Die eBay Störung Montag setzt die Pannenserie nahtlos fort. Nur 24 Stunden nach dem Sonntagabend-Ausfall meldet ein Onlinehändler aus dem Großraum Berlin gegen 17:50 Uhr erneut Probleme bei der Anmeldung. signin.ebay.de antwortet mit einer Akamai-Fehlermeldung, der Login bricht ab. Auch der Downdetector schlägt wieder aus. Eine offizielle Stellungnahme von eBay liegt bislang nicht vor.

Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.

Akamai-Fehler bei signin.ebay.de – Login-Server schon wieder weg

Die Symptome diesmal: Wer sich am Montagnachmittag bei eBay einloggen will, landet auf signin.ebay.de und bekommt eine Akamai-Edge-Fehlermeldung mit Reference-Code (z.B. #97.4d41c717.1777304945.5bb7d6 und #97.7041c717.1777305053.c5e1f6a). Das ist genau das gleiche Muster wie am Vorabend: das CDN-Edge-Netz bekommt keine Antwort vom Origin-Server und reicht den Fehler an den Browser durch.

Diesmal trifft es nicht die Startseite, sondern den Anmelde-Endpunkt. Verkäufer kommen nicht ins Backend, der Zugriff auf Bestände, Bestellungen und das Verkäufer-Cockpit ist blockiert. Wer in dem Moment eine Auktion betreuen oder eine Frage zur Bestellung beantworten wollte, schaut in die Röhre.

Berliner Händler löst Alarm aus – Downdetector zieht hinterher

Die Meldung kam am Montag, 27. April 2026, gegen 17:50 Uhr von einem Onlinehändler aus dem Großraum Berlin. Er schickte zwei Screenshots der Akamai-Fehlerseite mit unterschiedlichen Reference-Codes, dazwischen lagen rund 100 Sekunden. Das spricht dafür, dass nicht ein einzelner Request gescheitert ist, sondern der Login-Endpunkt über mehrere Minuten nicht erreichbar war.

Auf dem Downdetector lässt sich der zweite Ausfall ebenfalls ablesen: Nach dem massiven Doppelpeak vom Sonntagabend mit über 1.000 Meldungen flacht die Kurve über Nacht ab – steigt aber am späten Montagnachmittag erneut auf rund 200 Meldungen an. Der Verlauf passt zur 17:50-Uhr-Meldung des Berliner Händlers.

Vortag schon international Thema – DDoS-Vorwurf steht im Raum

Der Sonntagabend-Ausfall war kein deutsches Phänomen. International haben Branchenmedien den Vorfall ausführlich dokumentiert. Value Added Resource berichtet von Server-Fehlern in Suche, Login, Checkout und Artikelbeschreibungen, mit Bestätigungen aus den eBay-Foren in UK, Kanada und Australien. Auch eCommerceBytes von Ina Steiner verfolgt die Pannenserie seit Monaten – allein im März 2026 listet StatusGator drei eBay-Störungen mit Ausfallzeiten zwischen 9 Minuten und 3 Stunden 27 Minuten.

Die Hacktivisten-Gruppe 313 Team hat sich auf Social Media zu einer DDoS-Attacke gegen eBay bekannt – unbestätigt, aber zeitlich passend. eBay selbst zeigt auf der offiziellen System-Status-Seite weiterhin grün und schweigt. Die Anfrage von wortfilter.de zum Sonntagabend-Ausfall ist bis Redaktionsschluss unbeantwortet geblieben.

Was jetzt zählt: Belege sichern, Provisionen einfordern

Onlinehändler sollten jeden weiteren Ausfall sauber dokumentieren. Screenshots der Akamai-Fehlerseiten mit sichtbarer Reference-Nummer, Uhrzeit, betroffene Listing-IDs und gegebenenfalls API-Logs. Diese Belege sind die Grundlage, um beim eBay-Support später eine Erstattung der Angebotsgebühren oder eine Wiedereinstellung verpasster Auktionen zu beantragen.

Wer Tools oder Schnittstellen-Anbindungen nutzt, sollte zusätzlich die Antwortzeiten des eBay-API-Endpunkts protokollieren. Bei wiederholten Timeouts gilt: nicht stumpf retryen, sonst landet der eigene Account in der Drosselung. Lieber pausieren, dokumentieren, später nachladen.

Zwei Ausfälle in 24 Stunden – das ist ein Angriff

Sonntagabend Frontend und API, Montagabend der Login: Wenn binnen eines Tages zwei verschiedene Kernkomponenten kippen, liegt der Verdacht auf einem Problem im Kern der Infrastruktur nahe. Ob Last, Konfigurationsfehler oder gezielter Angriff – eBay schuldet seinen Verkäufern eine Antwort. Die Hintergründe sind weiter unbekannt. Die Geduld vieler Onlinehändler ist es ebenfalls.

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