Eine einzige, allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Was es gibt, sind Studien mit unterschiedlichen Definitionen, unterschiedlichen Märkten und unterschiedlichen Methoden. Wer die verfügbaren Daten kennt, versteht, warum die subjektive Händlerwahrnehmung und die gemessenen Werte so weit auseinanderliegen – und was das für die Praxis bedeutet. Spoiler: So hoch ist der Betrugs- oder Missbrauchsanteil bei Retouren nicht.
Inhaltsverzeichnis
- Was „Betrug bei Retouren“ überhaupt bedeutet
- Die belastbarste deutschsprachige Zahl: 3,6 Prozent echtes Missbrauchspotenzial
- Was Händler glauben: bis zu 19 Prozent Missbrauch
- Die USA: 15,14 Prozent – aber was wird gemessen?
- Großbritannien: Betrug als wachsendes Systemrisiko
- Der europäische Vergleich: Deutschland ist Spitzenreiter bei Retouren
- Was Händler als Missbrauch erleben – und was davon messbar ist
- Studienüberblick: Internationale Quellen im Vergleich
- Was das für Online-Händler bedeutet
- Meinung
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Was „Betrug bei Retouren“ überhaupt bedeutet
Bevor Zahlen verglichen werden können, muss klar sein, was gezählt wird. Denn Retourenquote, Retourenmissbrauch und Retourenbetrug sind drei verschiedene Dinge – und werden in Studien, Pressemitteilungen und Händlerumfragen regelmäßig vermischt.
Die Retourenquote beschreibt den Anteil aller zurückgesendeten Artikel an der Gesamtbestellmenge. Dazu zählen Fehlkäufe, Qualitätsenttäuschungen, falsche Größen, Produktdarstellungen, die nicht der Realität entsprechen, defekte Ware – also überwiegend legitime Vorgänge, die nichts mit Betrug zu tun haben.
Retourenmissbrauch ist ein engerer Begriff. Hier geht es um Verhalten, das wirtschaftlich schädlich ist, aber nicht zwingend illegal sein muss: das Tragen eines Kleidungsstücks für einen Anlass und anschließende Rücksendung, das Bestellen mehrerer Größen mit der Absicht, die meisten zurückzuschicken (Bracketing), oder das bewusste Ausreizen der 14-tägigen Widerrufsfrist durch Nutzung vor Rückgabe. Aus rechtlicher Sicht ist das alles von der EU-Verbraucherrechterichtlinie gedeckt: Der Verbraucher muss keinen Grund für seinen Widerruf nennen. Juristisch gesehen gibt es beim EU-Widerrufsrecht keinen Missbrauch.
Retourenbetrug schließlich ist die kriminelle Variante: das Zurücksenden von Leerkartons oder Steinen, das Einschicken gefälschter oder gestohlener Ware, die Nutzung gestohlener Zahlungsmittel für Bestellungen, die dann über Rückerstattungen eingelöst werden, oder koordinierte Angriffe durch organisierte Betrugsnetzwerke.
Diese Unterscheidung ist entscheidend. Studien, die „Betrugsanteil“ messen, kommen je nach Definition zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
Die belastbarste deutschsprachige Zahl: 3,6 Prozent echtes Missbrauchspotenzial
Für den deutschsprachigen Raum gibt es keine breit publizierte, amtliche Statistik zum Betrugsanteil bei Retouren. Das Bundesamt für Statistik erfasst keine Retourenquoten, das EHI Retail Institute veröffentlicht Kostenstudien , aber keine Betrugsquoten im engeren Sinne.
Die Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg unter Leitung von Dr. Björn Asdecker gehört zu den wenigen Institutionen, die das Thema empirisch bearbeiten. In Untersuchungen zum missbräuchlichen Retourenverhalten wurde eine Schätzung von rund 3,6 Prozent aller Retouren als Fälle ermittelt, in denen tatsächlich von vornherein die Absicht bestand, das Widerrufsrecht zweckwidrig zu nutzen. Diese Zahl bezieht sich auf gemessenes bzw. nachvollziehbares Missbrauchsverhalten aus Verbraucherperspektive – nicht auf die Händlerwahrnehmung.
