Wer einen Onlineshop aufbauen oder erneuern möchte, findet schnell eine lange Liste möglicher Agenturen. Schwieriger wird es bei der Frage, welche davon zum eigenen Unternehmen passt. Manche Dienstleister konzentrieren sich auf eine bestimmte Shopplattform. Andere kümmern sich auch um Warenwirtschaft, digitale Kundenportale oder die Weiterentwicklung bestehender Shops.
Inhaltsverzeichnis
- Worauf sollte man bei einer Onlineshop-Agentur achten?
- Kategorie-Sieger: Onlineshops in Verbindung mit ERP-Systemen und Warenwirtschaft – eBakery
- Kategorie-Sieger: B2B-Onlineshops und komplexe Kundenportale – dotSource
- Kategorie-Sieger: Conversion-Optimierung und A/B-Testing – konversionsKRAFT
- Kategorie-Sieger: Headless Commerce und individuelle Shopoberflächen – digital.manufaktur
- Kategorie-Sieger: Omnichannel und vernetzte Einkaufserlebnisse – hmmh
- Sieben weitere interessante Onlineshop-Agenturen
- Welche Onlineshop-Agentur passt zum eigenen Unternehmen?
- Das Shopsystem sollte zur Aufgabe passen
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Für Händler macht das einen erheblichen Unterschied. Ein neuer Markenauftritt verlangt andere Fähigkeiten als ein Projekt, bei dem Bestellungen aus mehreren Verkaufskanälen in einem ERP-System zusammenlaufen sollen. Auch ein Geschäftskundenportal lässt sich kaum mit dem Shop einer kleinen Endkundenmarke vergleichen.
Wir betrachten deshalb zwölf Anbieter und zeichnen fünf davon für unterschiedliche Schwerpunkte aus. Den Anfang macht eBakery für die Verbindung von Onlineshops mit ERP-Systemen und Warenwirtschaft. Anschließend folgen sieben weitere Agenturen mit kurzen Einordnungen.
Die Kategorie-Siege beruhen auf einer redaktionellen Bewertung öffentlich zugänglicher Leistungen und Referenzen, Stand November 2026. Eigene Testprojekte oder standardisierte Leistungsmessungen wurden nicht durchgeführt.
Worauf sollte man bei einer Onlineshop-Agentur achten?
Vor der Agentursuche sollte feststehen, welche Probleme das Projekt lösen muss. „Wir brauchen einen moderneren Shop“ reicht als Briefing selten aus. Aussagekräftiger ist beispielsweise, dass Mitarbeiter täglich Bestellungen übertragen oder Geschäftskunden ihre vereinbarten Preise telefonisch erfragen müssen.
Auch die vorhandenen Systeme gehören früh auf den Tisch. Wer ein funktionierendes ERP betreibt, wird andere Anforderungen stellen als ein Unternehmen, das gleichzeitig seine Warenwirtschaft wechseln möchte. Bei einer Migration müssen außerdem bestehende URLs und angeschlossene Dienste berücksichtigt werden.
Für diesen Vergleich haben wir auf die beschriebenen Leistungsschwerpunkte und nachvollziehbare Projektbeispiele geachtet. Die Auszeichnungen beziehen sich jeweils auf eine bestimmte Aufgabe. Ob die Zusammenarbeit passt, hängt außerdem vom Budget und vom vorgesehenen Projektteam ab.
Kategorie-Sieger: Onlineshops in Verbindung mit ERP-Systemen und Warenwirtschaft – eBakery
Ein Auftrag ist im Shop schnell angenommen. Danach muss er im Betrieb weiterverarbeitet werden. Ob das ohne ständige Nacharbeit funktioniert, hängt wesentlich vom Zusammenspiel mit der Warenwirtschaft ab.
Für diesen Bereich zeichnen wir die Onlineshop Agentur eBakery aus.
