Amazon Zweibrücken hat im Oktober die 1.000. Stelle besetzt und testet seit Anfang des Monats die Technik im neuen Logistikzentrum. Dabei fahren 2.500 Transportroboter ihre ersten Runden durch die Halle. Zudem sind alle mehr als 200 Positionen für Fach- und Führungskräfte vergeben. Der Betrieb soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft starten.

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200 Einstellungen in acht Wochen: Amazon Zweibrücken knackt die 1.000

Beim Baustellenbesuch von wortfilter.de im August waren 800 der zunächst geplanten 1.000 Stellen besetzt. Rund acht Wochen später meldet Amazon Vollzug. „Ganz besonders freut es uns, dass wir diesen Monat die 1.000te Stelle besetzt haben“, teilt Kathrin Amthor, Public Relations Manager bei Amazon, gegenüber wortfilter.de mit. Darunter sind mehr als 200 Fach- und Führungskräfte. Im August lag diese Zahl noch bei rund 170.

Damit steht auch die Leitung des Standorts. Daniel Alexander Hollstein und Joelle Missun führen das Logistikzentrum als Geschäftsleitung. „Diese Jobs haben wir damit alle vergeben und das Führungsteam rund um die Geschäftsleitung Daniel Alexander Hollstein und Joelle Missun hat sich gefunden“, so Amthor. Im Endausbau plant Amazon außerdem mit rund 1.500 Arbeitsplätzen.

16,69 Euro plus Deutschlandticket: Amazon sucht weiter Versandkräfte

Die Personalsuche läuft deshalb weiter. „Im Bereich der Versandtätigkeiten stellen wir weiterhin ein und freuen uns über jede Bewerbung“, sagt Amthor. Neue Versandmitarbeiter starten in Zweibrücken mit 16,69 Euro brutto pro Stunde. Erst im September hat Amazon die Löhne nach eigenen Angaben deutschlandweit erhöht.

Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro. Der Einstieg bei Amazon liegt also 2,79 Euro oder rund 20 Prozent darüber. Hinzu kommen laut Amazon das Deutschlandticket, eine Betriebsrente, ein Familienbonus und bis zu 4.500 Euro für Weiterbildung pro Jahr. Suchst du in Pirmasens, Zweibrücken, Homburg oder Saarbrücken selbst Lagerkräfte, dann ist dieses Paket jetzt dein Vergleichsmaßstab.

2.500 Roboter fahren los – ab jetzt zählt jeder Probelauf

In der Halle läuft seit Anfang Oktober die Inbetriebnahme. Die Teams schalten die Anlagen Stück für Stück ein und testen sie. Dabei bringen 2.500 Transportroboter die beweglichen Regale zu den Arbeitsplätzen. Außerdem kalibrieren die Techniker rund zehn Kilometer Fördertechnik. Auch die Pack- und Versandmaschinen durchlaufen einen Probelauf nach dem anderen, von der maßgeschneiderten Verpackung (der Karton passt sich dem Inhalt an) bis zum Druck des Versandlabels.

Jeder Handgriff, jede Übergabe zwischen Mensch und Maschine wird geprüft, justiert und erneut getestet.

Kathrin Amthor, Public Relations Manager bei Amazon

Im August liefen die Roboter noch durch die Programmierung, während Monteure die 32.000 mobilen Regale aufbauten. Jetzt arbeiten Roboter, Regale und Förderbänder zum ersten Mal zusammen.

Kein bestandener Test, kein Weihnachtspaket aus Zweibrücken

Der Zeitplan hängt an diesen Tests. „Erst wenn sie erfolgreich bestanden sind und alles reibungslos ineinandergreift, können wir die ersten Produkte durchs Gebäude transportieren und Kundenbestellungen bearbeiten“, erklärt Amthor. Ein Startdatum nennt Amazon deshalb nicht. Das Ziel bleibt jedoch das Weihnachtsgeschäft: „Wir wollen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft den Betrieb aufnehmen und die Kund:innen in der Region rechtzeitig zum Fest schnell und zuverlässig mit ihren Geschenken versorgen.“

Nutzt du FBA, dann zählt dieser Termin. Geht der Standort rechtzeitig ans Netz, kommt zusätzliche Kapazität für über 400.000 Artikel am Tag in den Südwesten. Zudem verkürzen sich die Wege zu Kunden in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Wie viel davon im vierten Quartal ankommt, zeigt sich allerdings erst nach den Tests. „Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag“, heißt es dazu von Amazon.

12,2 Prozent Arbeitslose: Pirmasens braucht diese Jobs

Die Stadt Pirmasens meldete im Juli 2026 eine Arbeitslosenquote von 12,2 Prozent, Zweibrücken kam auf 7,7 Prozent. Das zeigt der Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens . Im gesamten Agenturbezirk lag die Quote dagegen bei 7 Prozent. Die meisten Bewerber für Zweibrücken kommen aus Pirmasens, wie wortfilter.de bereits im August berichtete.

Die Versandjobs passen zu diesem Arbeitsmarkt, denn Amazon verlangt dafür in der Regel keine abgeschlossene Ausbildung. Gleichzeitig zahlt der Konzern rund 20 Prozent über Mindestlohn, stellt das Deutschlandticket und finanziert Weiterbildung. 1.000 Menschen haben damit bereits einen Arbeitsvertrag, rund 500 weitere Stellen folgen bis zum Endausbau. Für Pirmasens und Zweibrücken ist Amazon ein Segen: Die Region bekommt die Arbeitsplätze, die ihr seit Jahren fehlen.

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