Das Onlinehändler-Horoskop für die KW 45 (2. bis 8. November 2026) fällt in eine Woche ohne Ausreden. Bis zum Black Friday am 27. November bleiben 25 Tage, bis zum Start der Black-Friday-Woche auf Amazon am 19. November noch 17. Seit Sonntag kassiert DHL den Peak-Zuschlag, und an der EU-Außengrenze gilt seit dem 1. November eine Gebühr von zwei Euro pro Zollposition. Was die zwölf Tierkreiszeichen in dieser Woche für Werbung, Liquidität, Lager und Versand beachten sollten, liest du hier – nüchtern, ohne Räucherstäbchen und mit Blick auf Marge und Marktplätze.

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Das gilt diese Woche für alle Zeichen

Bevor es in die einzelnen Zeichen geht, der Kalender. Die KW 45 hat in Deutschland, Österreich und der Schweiz keinen Feiertag: fünf volle Versandtage, keine Brückentage. Was in dieser Woche liegen bleibt, konkurriert ab der KW 46 mit dem Singles‘ Day am 11. November und ab der KW 47 mit der Black-Friday-Woche. Für Amazon-Händler gelten laut Seller Central diese Termine: Die Deal-Einreichung endet am 18. November, die Black-Friday-Woche läuft vom 19. bis 30. November, der Cyber Monday am 30. November schließt sie ab. Die FBA-Anlieferfrist für das Event ist am 21. Oktober abgelaufen. Was jetzt noch ins Amazon-Lager geht, ist zum Start möglicherweise nicht verkaufsfähig.

Seit dem 1. November gilt an der EU-Außengrenze die zweite Stufe der Zollreform. Für jede Position einer Einfuhranmeldung an Verbraucher fällt eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro an, zusätzlich zum Pauschalzoll von drei Euro, der seit dem 1. Juli auf Sendungen bis 150 Euro erhoben wird. Gleichzeitig ist die Produktkennung (PID – eine eindeutige Artikelnummer von Händler und Hersteller) in der Zollanmeldung Pflicht, wie BDO und DHL Express erläutern. Wer aus China oder den USA direkt an Endkunden liefert oder Dropshipping betreibt, zahlt seit Sonntag pro Sendung mehr.

Ebenfalls seit Sonntag: DHL berechnet Geschäftskunden für November und Dezember einen Peak-Zuschlag von 19 Cent pro Sendung; vom 23. November bis 6. Dezember kommen laut DHL weitere 50 Cent Peak-in-Peak-Zuschlag hinzu. Am Dienstag, dem 3. November, wählen die USA ihren Kongress – relevant für Händler mit Dollar-Einkauf oder US-Verkauf, weil Zollpolitik und Wechselkurs daran hängen. Am 10. November, also nächsten Dienstag, sind Umsatzsteuer-Voranmeldung und Lohnsteueranmeldung für Oktober fällig, sofern du monatlich meldest und keine Dauerfristverlängerung hast. Und seit dem 28. Oktober läuft das 30-Tage-Fenster der Preisangabenverordnung (§ 11 PAngV) für den Black Friday: Jeder Preis, den du jetzt setzt, ist der Referenzpreis für Streichpreise am 27. November. Bei Amazon begann der Rückblick für das Event bereits am 20. Oktober.

Widder (21.3.–20.4.): Werbebudget hoch – aber erst ab dem 9. November

Mars treibt den Widder nach vorn, und in der KW 45 heißt das: Die Kampagnen für den Black Friday wollen raus. Die Konstellation rät zu einer anderen Reihenfolge. Diese Woche ist die letzte, in der du Werbekonten in Ruhe aufräumen kannst: Kampagnen ohne Bestellung seit 30 Tagen pausieren, negative Keywords nachziehen, Anzeigengruppen zusammenlegen. Wer am 9. November mit sauberen Konten startet, kann die Gebote bis zum 18. November stufenweise anheben und sieht, welche Anzeige die Steigerung trägt.

Bei den Klickpreisen zeigt sich der Widder ungeduldig. Die Vorjahre zeigen für die meisten Kategorien einen Anstieg der CPCs (Kosten pro Klick) auf Amazon und Meta ab der zweiten Novemberwoche. Budget, das diese Woche in Klicks fließt, trifft auf Kunden, die vergleichen und noch nicht kaufen. Der Widder, der jetzt den Fuß vom Gas nimmt, hat am 19. November das Geld, das andere schon ausgegeben haben.