Die Agentur bietet die Umsetzung unterschiedlicher Shopplattformen an und beschäftigt sich zugleich mit ERP- und Warenwirtschaftslösungen wie Odoo, JTL und Xentral. Diese Verbindung ist der ausschlaggebende Grund für die Auswahl. Sie ermöglicht es, den Shop zusammen mit den Abläufen dahinter zu planen.
Relevant wird das etwa bei einem Händler, der mehrere Verkaufskanäle betreibt. Bestände müssen korrekt verteilt werden, Aufträge sollen zentral eingehen und Retouren dürfen keine widersprüchlichen Daten hinterlassen. Bei einem ERP-Wechsel kommen Entscheidungen hinzu, die bereits die Struktur des neuen Shops beeinflussen können.
Das öffentlich dokumentierte Portfolio von eBakery deckt sowohl den Verkauf im Onlineshop als auch die Anbindung betrieblicher Systeme ab. Damit ist die Agentur besonders für Vorhaben interessant, bei denen manuelle Arbeit zwischen Shop und Verwaltung reduziert werden soll.
Im Auswahlgespräch empfiehlt sich ein konkreter Geschäftsvorgang. Eine Bestellung mit Teillieferung und anschließender Rückgabe zeigt schnell, welche Fragen eine geplante Integration beantworten muss.
Kategorie-Sieger: B2B-Onlineshops und komplexe Kundenportale – dotSource
Ein Einkäufer möchte häufig keine lange Produkterkundung. Er kennt die Artikelnummer und braucht eine schnelle Nachbestellung zu seinen vereinbarten Konditionen. In anderen Unternehmen muss zunächst ein Vorgesetzter den Warenkorb freigeben.
Solche Unterschiede prägen die Anforderungen an einen B2B-Shop.
Unser Kategorie-Sieger ist dotSource . Die Agentur begleitet Commerce-Projekte von der Systemauswahl bis zur Umsetzung und dokumentiert Erfahrungen mit Geschäftskundenmodellen. Öffentlich vorgestellte Projekte und Kunden wie KWS und Würth bieten Anknüpfungspunkte für Unternehmen mit anspruchsvollen Vertriebsstrukturen.
Für die Auszeichnung zählt die Verbindung von fachlicher Konzeption und technischer Umsetzung. Ein Kundenportal soll die tägliche Arbeit der Einkäufer erleichtern. Welche Rollen, Sortimente oder Freigaben dafür gebraucht werden, lässt sich erst aus den tatsächlichen Bestellabläufen ableiten.
dotSource erhält den Kategorie-Sieg für B2B-Vorhaben, bei denen diese Abläufe gemeinsam mit einer gewachsenen Systemlandschaft betrachtet werden müssen.
Kategorie-Sieger: Conversion-Optimierung und A/B-Testing – konversionsKRAFT
Nicht jeder schwach verkaufende Shop braucht einen Neubau. Vielleicht fehlen Kunden entscheidende Produktinformationen. Vielleicht wirft der Checkout Fragen auf, die im Projektteam niemand mehr bemerkt.
Bevor eine Agentur die komplette Oberfläche ersetzt, sollte sie die Ursache untersuchen.
In dieser Kategorie fällt unsere Wahl auf konversionsKRAFT . Der Anbieter konzentriert sich auf Kaufhürden und die Überprüfung möglicher Verbesserungen durch A/B-Tests. Verhaltenspsychologische Ansätze gehören zum beschriebenen Vorgehen.
Diese Spezialisierung begründet den Kategorie-Sieg. Änderungen sollen anhand des Nutzerverhaltens bewertet werden. Das passt zu Händlern, die einen bestehenden Shop fortlaufend verbessern möchten.
Voraussetzung sind verwertbare Daten und genügend Bestellungen für aussagekräftige Untersuchungen. Außerdem braucht es Kapazitäten, um erfolgreiche Änderungen umzusetzen. Ein Testprogramm hilft wenig, wenn seine Ergebnisse anschließend monatelang auf die technische Umsetzung warten.
konversionsKRAFT ist in diesem Vergleich deshalb der Spezialist für die Weiterentwicklung vorhandener Verkaufsstrecken. Bei einem vollständigen Plattformwechsel sollten Händler zusätzlich klären, wer den technischen Neubau übernimmt.
