Wer ein Unternehmen in China gründen will, scheitert selten am großen Plan, sondern an Kapitalstruktur, Rechtsform und Liquidität. Das EU SME Centre und die European Chamber laden am 12. Mai 2026 zu einem Workshop , der genau diese Themen praxisnah aufrollt. Die Teilnahme ist für europäische KMU kostenlos, das Format hybrid: Shanghai vor Ort oder Zoom. Beginn in Brüsseler Zeit ist 10:00 Uhr, Ende 11:30 Uhr. Wer Onlinehändler ist und mit dem Gedanken an eine eigene Struktur in China spielt, bekommt hier 90 Minuten geballte Praxis.
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Warum die meisten China-Gründungen schon am ersten Tag scheitern
Die Probleme bei einer Firmengründung in China beginnen nicht beim ersten Kunden, sondern beim Setup. Falsche Kapitalstruktur, ein zu eng gefasster Geschäftszweck (Business Scope) oder eine Rechtsform, die später nicht zum Geschäftsmodell passt: das sind die Klassiker, die Jahre später zu Restrukturierungen, Steuerproblemen oder im schlimmsten Fall zur De-Registrierung führen.
Der Workshop adressiert genau diese Fundamente. Es geht um die richtige Kapitalisierung, die passende Legal Entity und die Frage, wie sich eine Finanzarchitektur aufstellen lässt, die Wachstum trägt und Risiken absichert.
Liquidität, Compliance, Audit: Worüber 90 Minuten Workshop laufen
Die Agenda fokussiert sich auf das, was im Tagesgeschäft tatsächlich Geld kostet. Liquiditätsmanagement in China ist wegen Devisenkontrollen und Cross-Border-Cashflow-Beschränkungen ein eigenes Thema. Compliance bedeutet hier nicht nur Steuern, sondern Sozialversicherung, Arbeitsrecht, Datenschutz nach PIPL und sektorspezifische Lizenzen.
Ein eigener Block widmet sich dem Exit. Wer in China aussteigen will, braucht einen Asset-Transfer-Plan, einen Full-Scope-Audit und eine saubere De-Registrierung. Wer das vorher nicht durchdacht hat, sitzt am Ende mit Restkapital fest, das die Devisenbehörde nicht freigibt.
Was dich beim Workshop am 12. Mai konkret erwartet
Keynote-Speaker ist Yvon Russon, CEO von SONG Co. Ltd., einer Beratung mit Büros in Shanghai, Hongkong, Paris und Osaka. Russon ist zudem Asia Regional Director von SFAI, dem nach eigenen Angaben sechzehntgrößten internationalen Netzwerk professioneller Kanzleien. Sein Schwerpunkt liegt auf grenzüberschreitendem Markteintritt, M&A und der Strukturierung europäischer Operationen chinesischer Konzerne.
Der Ablauf laut Veranstalter-Seite : Registrierung und Networking ab 15:30 Uhr Pekinger Zeit (vor Ort), danach Eröffnung, 55 Minuten Keynote, 25 Minuten Q&A, Abschluss um 17:30 Uhr. Brüsseler Zeit: 10:00 bis 11:30 Uhr. Veranstaltungsort vor Ort ist das European Chamber Shanghai Office, online läuft es über Zoom.
Für wen sich die Anmeldung lohnt — und für wen nicht
Das Webinar richtet sich an europäische KMU. Onlinehändler, die über eine eigene WFOE (Wholly Foreign-Owned Enterprise) nachdenken, ihre Cross-Border-E-Commerce-Aktivitäten in eine lokale Struktur überführen wollen oder ein chinesisches Tochterunternehmen für Beschaffung und Logistik aufbauen, gehören zur Kernzielgruppe. Wer rein über Marktplätze wie Tmall Global oder JD Worldwide verkauft und keine lokale Entität plant, bekommt hier weniger Mehrwert.
Das EU SME Centre ist ein Projekt der Europäischen Kommission (DG GROW und EISMEA). Sämtliche Services, inklusive dieses Workshops, sind für europäische KMU kostenfrei. Die Anmeldung läuft direkt über die Veranstalter-Seite .