Hinweis der Woche: Exportiere aus jedem Werbekonto die Suchbegriffe der letzten 60 Tage. Alles mit mehr als 50 Klicks und null Bestellungen wird zum negativen Keyword. Diese Liste spart dir im Dezember mehr Geld als jede Gebotsstrategie.

Stier (21.4.–20.5.): 19 Cent pro Paket – und deine Versandpauschale weiß nichts davon

Venus steht für Beständigkeit, und der Stier hält an seiner Versandpauschale fest. Seit Sonntag kostet jedes DHL-Paket 19 Cent mehr, ab dem 23. November weitere 50 Cent. Bei 2.000 Paketen im November sind das 380 Euro, in den zwei Wochen Peak-in-Peak kommen bei gleichem Volumen 500 Euro dazu – Geld, das in keiner Versandpauschale steckt, die im Frühjahr kalkuliert wurde. Die Konstellation legt nahe, die Versandkostenkalkulation diese Woche neu zu rechnen und nicht erst im Jahresabschluss.

Auf der Liquiditätsseite steht am 10. November die Umsatzsteuer-Voranmeldung für Oktober an. Der Oktober war bei vielen Händlern umsatzstärker als der September, die Zahllast steigt mit. Wer die Vorsteuer aus den Weihnachts-Nachbestellungen erst mit den November-Rechnungen ziehen kann, zahlt jetzt mehr und holt es erst im Dezember zurück. Der Stier plant diese Lücke ein, bevor die Bank sie ihm erklärt.

Hinweis der Woche: Rechne deinen Durchschnittspreis pro Paket für November mit allen Zuschlägen (Peak, Maut und CO2, Energie) aus und vergleiche ihn mit der Versandpauschale im Shop. Liegt die Differenz über einem Euro, entscheide diese Woche: Preis anpassen oder Marge opfern – aber bewusst.

Zwillinge (21.5.–21.6.): Dein Kundenservice tippt dieselbe Antwort 400-mal

Merkur regiert die Zwillinge, und Merkur liebt das Gespräch. Im November wird daraus Arbeit: Die Anfragen „Wo ist mein Paket?“, „Kommt das bis Weihnachten?“ und „Kann ich das umtauschen?“ machen bei den meisten Händlern mehr als die Hälfte aller Tickets aus. Die Konstellation rät, diese Woche die zehn häufigsten Anfragen der KW 45 bis 52 des Vorjahres aus dem Ticketsystem zu ziehen und für jede eine fertige Antwort zu hinterlegen.

Die Zwillinge neigen dazu, jede Anfrage individuell zu beantworten. Das ist im Mai ein Service und im Dezember ein Engpass. Wer die Lieferzeitangabe auf der Produktseite, die Versandbestätigung und die FAQ-Seite dieselbe Information tragen lässt, senkt die Ticketzahl, bevor der erste Weihnachtskunde schreibt. Die häufigste Frage im Dezember ist eine, die der Shop vorher hätte beantworten können.

Hinweis der Woche: Schreibe die Antwort auf „Kommt das noch bis Weihnachten?“ jetzt – mit konkretem Bestellschluss pro Versandart. Dieses Datum gehört ab dem 1. Dezember sichtbar in den Checkout. Wer es erst am 15. Dezember festlegt, hat bis dahin 300 Mails von Hand beantwortet.

Krebs (22.6.–22.7.): Zähl dein Lager, bevor der Dezember es für dich tut

Der Mond regiert den Krebs, und der Krebs sorgt für das, was da ist. In der KW 45 ist das der Lagerbestand. Die FBA-Anlieferfrist für die Black-Friday-Woche ist am 21. Oktober abgelaufen; was jetzt noch an Amazon geht, ist zum Event möglicherweise nicht eingebucht. Die Konstellation legt nahe, den Bestand im eigenen Lager und bei Amazon diese Woche gegen den geplanten Abverkauf bis zum 30. November zu halten. Jede Lücke, die jetzt sichtbar wird, lässt sich noch über das eigene Lager (FBM – Versand durch den Händler) schließen.

Beim Nachbestellen zeigt sich der Krebs vorsichtig, und das ist in dieser Woche richtig. Ware, die jetzt beim Lieferanten bestellt wird, kommt aus Europa in zwei bis drei Wochen, aus Asien per Seefracht nicht mehr vor Weihnachten. Was der Krebs diese Woche ordert, muss für Januar taugen – oder er lässt es.