Kategorie-Sieger: Headless Commerce und individuelle Shopoberflächen – digital.manufaktur
Eine umfangreiche Produktberatung oder eine besondere Benutzeroberfläche kann ein Shopsystem an seine vorgesehenen Grenzen bringen. Dann lohnt sich die Prüfung, ob Oberfläche und Commerce-Funktionen getrennt entwickelt werden sollten. Dieses Prinzip wird als Headless Commerce bezeichnet.
Unser Kategorie-Sieger ist digital.manufaktur .
Die Agentur beschreibt individuelle Softwareentwicklung und zeigt Projekte mit Progressive Web Apps. Bei Faserplast werden beispielsweise Shopware 6 und hubble commerce zusammen mit einer solchen Oberfläche genannt. Damit gibt es ein konkretes Projektbeispiel für diesen Schwerpunkt.
Die dokumentierte Erfahrung mit individuellen Oberflächen gibt den Ausschlag für die Auszeichnung. Händler können daran anknüpfen, wenn ihre Anforderungen über die Anpassung einer vorhandenen Shopvorlage hinausgehen.
Die größere Freiheit verursacht allerdings zusätzlichen Abstimmungs- und Wartungsaufwand. Deshalb gehört die Frage nach dem geschäftlichen Nutzen an den Anfang. Wer lediglich ein neues Design benötigt, sollte zunächst prüfen lassen, was im bestehenden System möglich ist.
Kategorie-Sieger: Omnichannel und vernetzte Einkaufserlebnisse – hmmh
Kunden unterscheiden selten nach internen Zuständigkeiten. Sie entdecken ein Produkt auf dem Smartphone, stellen eine Frage im Laden und erwarten später verständliche Informationen zur Lieferung.
Für den Händler können dahinter mehrere Systeme und Teams stehen.
In dieser Kategorie zeichnen wir hmmh aus. Die Agentur positioniert sich im Connected Commerce und beschreibt die Verbindung digitaler und stationärer Kontaktpunkte. Auf der Website werden Commerce-Technologie und kanalübergreifende Kommunikation dargestellt, unter anderem anhand der Zusammenarbeit mit Nø Cosmetics.
Der Kategorie-Sieg beruht auf dieser übergreifenden Betrachtung. Sie passt zu Unternehmen, die ihren Shop mit weiteren Kauf- und Kommunikationswegen abstimmen wollen.
Bei Filialhändlern können daraus Fragen zu Abholung oder Rückgabe entstehen. Marken ohne eigene Geschäfte müssen möglicherweise Kampagnen und Kundenkommunikation besser mit dem Shop verbinden. Welche Aufgaben übernommen werden sollen, gehört ausdrücklich ins Briefing.
Ebenso wichtig sind die Zuständigkeiten im Unternehmen. Eine online angebotene Abholung funktioniert erst, wenn die Ware vor Ort zuverlässig bereitgestellt wird.
Sieben weitere interessante Onlineshop-Agenturen
Neben den Kategorie-Siegern kommen weitere Anbieter für die engere Auswahl infrage. Die folgende Reihenfolge stellt keine Platzierung dar.
NETFORMIC
NETFORMIC verbindet Commerce-Projekte mit Produktdatenmanagement und Systemintegration. Das beschriebene Angebot umfasst unterschiedliche Handelsmodelle und Plattformen. Für Unternehmen mit umfangreichen Produktinformationen ist insbesondere die Verbindung von Shop und zentraler Datenpflege ein Ansatzpunkt für das Erstgespräch.
basecom
basecom verfügt über ein breites Technologieportfolio mit Plattformen wie Shopware, commercetools, Spryker und Adobe Commerce. Die Agentur kommt damit für Unternehmen infrage, die ihre Plattformwahl noch prüfen oder individuelle Softwareentwicklung benötigen.