Zum Kontext: Dieselbe Forschungsgruppe nennt für Deutschland im Jahr 2023 rund 550 Millionen retournierte Pakete. Fast jedes vierte Paket im deutschen Onlinehandel geht zurück. Im Modebereich liegt die Retourenquote laut Bamberger Daten zwischen 40 und 50 Prozent, quer über alle Sortimente wird jedes sechste Paket zurückgesendet. Die Retourenquote ist also enorm – der nachweisbare Betrugsanteil daran bleibt mit 3,6 Prozent aber vergleichsweise gering.
Was Händler glauben: bis zu 19 Prozent Missbrauch
Ganz anders sieht es aus, wenn Händler nach ihrer eigenen Einschätzung gefragt werden. In einer Studie der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg , die gemeinsam mit Trusted Shops erhoben wurde, bewerteten die befragten Online-Händler im Durchschnitt 19,1 Prozent der eingehenden Retouren als missbräuchlich – also fast jede fünfte Rücksendung.
Besonders betroffen fühlten sich Händler aus den Bereichen Consumer Electronics (25,7 Prozent), Spielwaren (25,3 Prozent) und Tierbedarf (24,6 Prozent). Der durchschnittliche Wertverlust einer missbräuchlichen Retoure wurde mit 20,43 Euro angegeben – fast das Dreifache gegenüber einer regulären Rücksendung. Die Prozesskosten waren beim vermuteten Missbrauch etwa doppelt so hoch.
Diese Zahl ist in der Diskussion prominent, aber methodisch problematisch. Händler wissen nicht, warum ein Kunde zurückschickt – der Kunde muss keinen Grund nennen. Die Einschätzung „missbräuchlich“ basiert also auf Vermutungen über Kundenabsichten, nicht auf verifizierten Betrugsfällen. Rechtlich gilt: Wer innerhalb der Widerrufsfrist zurücksendet, missbraucht das Recht nicht – auch wenn das wirtschaftlich schmerzhaft ist. Aus einer Umfrage unter Händlern ergibt sich damit eine Meinungszahl, kein Messwert.
Ähnliche Wahrnehmungsverzerrungen zeigen sich in anderen europäischen Studien. In einer UK-Studie von Loop Returns aus dem Jahr 2024 gaben 91 Prozent der befragten britischen Händler an, in den zurückliegenden zwölf Monaten eine Zunahme von Retourenbetrug oder Policy-Missbrauch erlebt zu haben. Das ist eine Wahrnehmungserhebung – aber sie zeigt, wie weit das subjektive Belastungsempfinden von nachweisbaren Betrugsraten entfernt sein kann.
Die USA: 15,14 Prozent – aber was wird gemessen?
Die bislang am häufigsten zitierte internationale Kennzahl zum Retourenbetrug stammt aus den USA. Der „2024 Consumer Returns in the Retail Industry Report“ von Appriss Retail, erarbeitet in Zusammenarbeit mit Deloitte, kommt für das Jahr 2024 auf 15,14 Prozent aller Retouren als betrügerisch oder missbräuchlich. Das entspricht einem Schaden von 103 Milliarden US-Dollar – nach 101 Milliarden im Vorjahr. Der Vorjahreswert hatte bei 13,7 Prozent gelegen.
Der Bericht basiert auf Daten von mehr als 60 führenden US-Händlern, Census-Bureau-Daten sowie einer Befragung von 150 Einzelhandelsmanagern und 1.000 Verbrauchern. Er erscheint jährlich und zählt zu den methodisch solidesten Erhebungen in diesem Bereich weltweit.