Hinweis der Woche: Zähle die 30 Artikel, die im Vorjahr vom 19. November bis 24. Dezember am meisten Umsatz gebracht haben, physisch durch. Eine Abweichung zwischen System und Regal von mehr als drei Prozent ist ein Prozessfehler, der im Dezember zu Stornierungen führt.

Löwe (23.7.–23.8.): Deine Streichpreise entstehen jetzt, nicht am 27. November

Die Sonne regiert den Löwen, und der Löwe will mit großen Rabatten glänzen. Die Preisangabenverordnung setzt Grenzen: Seit dem 28. Oktober läuft das 30-Tage-Fenster für den Black Friday. Der niedrigste Preis, den ein Artikel in diesen 30 Tagen hatte, ist der Referenzpreis, den du am 27. November als Streichpreis angeben musst. Wer diese Woche einen Artikel kurz auf 19,90 Euro setzt, um einen Konkurrenten zu unterbieten, wirbt am Black Friday mit einem Rabatt gegenüber 19,90 Euro – egal, was der Artikel sonst kostet.

Bei Amazon ist der Löwe zusätzlich an die Deal-Regeln gebunden: Der 30-Tage-Rückblick für die Black-Friday-Woche begann am 20. Oktober, die Einreichungsfrist für Deals endet am 18. November. Repricing-Tools (Software zur automatischen Preisanpassung) laufen in dieser Phase gegen die eigene Deal-Strategie, wenn sie den Preis unter den geplanten Referenzpreis drücken. Die Konstellation rät, für alle Deal-Kandidaten eine Preisuntergrenze im Repricer zu setzen, die über dem geplanten Aktionspreis liegt.

Hinweis der Woche: Lege für jeden Black-Friday-Artikel drei Zahlen fest: aktueller Preis, geplanter Aktionspreis, Mindestmarge. Trage den aktuellen Preis als Untergrenze in den Repricer ein. Ein Repricer, der im November ohne Untergrenze läuft, verschenkt deinen Streichpreis.

Jungfrau (24.8.–23.9.): Zwei Euro pro Zollzeile – die Jungfrau liest das Kleingedruckte

Merkur gibt der Jungfrau den Blick fürs Detail, und die KW 45 liefert Details. Seit dem 1. November verlangt der EU-Zoll für jede Position einer Einfuhranmeldung an Verbraucher eine Gebühr von zwei Euro – zusätzlich zum Pauschalzoll von drei Euro pro Position auf Sendungen bis 150 Euro. Gleichzeitig ist die Produktkennung (PID) Pflicht: eine Händler-Artikelnummer (M-PID) und eine Hersteller-Nummer (NS-PID), eine EAN zusätzlich, wenn vorhanden. Fehlt sie, bleibt die Sendung am Zoll liegen, wie BDO beschreibt.

Die Jungfrau, die Ware aus Drittländern direkt an Kunden schickt oder per Dropshipping handelt, prüft diese Woche, ob der Logistiker die PIDs aus dem Shopsystem bekommt und ob die Zollgebühren im Verkaufspreis stecken. Wer über ein EU-Lager verkauft, ist davon nicht betroffen – seine Wettbewerber aus Fernost sind es, und deren Preise verschieben sich. Dazu gelten seit dem 27. September die Vorgaben der EmpCo-Richtlinie zu Garantie- und Gewährleistungshinweisen auf Produktseiten; der Händlerbund listet die Details.

Hinweis der Woche: Prüfe bei deinen zehn umsatzstärksten Importartikeln, ob Händler-Artikelnummer und Hersteller-Nummer im Datensatz gepflegt sind. Fehlt eine davon, ist das ab sofort ein Zollproblem und kein Datenpflegeproblem mehr.

Waage (24.9.–23.10.): Weniger Artikel, mehr Umsatz – die Waage streicht ihr Sortiment

Die Waage will es allen recht machen, und ihr Sortiment zeigt das: für jede Nachfrage ein Artikel, für jeden Artikel drei Varianten. In der KW 45 kostet das Fokus. Die Vorjahre zeigen bei den meisten Händlern: Ein Fünftel der Artikel bringt in der Black-Friday-Woche vier Fünftel des Umsatzes. Die Konstellation rät, diese Woche festzulegen, welche Artikel im November Werbung, Lagerplatz und Service-Priorität bekommen – und welche nur mitlaufen.