Bei der Auswahl sollte die Erfahrung des vorgesehenen Projektteams mit der tatsächlich eingesetzten Technologie im Mittelpunkt stehen.
creativestyle
creativestyle begleitet B2B- und B2C-Commerce von der Konzeption über die Entwicklung bis zum Betrieb. Zum dokumentierten Angebot gehören verschiedene Shopplattformen. Das ermöglicht einen Vergleich mehrerer technischer Ansätze, bevor sich ein Unternehmen auf ein System festlegt.
netz98
netz98 legt einen deutlichen Schwerpunkt auf Magento und Adobe Commerce. Für Händler, die bereits auf diese Plattformen setzen, ist die Spezialisierung ein naheliegender Ausgangspunkt. Neben der Weiterentwicklung sollten auch Betrieb und Wartung im Gespräch berücksichtigt werden.
best it
best it gehört ebenfalls zu den Anbietern im Commerce-Umfeld. Bei einer möglichen Zusammenarbeit sollten Händler sich anhand vergleichbarer Projekte zeigen lassen, welche Aufgaben die Agentur übernehmen würde und wie die Betreuung nach dem Start organisiert ist.
Webmatch
Webmatch beschreibt Leistungen für Planung, Entwicklung und Optimierung von Commerce-Plattformen. Zum dargestellten Portfolio gehören unter anderem Shopware und commercetools sowie Headless-Ansätze. Auch Produktdaten und Kundenbindung werden im Angebot berücksichtigt.
blindwerk
blindwerk dokumentiert unter anderem die Umsetzung einer B2B-Lösung mit Shopware für biomex. Für Händler mit Geschäftskundenanforderungen bietet diese Referenz einen konkreten Gesprächseinstieg. Dabei sollte geklärt werden, welche dort umgesetzten Abläufe mit dem eigenen Vorhaben vergleichbar sind.
Welche Onlineshop-Agentur passt zum eigenen Unternehmen?
Ein Händler mit einem kleinen Sortiment braucht keine umfangreiche Plattformarchitektur, nur weil eine Agentur sie entwickeln kann. Umgekehrt hilft ein günstiger Shopaufbau wenig, wenn wichtige Abläufe anschließend außerhalb des Systems erledigt werden müssen.
Für eine brauchbare Auswahl sollten Unternehmen ihre Anforderungen anhand realer Vorgänge beschreiben. Dazu kann eine Bestellung mit Sonderkonditionen gehören oder eine Retoure, die heute viel Abstimmung verursacht. An solchen Beispielen zeigt sich, ob die Agentur die Aufgabe verstanden hat.
Referenzen verdienen ebenfalls einen genaueren Blick. Hat der Dienstleister den gesamten Shop umgesetzt oder einen begrenzten Teil übernommen? Ist das damalige Team noch verfügbar? Welche Erfahrungen lassen sich auf das neue Projekt übertragen?
Ein bekannter Kundenname allein beantwortet diese Fragen nicht.
Das Shopsystem sollte zur Aufgabe passen
Wer sich früh auf eine Plattform festlegt, schränkt auch die Agenturauswahl ein. Das kann sinnvoll sein, etwa wenn ein bestehender Shop weiterentwickelt werden soll. Bei einem vollständigen Neuaufbau lohnt sich dagegen die Prüfung, welche Anforderungen die Entscheidung tatsächlich bestimmen.
Dazu gehören auch die laufenden Kosten und die Möglichkeiten des eigenen Teams. Ein Unternehmen ohne interne Entwicklung braucht eine andere Form der Betreuung als ein Händler mit eigener Technikabteilung.
Im Angebot sollte deshalb erkennbar sein, was nach dem Go-live passiert. Wer kümmert sich um Updates? Welche Reaktionszeiten gelten bei Störungen? Wie werden spätere Änderungen beauftragt?
Diese Vereinbarungen beeinflussen den Alltag meist länger als die eigentliche Bauphase des Shops.