Wichtige Einschränkungen: Die 15,14 Prozent beziehen sich auf den gesamten US-Einzelhandel, nicht ausschließlich auf den Onlinehandel. Allerdings macht E-Commerce inzwischen einen erheblichen Teil der erfassten Retouren aus: Online-Rücksendungen (inklusive Buy Online, Return In Store und Buy Online, Return Online) machten 2024 mehr als 52 Prozent aller US-Rücksendungen aus. Die Online-Retourenquote lag laut Appriss bei 24,52 Prozent der Online-Umsätze, die stationäre bei 8,72 Prozent.
Die am häufigsten gemeldeten Betrugsformen in der US-Studie: Wardrobing (gebrauchte Ware zurücksenden) bei 60 Prozent der befragten Händler, Rücksendungen mit gestohlenen Zahlungsmitteln bei 55 Prozent, gestohlene Ware zurücksenden bei 48 Prozent. Leerkartons als häufigster Indikator für betrügerische Online-Retouren wurden von 31 Prozent der Händler genannt.
Für einen direkten Vergleich mit Deutschland taugt die US-Zahl nur eingeschränkt. Das Rechtssystem ist anders (kein generelles Widerrufsrecht), Retourenkultur und Retourenquoten unterscheiden sich strukturell, und die Definition von „betrügerisch“ im Appriss-Bericht schließt Policy-Missbrauch ein, der in Deutschland unter das legale Widerrufsrecht fallen würde.
Großbritannien: Betrug als wachsendes Systemrisiko
Im Vereinigten Königreich zeigt sich ein ähnliches Muster wie in den USA, aber mit eigener Dynamik. Die UK-Zahlen sind wegen des für E-Commerce bedeutenden Marktes international beachtet.
Laut einer Erhebung des Merchant Risk Council aus dem Jahr 2024 berichteten 94 Prozent aller befragten britischen Händler von irgendeiner Form von Betrug im vorangegangenen Jahr, 63 Prozent sahen einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Bericht verzeichnete einen Anstieg von Missbrauchsclaims im EMEA-Raum um 33 Prozent gegenüber 2023.
Konkrete Verbraucherdaten aus UK-Studien: 8 Prozent der Konsumenten gaben zu, schon einmal fälschlich behauptet zu haben, ein Paket sei nicht angekommen. 7 Prozent gaben an, leere Kartons oder gefälschte Waren zurückgesendet zu haben. Das sind selbstberichtete Zahlen – also eher Untergrenzwerte.
Im UK-Markt ist zudem das Phänomen „Refund as a Service“ verbreitet: Kriminelle Dienstleister bieten an, für eine Provision Rückerstattungen zu erschleichen. Das Agilence-Whitepaper zum Retourenbetrug im UK/EU-Kontext dokumentiert, wie Einzelhändler mit KI-gestützten Risikoprofilen reagieren.
Der europäische Vergleich: Deutschland ist Spitzenreiter bei Retouren
Eine weitere wichtige Einordnung liefert der European Return-o-Meter (EUROM) der Universität Bamberg, der erstmals 2022 europäische Kennzahlen vergleichend erhob. Das Ergebnis war eindeutig: Die DACH-Region – Deutschland, Österreich, Schweiz – weist signifikant höhere Retourenquoten auf als der europäische Durchschnitt.
Händlerbund-Daten aus einer internationalen Studie bestätigen: Deutschland hatte eine höhere Retourenquote als Österreich, die Niederlande, die Schweiz, Großbritannien und Frankreich. Als Ursachen nennen Forscher die in Deutschland vergleichsweise langen Rückgabefristen, die weit verbreitete kostenlose Rücksendung und eine Kaufkultur, die Retouren als selbstverständlichen Teil des Onlinekaufs normalisiert hat.
Für die Schweiz ermittelte die Hochschule Luzern in einer Onlinehändlerbefragung von 2022 eine durchschnittliche Retourenquote von 7 Prozent, mit Ausreißern bis zu 60 Prozent in einzelnen Sortimentsbereichen. Auch diese Zahl beschreibt Rücksendungen insgesamt, nicht Betrug.