Venus, Planet der Waage, steht für Harmonie – im Sortiment heißt das Bundles. Artikel, die einzeln keine Marge tragen, verkaufen sich als Set zu einem Preis, der die Marge rettet und den Durchschnittsbestellwert hebt. Die Konstellation legt nahe, Sets diese Woche anzulegen, damit sie am 19. November Bewertungen und Verkaufsrang haben. Ein Bundle, das erst am 25. November online geht, startet ohne Historie.

Hinweis der Woche: Nimm die 50 Artikel mit dem geringsten Umsatz der letzten 90 Tage und entscheide pro Artikel: Set, Abverkauf oder Jahresende. Alles, was auf „Jahresende“ steht, fliegt im Dezember aus Werbung und Startseite.

Skorpion (24.10.–22.11.): Ratenkauf wird Kredit – ab 20. November gelten neue Regeln

Pluto, Planet des Skorpions, steht für das, was unter der Oberfläche liegt. Im Checkout ist das die Zahlungsart. Ab dem 20. November gilt die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie (CCD II), die auch „Buy now, pay later“-Angebote (Kauf jetzt, Zahlung später) als Verbraucherkredite behandelt; die deutsche Umsetzung ist in Arbeit, wie der Händlerbund berichtet. Für Händler, die Ratenkauf oder Rechnungskauf über Klarna, PayPal oder Riverty anbieten, ändert sich beim Anbieter mehr als im Shop. Die Conversion kann sich trotzdem ändern, wenn Bonitätsprüfungen und Informationspflichten in den Checkout rücken.

Der Skorpion schaut auf die Zahlen, die andere übersehen: Welche Zahlungsart hat die höchste Abbruchrate, welche die höchste Retourenquote? Rechnungskauf bringt in den meisten Shops die höchste Conversion und die höchste Retourenquote zugleich. Die Konstellation rät, die Zahlungsarten diese Woche nach Deckungsbeitrag zu sortieren statt nach Umsatz. Was im November über Rechnungskauf verkauft wird, kommt im Januar zu einem Teil zurück.

Hinweis der Woche: Frag deinen Zahlungsanbieter schriftlich, was sich ab dem 20. November im Checkout ändert – Bonitätsprüfung, Pflichtinformationen, Ablehnungsquote. Eine Antwort, die am 19. November kommt, hilft dir nicht mehr.

Schütze (23.11.–21.12.): Die USA wählen am Dienstag – dein Einkaufspreis hört zu

Jupiter will wachsen, und der Schütze denkt in Märkten. In der KW 45 steht ein Termin, der Märkte bewegt: Am Dienstag, dem 3. November, wählen die USA ihren Kongress. Für Händler, die in Dollar einkaufen oder über Amazon.com verkaufen, entscheidet der Wahlausgang mit über Zollpolitik und Wechselkurs der kommenden zwei Jahre. Die Konstellation rät nicht zur Spekulation, aber zu einer Bestandsaufnahme: Welcher Anteil des Einkaufs hängt am Dollar, welcher Anteil des Umsatzes an US-Kunden?

Bei der Expansion zeigt sich der Schütze diese Woche gebremst. Der EU-Zoll hat seit Sonntag die Spielregeln für Drittlandsimporte geändert – zwei Euro Gebühr und PID-Pflicht pro Position. Wer plant, 2027 aus China direkt an EU-Kunden zu liefern, rechnet das Modell diese Woche neu. Wer über ein EU-Lager verkauft, bekommt einen Preisvorteil gegenüber Temu und Shein, den es im Vorjahr nicht gab. Die Expansionschance der Woche liegt im eigenen Markt: Der Wettbewerber aus Fernost wird teurer.

Hinweis der Woche: Liste alle Artikel, bei denen Temu, Shein oder AliExpress in den Google-Shopping-Ergebnissen über dir stehen. Prüfe in zwei Wochen, ob deren Preise gestiegen sind. Wo ja, ziehst du nach. Wo nein, hat der Wettbewerber ein EU-Lager, und du weißt, woran du bist.

Steinbock (22.12.–20.1.): Dein Cut-off ist 14 Uhr – der vom Paketdienst vielleicht nicht

Saturn steht für Ordnung, und der Steinbock hat seine Versandprozesse im Griff. In der KW 45 trifft Ordnung auf Zuschläge: 19 Cent Peak-Zuschlag pro DHL-Sendung seit dem 1. November, 50 Cent Peak-in-Peak vom 23. November bis 6. Dezember, dazu Maut- und CO2-Zuschlag und Energiezuschlag. GLS, Hermes und DPD haben eigene Saisonregelungen. Die Konstellation rät, die Rechnung des Paketdienstes für November vorab zu simulieren – mit den Mengen des Vorjahres.

