ ist ein Musterbeispiel dafür, wie man eine ehemals offene Plattform in ein geschlossenes Bezahlsystem verwandelt – ohne es offiziell so zu nennen.

Wenn du auf Shopware setzt, dann sei wachsam. Sonst wirst du nicht gefragt, ob du zahlen willst – sondern nur noch, wie viel du rückwirkend schuldest.


 

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