Revolut Bank UAB will ihr französisches Geschäft voraussichtlich zwischen dem 2. und 5. Dezember 2026 auf die neue französische Gesellschaft Revolut Bank S.A. übertragen. Das geht aus einer Kundenmail vom 26. Oktober hervor, die wortfilter vorliegt. Die angekündigte Migration betrifft nach Angaben der Bank ausschließlich Konten französischer Kunden. Für die angeschriebenen Kunden, deren Konten bei der litauischen Bank bleiben, sollen sich weder die IBAN noch die Nutzung von Karte und App ändern.

Fasse den Artikel im Bullet-Stil zusammen.

Revolut Bank überträgt das französische Geschäft

Die Umstrukturierung umfasst laut Mitteilung die Geschäftstätigkeiten der französischen Zweigniederlassung der Revolut Bank UAB einschließlich der dort geführten Kundenkonten. Diese sollen künftig zur Revolut Bank S.A. gehören. Damit wechselt für die betroffenen Konten die rechtlich zuständige Bank innerhalb der Revolut-Gruppe.

Revolut nennt für den Abschluss einen Zeitraum von vier Kalendertagen. Einen einzelnen Umstellungstag nennt die vorliegende Mail jedoch nicht. Zudem bezeichnet das Unternehmen den Termin ausdrücklich als voraussichtlich.

Die Nachricht erreicht auch Kunden ohne Kontowechsel

Revolut begründet den Versand mit gesetzlichen Benachrichtigungspflichten und dem eigenen Anspruch auf Transparenz. Nach Darstellung des Unternehmens erfordern diese Pflichten eine Information aller Kunden über die Umstrukturierung. Auch Empfänger außerhalb der französischen Kontenmigration erhalten deshalb die Nachricht.

Für diese Empfänger bleibt das Bankkonto nach Angaben in der Mail bei Revolut Bank UAB. IBAN, Karte und App-Funktionen sollen ohne Unterbrechung weiterlaufen. Die Bank verlangt deshalb von ihnen keine Handlung. Die Mitteilung kündigt für diese Konten weder eine neue Bankverbindung noch einen Kartentausch an.

100.000 Euro bleiben die reguläre Sicherungsgrenze

Für berechtigte Einlagen auf den bei Revolut Bank UAB verbleibenden Konten verweist die Mail weiterhin auf das litauische Einlagensicherungssystem. Auch Revoluts veröffentlichte Informationen für Einleger nennen einen regulären Schutz von bis zu 100.000 Euro je Einleger. Mehrere Einlagen bei derselben Bank werden für diese Grenze zusammengerechnet.

Bei der französischen Gesellschaft gilt dagegen ein anderes Sicherungssystem: Die Geschäftsbedingungen der Revolut Bank S.A. in Teil III nennen den französischen Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution, kurz FGDR. Sie sehen für geschützte Einlagen ebenfalls bis zu 100.000 Euro je Person und Kreditinstitut vor. Diese Bedingungen gelten dabei laut Dokument ab dem 2. Dezember 2026. Die Aussage der Mail, die Einlagensicherung bleibe unverändert, bezieht sich auf die dort angesprochenen Konten, die bei Revolut Bank UAB bleiben.

Deutschland gehört zu den späteren Ausbauplänen

Revolut hatte die französische Banklizenz bereits am 10. August 2026 bekanntgegeben . Nach Angaben des Unternehmens ging der Entscheidung eine gemeinsame Prüfung durch die französische Bankenaufsicht ACPR und die Europäische Zentralbank voraus. Die französische Bank soll zunächst Kunden in Frankreich betreuen.

Zugleich nennt Revolut in dieser Ankündigung Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien als Märkte für spätere Phasen. Einen konkreten Wechseltermin für deutsche Konten nennt die aktuelle Kundenmail jedoch nicht. Die Dezember-Mitteilung beschränkt die anstehende Migration ausdrücklich auf französische Kunden.

Die Bank warnt vor falschen Migrationsaufforderungen

Außerdem verbindet Revolut die Information mit einer Warnung vor Betrugsversuchen. Kriminelle könnten die Umstrukturierung als Anlass nutzen, um Kontodaten oder Zugangscodes abzufragen. Die Bank fordert Empfänger auf, keine sensiblen Angaben wie Passwort, PIN, Kartendaten oder Einmalcodes auf entsprechende Anfragen herauszugeben.

Bei unerwarteten Anrufen, die angeblich von Revolut stammen, empfiehlt das Unternehmen, aufzulegen und den Vorgang über den Chat in der App zu melden. Für Rückfragen zum Umbau verweist die Mail zudem auf diesen Kontaktweg. Eine Verifizierung über einen zugesandten Link verlangt die vorliegende Nachricht nicht.

Melde dich zum wöchentlichen Newsletter an!