Amazon hat „Auszahlung auf Anfrage“ für alle Händler freigeschaltet, deren Konten auf den Standard-Rücklagenzeitraum DD+7 migriert wurden. Wer dort angekommen ist, kann sein verfügbares Guthaben einmal alle 24 Stunden täglich abrufen – ohne auf das Ende des Abrechnungszyklus zu warten. Die Information landete per Mail in den Postfächern betroffener Verkäufer. Damit kehrt für viele Händler die tägliche Auszahlung zurück, die mit dem Auslaufen der DD+7-Schonfrist zunächst weggefallen war. Die Reaktion aus der Community fällt überraschend aus.

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Über ein Jahr angekündigt – jetzt ist sie scharf

Die Umstellung auf DD+7 (Delivery Date plus sieben Tage) hat Amazon seit Mitte 2024 angekündigt und mehrfach verschoben. Wir hatten zuletzt im August 2025 darüber berichtet , dass die Frist Ende September ausläuft. Seitdem wandern die Konten in Wellen in den neuen Auszahlungsmodus – Guthaben wird sieben Tage nach bestätigter Lieferung freigegeben, nicht mehr nach Versand.

Mit der Umstellung fielen für viele Verkäufer die täglichen Auszahlungen weg. Hier setzt Amazons neue Funktion an: Wer die Migration abgeschlossen hat, bekommt „Auszahlung auf Anfrage“ automatisch freigeschaltet.

Guten Tag!

Wir haben für Verkäufer, die ihre Migration zum Standard-Rücklagenzeitraum von sieben Tagen nach Lieferdatum (TT+7) abgeschlossen haben, Auszahlungen auf Anfrage eingeführt. Da Ihr Konto nun die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt, können Sie diese Funktion nutzen, um täglich Guthaben aus Ihrem verfügbaren Saldo auszahlen zu lassen. Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu den ersten Schritten.

Mit „Auszahlung auf Anfrage“ können Sie einmal alle 24 Stunden eine Auszahlung Ihres verfügbaren Saldos anfordern, ohne auf das Ende des standardmäßigen Abrechnungszyklus zu warten. So erhalten Sie eine größere Kontrolle über Ihren Cashflow und einen schnelleren Zugriff auf Ihre Einnahmen. Damit Ihre Auszahlungsanfrage reibungslos verarbeitet wird, achten Sie vor der Übermittlung auf Folgendes:

1. Positiver verfügbarer Saldo – Auf Ihrem Konto ist zum Anfragezeitpunkt ein positiver Saldo verfügbar.

2. Aktives Finanzinstrument – In Ihrem Konto ist ein gültiges und aktives Bankkonto oder Finanzinstrument eingerichtet. Wenn Sie noch kein Bankkonto hinzugefügt haben, gehen Sie in Seller Central zu Einstellungen ? Informationen zum Verkäuferkonto ? Zahlungsweise für Auszahlungen, um eines einzurichten

3. Wartezeit von 24 Stunden – Seit Ihrer letzten Auszahlungsanfrage sind mindestens 24 Stunden vergangen.

Sobald alle drei Bedingungen erfüllt sind, sind Sie startklar. Wenn Anfragen nicht alle drei Bedingungen erfüllen, werden sie nicht bearbeitet.

Um eine Auszahlungsanfrage zu stellen, gehen Sie in Seller Central zur Übersichtsseite Zahlungen, bestätigen Sie in der Spalte „Verfügbares Guthaben“ den verfügbaren Saldo und wählen Sie dann „Zahlung anfordern“ aus. Eine detaillierte Anleitung finden Sie unter So fordern Sie über „Auszahlungen auf Anfrage“ eine Auszahlung an.

Das Team von Amazon Services

Drei Bedingungen, mehr nicht

Die Hürden für eine Anfrage sind niedrig:

  • Positiver verfügbarer Saldo zum Zeitpunkt der Anfrage
  • Aktives Bankkonto oder Finanzinstrument in Seller Central hinterlegt
  • 24 Stunden Wartezeit seit der letzten Auszahlungsanfrage

Werden alle drei Punkte erfüllt, läuft die Anfrage durch. Fehlt einer, wird sie nicht bearbeitet – ohne Fehlermeldung im klassischen Sinn, sondern still verworfen.

So holst du dir dein Geld

In Seller Central die Übersichtsseite Zahlungen öffnen. In der Spalte Verfügbares Guthaben den Saldo bestätigen, dann Zahlung anfordern anklicken. Das war’s. Eine Anfrage pro 24 Stunden, beliebig oft im Monat. Wer kein Bankkonto hinterlegt hat, legt es vorher unter Einstellungen → Informationen zum Verkäuferkonto → Zahlungsweise für Auszahlungen an.

Händler-Stimme: „Gut gemacht, Amazon“

Aus der Community kommt eine Einordnung. Ein Händler aus dem Wortfilter-Kreis schreibt zur Umsetzung:

„Im Grunde ist Amazons Umsetzung der DD+7 Auszahlungsrichtlinie fair. Ein guter Kompromiss. Streng genommen ist das ein enormes Entgegenkommen auf die Händlerforderungen. Gut gemacht, Amazon!“

Die Bewertung trifft den Punkt: DD+7 hält Amazon das Ausfallrisiko vom Hals, die tägliche Auszahlung auf Anfrage hält den Cashflow der Händler in Bewegung. Beide Seiten bekommen, was sie brauchen.

Eine andere Sicht: Wer jetzt Pech hat

Nicht alle Konten sind bereits migriert. Ein anderer Händler meldete sich heute Morgen mit einer anderen Geschichte: Sein alter Account konnte bis gestern täglich abbuchen, die letzte Abbuchung wurde storniert, die Migration nun erzwungen. Mitten in der saisonalen Hochphase. Wer die Ankündigungen der letzten zwölf Monate nicht in seine Liquiditätsplanung übersetzt hat, sitzt jetzt mit Beständen, Lieferantenrechnungen und einem siebentägigen Auszahlungsfenster da.

Die Mail von Amazon ist zwar formal die Freischaltung der täglichen Auszahlung – für Händler ohne Vorbereitung ist sie aber gleichzeitig die finale Bestätigung, dass DD+7 jetzt durchgreift. Lieferanten informieren, Zahlungsziele nachverhandeln, Einkaufsmengen anpassen. Die Mail von Amazon reicht als Begründung gegenüber Lieferanten in der Regel aus.

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