Die hohe Retourenquote Deutschlands macht das Land zu einem anfälligen Markt für Missbrauch – nicht weil die deutschen Verbraucher betrügerischer wären, sondern weil das schiere Volumen die Angriffsfläche vergrößert.
Was Händler als Missbrauch erleben – und was davon messbar ist
Ein Problem der Debatte: Die meisten Händler, insbesondere kleine und mittlere, haben keine Systeme, um legitime Retouren von missbräuchlichen oder kriminellen Rücksendungen systematisch zu trennen. Was als Betrug gefühlt wird, ist oft das Ergebnis von Retourenkosten, die die Marge auffressen – unabhängig vom Motiv des Kunden.
Die DIHK-Umfrage aus dem Jahr 2010 – gemeinsam mit Trusted Shops auf Bitte des Bundesministeriums der Justiz erhoben – zeigte, dass rund 80 Prozent der befragten Unternehmen über Missbrauchsfälle klagten. Besonders häufig waren anlassbezogene Waren betroffen: Urlaubszelte, Taufkleider, Abendgarderobe – einmal getragen, dann zurückgeschickt. Ein Drittel der Befragten gab an, dass zurückgesandte Ware 30 Prozent und mehr an Wert verliert. Diese Zahlen bilden nicht Betrug ab, sondern wirtschaftliche Belastung.
Neuere Studien zeigen, dass die Wahrnehmung von Missbrauch in der Händlerschaft hoch und stabil bleibt. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass rund 17,8 Prozent der Verbraucher angaben, das Widerrufsrecht schon einmal bewusst ausgereist zu haben – insbesondere im Modebereich. Auch das ist Selbstauskunft, keine Verifikation von Betrug.
Der entscheidende methodische Punkt: Händler schätzen, Forscher messen, Daten unterscheiden sich je nach Markt und Fragestellung. Die 19,1 Prozent aus der Bamberger Händlerbefragung beschreiben die Wahrnehmung eines belasteten Markts. Die 3,6 Prozent der konsumentenseitigen Auswertung beschreiben das, was methodisch als absichtliches Fehlverhalten eingeordnet werden kann. Beide Zahlen sind wahr – sie messen nur Verschiedenes.
Studienüberblick: Internationale Quellen im Vergleich
| Land/Region | Quelle | Kennzahl | Einschränkung |
|---|---|---|---|
| USA | Appriss Retail / Deloitte, 2024 | 15,14 % aller Retouren betrügerisch/missbräuchlich; 103 Mrd. USD Schaden | Gesamter Einzelhandel, inkl. stationär |
| USA | NRF / Appriss, 2023 | 13,7 % aller Retouren; 101 Mrd. USD | Vorjahreswert, Vergleichswert |
| Deutschland | Uni Bamberg / Trusted Shops | 19,1 % der Retouren als „missbräuchlich“ eingeschätzt | Händlerwahrnehmung, kein Messwert |
| Deutschland | Forschungsgruppe Retourenmanagement, Uni Bamberg | ca. 3,6 % tatsächlicher Widerrufsrechtsmissbrauch | Konsumentenseitig erhoben |
| Deutschland | Uni Bamberg, EUROM 2022 | 550 Mio. retournierte Pakete/Jahr; fast jedes vierte Paket geht zurück | Retourenquote, nicht Betrugsquote |
| UK | Loop Returns, 2024 | 91 % der Händler melden Anstieg von Betrug/Policy-Missbrauch | Wahrnehmungserhebung |
| UK/EMEA | Merchant Risk Council, 2024 | 94 % der Händler berichten von Betrug; 33 % EMEA-Anstieg | Händlerbefragung |
| Schweiz | Hochschule Luzern, 2022 | Ø 7 % Retourenquote, Ausreißer bis 60 % | Retourenquote, nicht Betrugsquote |
| DACH | European Return-o-Meter, Uni Bamberg, 2022 | Signifikant höhere Retourenquoten als übriges Europa | Keine einheitliche Betrugsquote |
| Deutschland | EHI Retail Institute, 2025 | Retourenkosten bleiben hoch; kostenlose Rücksendung bleibt Norm | Kostenperspektive, keine Betrugsquote |
| UK/EU | Agilence Whitepaper | Dokumentiert Betrugsformen und Gegenmaßnahmen im UK/EU-Kontext | Anbieterdokument, keine unabhängige Primärstudie |
Was das für Online-Händler bedeutet
Aus den verfügbaren Daten lassen sich einige praktische Schlüsse ziehen.
