Das NIM Konsumklima powered by GfK für November 2026 sinkt um 0,2 Punkte auf -30,8 Punkte. Im Vormonat lag der Wert bei -30,6 Punkten, vor einem Jahr bei -22,5 Punkten. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher steigen dagegen zum sechsten Mal in Folge und liegen erstmals seit Ausbruch des Irankriegs wieder über der Nulllinie. Die Anschaffungsneigung geht erneut leicht zurück, die Preiserwartungen nehmen zu. Das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) hat die Zahlen am 28. Oktober 2026 veröffentlicht.
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Konsumklima November 2026: -30,8 Punkte trotz Tankrabatt
Nach dem Rückgang im Vormonat stabilisiert sich der Indikator auf niedrigem Niveau. Laut NIM zeigen die Einzelwerte ein gemischtes Bild. Die Konjunkturerwartungen steigen, die Sparneigung sinkt moderat. Anschaffungsneigung und Einkommenserwartungen gehen leicht zurück.
„Die Verbraucher blicken zwar zunehmend optimistischer auf die wirtschaftliche Entwicklung, doch beim Blick in den eigenen Geldbeutel überwiegt weiterhin die Skepsis“, sagt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Auch der Tankrabatt sorgt offenbar nicht für die erhoffte Erleichterung. Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung ist da, aber die Bereitschaft, mehr Geld auszugeben, zieht bislang noch nicht mit.“
Einkommenserwartungen: Diesmal keine Gegenbewegung
Die Einkommenserwartungen waren im September deutlich eingebrochen. Im Oktober verliert der Indikator 0,7 Zähler und sinkt auf -15,7 Punkte. Im Mai hatte der damals eingeführte Tankrabatt etwa die Hälfte des Einbruchs vom April wieder ausgeglichen.
Eine vergleichbare Erholung bleibt diesmal aus. Trotz des erneut eingeführten Tankrabatts zeichnet sich laut NIM bislang nur eine Stabilisierung ab.
Sparneigung fällt um 4,3 Zähler – Kauflaune sinkt trotzdem
Die Sparneigung war im Vormonat deutlich gestiegen. Im Oktober fällt sie um 4,3 Zähler auf 17,2 Punkte. Der Wert bleibt damit hoch, stützt laut NIM aber das Konsumklima.
Die Anschaffungsneigung (Bereitschaft zu größeren Käufen wie Möbeln oder Elektrogeräten) verliert etwas mehr als einen Punkt und liegt bei -11,9 Punkten. Der Preisindikator steigt und liegt im positiven Bereich. Verbraucher rechnen damit wieder mit etwas höherer Inflation. Die Inflationsrate war im September wegen höherer Kraftstoffpreise auf 3,3 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Dezember 2023.
Konjunkturerwartungen: Erstmals seit dem Irankrieg im Plus
Die Konjunkturerwartungen legen zum sechsten Mal in Folge zu. Der Indikator liegt bei 2,1 Punkten und damit erstmals seit Ausbruch des Irankriegs über der Nulllinie.
| Indikator | Oktober 2026 | Veränderung zum Vormonat |
|---|---|---|
| Konsumklima (Prognose November) | -30,8 | -0,2 |
| Einkommenserwartung | -15,7 | -0,7 |
| Sparneigung | 17,2 | -4,3 |
| Anschaffungsneigung | -11,9 | etwas mehr als -1 |
| Konjunkturerwartung | 2,1 | sechster Anstieg in Folge |
2.000 Interviews: So entsteht der Wert
Befragt wurde vom 1. bis 12. Oktober 2026. Grundlage sind rund 2.000 Verbraucherinterviews im Auftrag der EU-Kommission. Das Konsumklima errechnet sich aus Einkommenserwartung, Anschaffungsneigung und Sparneigung. Es bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht davon je nach Abgrenzung etwa 35 Prozent aus.
Die Daten erhebt NIQ/GfK im Auftrag des NIM. Seit April 2026 verantwortet das NIM auch die Kommunikation der Studie. Die nächsten Werte erscheinen am Donnerstag, 26. November 2026, um 8 Uhr.




