Word-of-Mouth-Marken entscheiden mit, was in deinem Shop nachgefragt wird. Samsung legte im Mai 2026 um 6,2 Prozentpunkte bei der Mundpropaganda zu – der stärkste Sprung aller Marken in Deutschland. YouGov misst monatlich, über welche Marken Verbraucher mit Freunden und Familie reden. Für Onlinehändler ist diese Liste ein direktes Nachfragesignal. Wer früh sieht, welche Marken im Gespräch sind, richtet Sortiment und Werbebudget danach aus.
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Samsung schlägt alle – 6,2 Punkte in einem Monat
YouGov veröffentlicht jeden Monat die deutschen Marken mit dem stärksten Zuwachs an Mundpropaganda. Grundlage ist der YouGov BrandIndex , ein tägliches Marken-Tracking. Die Kennzahl „Word of Mouth Exposure“ misst den Anteil der Verbraucher, die in den vergangenen zwei Wochen mit Freunden oder Familie über eine Marke gesprochen haben – persönlich, online oder in sozialen Netzwerken.
Das Ranking zeigt nicht die beliebtesten Marken, sondern die mit dem größten Sprung gegenüber dem Vormonat. Samsung kletterte von 23,3 Prozent im April auf 29,5 Prozent im Mai. Das sind 6,2 Prozentpunkte mehr Gesprächsanteil in vier Wochen. Kein anderer Name legte so schnell zu.
Die Top 10: Wer im Mai am meisten Gesprächsstoff lieferte
Die zehn Marken mit dem stärksten Zuwachs an Word-of-Mouth im Mai 2026, sortiert nach Prozentpunkten:
- Samsung – +6,2 Punkte (23,3 % → 29,5 %)
- Tchibo – +5,1 Punkte (12,9 % → 18,0 %)
- Balea – +3,3 Punkte (8,1 % → 11,4 %)
- M&M’s – +2,8 Punkte (4,9 % → 7,7 %)
- X (ehemals Twitter) – +2,6 Punkte (5,8 % → 8,4 %)
- Twix – +2,6 Punkte (3,9 % → 6,5 %)
- Pringles – +2,5 Punkte (5,1 % → 7,6 %)
- Fenistil – +2,5 Punkte (4,1 % → 6,6 %)
- Swatch – +2,5 Punkte (4,0 % → 6,5 %)
- Finish – +2,5 Punkte (1,8 % → 4,3 %)
Auffällig ist die Mischung: ein Elektronikkonzern an der Spitze, dahinter Handel und Drogerie mit Tchibo und der dm-Eigenmarke Balea, dazu vier Snack- und Süßwarenmarken aus dem Mars-Konzern und der Kellanova-Gruppe (M&M’s, Twix, Pringles). Mit Fenistil schafft es eine Apothekenmarke in die Liste, mit Finish ein Spülmaschinen-Reiniger. Den vollständigen Überblick und die Grafik findest du bei YouGov .
Warum diese Liste dein Sortiment betrifft
Mundpropaganda läuft der Suchnachfrage voraus. Wenn eine Marke im Gespräch steigt, folgen oft die Suchanfragen auf Amazon, eBay und Google. Bei schnelldrehenden Produkten wie Süßwaren, Drogerie und Reinigern (FMCG, Fast Moving Consumer Goods) ist der Effekt am direktesten: Gesprächsthema heute, Warenkorb morgen.
Sechs der zehn Marken stammen aus genau diesen Kategorien. Balea, M&M’s, Twix, Pringles, Fenistil und Finish sind klassische Marktplatz- und Wiederverkaufsware. Für Onlinehändler ist das ein Hinweis, welche Produkte gerade Aufmerksamkeit ziehen – noch bevor sie sich in den eigenen Verkaufszahlen zeigen.
Was du aus den Buzz-Gewinnern machst
Prüfe, ob du Marken aus der Liste führst oder beschaffen kannst. Steigender Gesprächsanteil bedeutet höhere Klickraten bei Anzeigen und mehr organische Suche auf den Marktplätzen. Wer Listings für diese Marken früh optimiert – Titel, Bilder, Keywords –, sichert sich Sichtbarkeit, bevor der Wettbewerb nachzieht.
Beobachte die Ranglisten über mehrere Monate. Ein einmaliger Ausschlag kann von einer Kampagne oder einem Produktstart kommen. Hält der Zuwachs über zwei oder drei Monate an, spricht das für nachhaltige Nachfrage. YouGov veröffentlicht die Word-of-Mouth-Marken monatlich, ein Vergleich lohnt sich.
Buzz ist kein Verkauf – aber der Anfang davon
Die Liste misst Gespräche, keine Umsätze. Ein hoher Word-of-Mouth-Wert garantiert keine Bestellung. Doch jede Kaufentscheidung beginnt mit Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit zeigt sich zuerst im Gespräch. Onlinehändler, die diese Signale lesen, kaufen ein, was der Markt gleich nachfragt – statt dem Trend hinterherzulaufen.




