Die Fußball-WM 2026 wird für Onlinehändler kein flächendeckender Umsatzschub, aber für einzelne Warengruppen ein planbares Einmalgeschäft. 47 Prozent der TV-Zuschauer in Deutschland wollen während des Turniers häufiger Chips und Salzgebäck kaufen, 37 Prozent greifen verstärkt zu Bier und alkoholfreien Getränken. Das zeigt eine repräsentative YouGov -Umfrage unter 2.082 Befragten aus dem März 2026. Wer die Daten der letzten zwei Turniere ernst nimmt, kann jetzt Produkt-Bundles schnüren, die genau auf den Heimkonsum vor dem Fernseher zielen.

Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.

Snacks schlagen jeden Turniereffekt – auch ohne Public Viewing

Bei der Heim-EM 2024 legten Süßwaren und Snacks im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 19 Prozent zu. Besonders gefragt waren Chips, Knabbergebäck, Nüsse, Popcorn, Fruchtgummi und Schokoriegel. Schon die WM 2022 in Katar zeigte: Während der Gesamtmarkt unter Inflation litt und die Absatzmenge im November und Dezember um 3,8 Prozent sank, zogen Kartoffelchips, Knabbergebäck, Fruchtgummi und Süßgebäck deutlich an.

Für die WM 2026 liegen die Konsumabsichten noch höher. 61 Prozent der Millennials planen häufigere Chips-Käufe, 26 Prozent aller Heimzuschauer wollen mehr Süßwaren kaufen. Ein Bundle aus drei Chips-Sorten plus Dip oder ein Mix-Karton mit Fruchtgummi, Schokoriegeln und Nüssen bedient diese Nachfrage in einem Klick. Mehr Daten dazu in der YouGov-Auswertung zur WM 2026 .

Bier zog 2024 um 9,4 Prozent an – auch alkoholfrei

Der Biermarkt ist die zweite Wachstumskategorie. Bei der Heim-EM 2024 stieg der Bier-Absatz im Juni um 9,4 Prozent, alkoholfreies Bier entwickelte sich ebenfalls positiv. Während der WM 2022 profitierten vor allem Marken mit starker Fußballpräsenz wie der damalige Sponsor Bitburger.

37 Prozent der WM-2026-Heimzuschauer planen mehr Bier-Käufe, 37 Prozent mehr alkoholfreie Getränke. Bundles mit Sixpacks unterschiedlicher Sorten, Kombinationen aus klassischem Bier und alkoholfreier Variante oder Mixkisten mit Bier plus passenden Snacks decken beide Konsumanlässe in einer Bestellung ab.

Cola, Energy, Eistee – das Getränke-Trio der Turnierphase

Bei alkoholfreien Getränken zeigten beide vergangenen Turniere ein Muster. 2022 legten Eistee, Energy Drinks, Wasser sowie Cola- und Bittergetränke zu. 2024 wuchsen Energy Drinks, Flavoured Water, Sportgetränke und Cola-Getränke gegen den schwachen Trend in der Kategorie.

Für Bundles heißt das: Eine Kombination aus Cola, Energy Drink und Wasser trifft den Mainstream-Bedarf. Mixkartons mit Eistee, Sportgetränken und Flavoured Water sprechen Millennials und jüngere Zielgruppen an, deren Konsumabsichten laut YouGov deutlich über dem Schnitt liegen.

Grillartikel: 27 Prozent planen mehr Käufe – wenn das Wetter mitspielt

27 Prozent der WM-2026-Heimzuschauer wollen häufiger Grillartikel kaufen. Während der WM 2022 entwickelten sich Würzsoßen, Ketchup und Geflügelfleisch überdurchschnittlich. Bei der EM 2024 blieben Fleisch- und Wurstwaren dagegen rückläufig – ein Grund war das wechselhafte Wetter, das die Grillsaison dämpfte.

Die WM 2026 in Nordamerika und Mexiko findet im Juni und Juli statt. Wettrisiko in Deutschland: real. Bundles aus Marinaden, Würzsoßen, Grillgemüse und vakuumiertem Fleisch funktionieren auch bei Regenwetter im Innenraum. Ein Komplett-Set für den Grillabend zuhause reduziert die Wetterabhängigkeit, weil der Kaufanlass nicht das Wetter ist, sondern das Spiel.

Was Onlinehändler jetzt konkret tun können

Drei Schritte für ein planbares Einmalgeschäft:

Erstens: Listings vorbereiten. Bundle-Titel mit „WM 2026″, „Public Viewing zuhause“ oder „Spieltag-Box“ sind ab Mai indexierbar und werden bis zum Anpfiff im Juni von Google und den Marktplatz-Suchen erfasst.

Zweitens: Lager kalkulieren. 31 Prozent der Heimzuschauer planen laut YouGov keine höheren Ausgaben. Das relativiert den Boom. Wer auf realistische Mengen plant statt auf Maximaleffekte, vermeidet Restposten nach dem Finale.

Drittens: Auf Millennials zielen. Drei von fünf in dieser Altersgruppe planen häufigere Chips-Käufe, auch bei Bier, Süßwaren und alkoholfreien Getränken liegen sie deutlich über dem Durchschnitt. Bundle-Sortimente und Werbeansprache lassen sich darauf zuschneiden.

Das Turnier ist kein Boom – aber ein planbarer Anlass

Die YouGov-Analyse ist deutlich: Ein breit angelegter Nachfrageboom im FMCG-Markt bleibt auch 2026 aus. Inflation, Wetter, Public Viewing und der Austragungszeitpunkt in Nordamerika beeinflussen den Heimkonsum stärker als das Turnier selbst. Aber die Gewinnerkategorien sind dieselben wie 2022 und 2024: Snacks, Bier, Cola, Energy, Grillartikel.

Wer diese Daten zu Bundles verarbeitet, nimmt ein Einmalgeschäft mit, das vier Wochen läuft und danach vorbei ist. Die Vergangenheit liefert die Bauanleitung. Die WM 2026 liefert den Anlass.

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