Beim Versand zeigt sich der Steinbock verlässlich, aber die Abholung kennt Grenzen. Paketdienste begrenzen in der Peak-Phase die Menge pro Abholung und verschieben Abholzeiten. Wer „Bestellung bis 14 Uhr, Versand heute“ bewirbt, prüft diese Woche, ob der Dienstleister die Zusage in der Black Week noch trägt. Ein zweiter Dienstleister, der ab dieser Woche ein Testpaket pro Tag bekommt, ist am 25. November einsatzbereit.

Hinweis der Woche: Lass dir vom Paketdienst schriftlich bestätigen, wie viele Pakete er in der Black Week pro Abholung maximal mitnimmt und zu welcher Uhrzeit. Diese Zahl bestimmt deinen Cut-off.

Wassermann (21.1.–19.2.): Code Freeze seit Sonntag – der Wassermann testet trotzdem

Uranus regiert den Wassermann, und Uranus steht für Technik. Seit dem 1. November gilt in vielen Händler-Teams der Code Freeze (Stopp aller Änderungen am Shopsystem). Der Wassermann hält ihn ein und nutzt die KW 45 für das, was ein Freeze erlaubt: Lasttests. Die Black-Friday-Woche bringt bei vielen Shops das Drei- bis Fünffache des normalen Traffics. Ob Server, Datenbank und Zahlungsanbindung das tragen, zeigt sich diese Woche im Test – oder am 27. November im Ausfall.

Beim Monitoring zeigt sich der Wassermann experimentierfreudig. Ein Alarm, der bei Checkout-Fehlern über zwei Prozent oder Ladezeiten über drei Sekunden eine Nachricht schickt, ist in einer Stunde eingerichtet und spart im Dezember Nächte. Die Konstellation rät außerdem zum Blick auf die Schnittstellen: Marktplatz-Anbindung, Warenwirtschaft, Labelerzeugung. Jede davon hat einen Anbieter, der im Dezember selbst unter Last steht.

Hinweis der Woche: Spiele das letzte Backup auf eine Testumgebung zurück und miss die Zeit. Dauert die Wiederherstellung länger als vier Stunden, ist das deine Ausfallzeit am Black Friday – und die Zahl, mit der du diese Woche ins Gespräch mit dem Hoster gehst.

Fische (20.2.–20.3.): Rückgabe bis 31. Januar – die Fische legen das Datum heute fest

Neptun regiert die Fische, und Neptun steht für Einfühlung. Im November richtet sie sich auf Kunden, die Geschenke kaufen und fragen, bis wann sie umtauschen können. Amazon hat im Weihnachtsgeschäft 2025 Bestellungen vom 1. November bis 25. Dezember mit einer Rückgabefrist bis 31. Januar belegt; für 2026 lag Mitte Oktober noch keine Ankündigung vor. Händler mit eigenem Shop entscheiden selbst – diese Woche, bevor die ersten Geschenkbestellungen eingehen.

Die Fische neigen zur Großzügigkeit, und das ist im Weihnachtsgeschäft ein Verkaufsargument. Ein verlängertes Rückgaberecht gehört in die AGB, auf die Produktseite und in die Versandbestätigung – an allen drei Stellen mit demselben Datum. Die Konstellation rät außerdem zum Blick auf die Retourenlogistik: Wer im Januar 15 Prozent der Dezember-Bestellungen zurückbekommt, braucht Personal und Fläche dafür. Beides lässt sich im November planen und im Januar nur noch improvisieren.

Hinweis der Woche: Lege das Rückgabedatum für Weihnachtsbestellungen heute fest und trage es in AGB, Produktseite und Mail-Vorlagen ein. Ein Datum, das nur in den AGB steht, liest kein Kunde – und kostet dich im Dezember eine Service-Anfrage pro Bestellung.

Fazit: Die Sterne sind egal, der 1. November war es nicht

Der 1. November hat die Zollgebühren für Drittlandsimporte und die DHL-Zuschläge scharf gestellt. Der 18. November ist bei Amazon die letzte Frist für Deals, einen Tag später beginnt dort die Black-Friday-Woche. Und am 20. November gilt die neue Verbraucherkreditrichtlinie für Ratenkauf und Rechnungskauf.

Dass Händler, die diese Woche Werbekonten aufräumen, Zuschläge einpreisen und ihren Repricer mit Untergrenzen versehen, am 27. November mehr Marge haben, als die Sterne versprechen, ist safe.

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