Erstens: Die oft genannten Zahlen über hohe Betrugsanteile beschreiben in der Regel Händlerwahrnehmungen, keine verifizierten Betrugsraten. Der tatsächlich gemessene Anteil echter Betrugsfälle – leere Kartons, gestohlene Ware, koordinierte Angriffe – ist kleiner als das, was Händler subjektiv als missbräuchlich empfinden.
Zweitens: Das bedeutet nicht, dass das Problem gering ist. Jede Form von Missbrauch kostet – ob rechtlich strafbar oder nicht. Die 103 Milliarden Dollar Schaden in den USA zeigen, dass selbst ein Anteil von 15 Prozent an einem 685-Milliarden-Markt massive wirtschaftliche Auswirkungen hat. In Deutschland gilt das ähnlich, auch wenn die absoluten Zahlen kleiner sind.
Drittens: Retourenprävention und Betrugserkennung sind zwei verschiedene Aufgaben. Maßnahmen gegen hohe Retourenquoten – bessere Produktfotos, klarere Größentabellen, Rücksendegebühren – reduzieren das Gesamtvolumen, aber nicht zwingend den Betrugsanteil. Gegen kriminellen Betrug helfen eher technische Maßnahmen: Transaktionsdaten-Analyse, Mustererkennung, KI-gestützte Risikoprofile.
Viertens: Der Balanceakt bleibt schwierig. 55 Prozent der US-Verbraucher haben laut Appriss-Bericht schon einmal einen Kauf unterlassen, weil ein Händler seine Rückgabepolitik zu restriktiv gestaltet hat. Strengere Regeln senken nicht automatisch den Betrug – Händler stellen fest, dass restriktivere Rückgabepolitiken das Betrugsvolumen nicht reduzieren.
Meinung
Die Frage „Wie hoch ist der Betrugsanteil bei Retouren?“ lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten – und jede Zahl, die ohne Kontext genannt wird, ist mit Vorsicht zu genießen.
Für Deutschland gilt: Der belastbarste Wert für echten Widerrufsrechtsmissbrauch liegt bei rund 3,6 Prozent aller Retouren. Händler schätzen den Anteil mit rund 19 Prozent deutlich höher ein – aber das ist ihre subjektive Wahrnehmung und deckt sich nicht mit dem, was messbar als Betrug einzuordnen ist.
International gilt: Die Appriss/Deloitte-Studie für die USA nennt für 2024 15,14 Prozent als betrügerisch oder missbräuchlich – ein Wert, der durch die breitere Definition von Missbrauch höher liegt als die deutschen Messungen. Der EMEA-Raum zeigt ähnliche Trends; Großbritannien reagiert bereits mit technologisch gestützten Abwehrmaßnahmen.
Das Grundproblem bleibt: Hohe Retourenquoten und Retourenbetrug werden zu oft gleichgesetzt. Der Fehlkauf ist kein Betrug. Das Ausreizen des Widerrufsrechts ist kein Betrug im rechtlichen Sinne. Betrug ist nur der vorsätzliche, regelwidrige Versuch, sich auf Kosten des Händlers zu bereichern – und der macht, trotz allem, nur einen kleinen Teil des Retourenvolumens aus. Wirtschaftlich schmerzhaft ist das Gesamtvolumen trotzdem.





